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16.09.2026
14:15 Uhr
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Wer schon länger bei der Apple Watch dabei ist, wird sich an die ersten Keramikmodelle erinnern. Nun sind sie zurück. Das hat nicht nur Vorteile.

Fans besonderer Apple-Watch-Gehäuse kommen mit der neuen Series 12 auf ihre Kosten: Apple liefert erstmals seit der Series 5 aus dem Jahr 2019 wieder eine Keramikuhr aus. Verkaufte der Konzern die Modelle einst unter anderem als „Edition“–Sondervariante, bekommt man nun die ganz normale Series 12 auf Wunsch mit Keramik-Case – neben den üblichen Varianten in Titan und Aluminium, Stahlmodelle bietet Apple auch in diesem Jahr nicht (wieder) an.
Die Keramik-Version ist das mit Abstand teuerste Material: Man zahlt mehr als doppelt so viel wie bei der Alu-Uhr. In Keramik geht es für die 42-mm-Version bei 1049 Euro los, die 46-mm-Variante kostet 1099 Euro. Apple bietet zwei Varianten: „Perlweiß“ – das etwas beiger zu sein scheint als das klassische alte Keramik-Weiß – sowie „Nachtblau“, ein Ton, der ins Schwarze tendiert. Im Preis inkludiert ist jeweils entweder ein Band aus Gummi oder Textil, ein Edelstahl-Milanaise-Armband kostet 50 Euro Aufpreis. Auch bei den Textilarmbändern muss man je nach Variante ein Aufgeld in gleicher Höhe entrichten.
Laut Apples technischer Daten sind die Keramik-Modelle minimal größer als die Titan- und Alu-Varianten. So ist das 46er Modell eigentlich ein 47er (47 mm mal 41 mm mal 9,84 mm). An der Display-Größe oder den Steuerelementen (Seitentaste, digitale Krone) ändert sich nichts. Interessant ist das Thema Gewicht (jeweils ohne Armband): Das 46-mm-Modell in Nachtblau wiegt 52,9 Gramm und damit satte 34 Prozent mehr als das Alumodell (39,4 Gramm). Das Perlweiß-Modell ist mit 51,3 Gramm minimal leichter.
Im Alltag dürfte sich der Gewichtsunterschied nicht wirklich bemerkbar machen. Die noch größere Ultra 4 wiegt beispielsweise bis zu 63,1 Gramm und dürfte den wenigsten Nutzern zu schwer vorkommen. Auffällig ist es vorwiegend im Direktvergleich. Wer die Watch zum Schlaftracking nutzt, dürfte das Alumodell bevorzugen, weil es leichter ist und damit bei Körperbewegungen weniger störend.
Unklar bleibt, ob Apple die Stabilität des Keramikmaterials verbessert hat. Apple nennt in seinen Tech Specs keine genaue Zusammensetzung. Bei der alten Apple Watch Edition in Keramik konnte es bei ausreichender Fallhöhe / Anstoßstärke und harten Oberflächen zu Gehäusebrüchen kommen. Beim Kauf sollte man außerdem bedenken, dass Reparaturen bei „sonstigen Schäden“ – die alles umfassen, was nicht die Batterie ist – deutlich teurer sind: Ohne AppleCare+-Geräteversicherung werden 739 Euro fällig, bei einer Alu-Watch hingegen nur gut die Hälfte. Apples neue Watch-Modelle können aktuell vorbestellt werden. Sie erscheinen offiziell ab dem 18. September, also diesem Freitag. Keramikmodelle sind derzeit allerdings vergleichsweise schwer zu bekommen, ihre Lieferbarkeit ist teilweise bereits in die zweite Oktoberhälfte gerutscht.
(bsc)