Heise 10.06.2026
10:25 Uhr

Markdown-Notizapp Note Mark erreicht Version 1.0


Erste Hauptversion von Note Mark: Die Notizapp ist weitgehend neu gebaut, setzt nur noch auf SQLite und speichert Notizen als normale Dateien.

Markdown-Notizapp Note Mark erreicht Version 1.0

Die Notizanwendung Note Mark ist in Version 1.0.0 erschienen – die erste Hauptversion des Projekts. Das Release ändert vor allem die Datenhaltung grundlegend: Note Mark speichert Notizen und zugehörige Dateien nun direkt im Dateisystem. Außerdem lassen sich Notizen in beliebig tief verschachtelten Ordnern organisieren. Die Datenbank dient nur noch als Cache für Metadaten und zur Speicherung der Benutzerzugänge.

Note Mark ist eine selbst hostbare Open-Source-Anwendung für Notizen. Die webbasierte Software nutzt Markdown als Auszeichnungssprache.

Die wichtigste Änderung betrifft die Speicherung der Inhalte. Frühere Versionen waren stärker auf eine Datenbank angewiesen. Nun legt Note Mark Notizen und zugehörige Assets in einer normalen Datei- und Ordnerstruktur ab. Als Assets bezeichnet das Projekt zusätzliche Inhalte wie Bilder oder andere Anhänge.

Das vereinfacht Backups, Migrationen und die externe Bearbeitung der Daten. Die Inhalte liegen nicht mehr nur in einer Datenbank, sondern lassen sich direkt über das Dateisystem verwalten. Auch gängige Werkzeuge zur Datensicherung oder zur Dateisynchronisation greifen damit leichter auf die Notizen zu.

Neu ist zudem, dass sich Notizen in beliebig vielen Ordnerebenen ablegen lassen. Damit können Nutzer komplexe Hierarchien abbilden, etwa für Projekte, Dokumentationen oder Wissenssammlungen.

Im Zuge der neuen Architektur vereinfacht das Projekt auch die Datenbankunterstützung: Note Mark setzt künftig ausschließlich auf SQLite. Da die Datenbank die eigentlichen Inhalte nicht mehr speichert, sondern nur noch als Cache und für die Authentifizierung dient, fallen weitere Datenbanksysteme weg. SQLite kommt ohne separaten Datenbankserver aus und gilt vor allem bei selbst gehosteten Anwendungen als wartungsarm.

Außerdem führt Version 1.0 JSON-Logging als Standard ein. Strukturierte Logeinträge lassen sich einfacher in Monitoring- und Analysewerkzeuge einlesen als klassische Textprotokolle. Wer das bevorzugt, kann laut Entwickler wieder auf Textlogs umstellen. Zudem hat das Projekt das Layout der Anwendung angepasst und mehrere Konfigurationswerte geändert.

Auch bei den Containern gibt es Neuerungen. Das Docker-Image heißt nun „note-mark“ statt „note-mark-aio“, und die Versionsnummer steckt künftig im Docker-Image direkt in der Binärdatei. Getrennte Docker-Images für Frontend und Backend bietet das Projekt nicht mehr an.

Im Gegenzug streicht das Release einige Funktionen. Die bisherigen Migrationswerkzeuge sind entfallen – nach Angaben des Projekts genügt es nun, die Daten direkt zu kopieren. Browser von vor 2022 unterstützt Note Mark nicht mehr.

Für bestehende Installationen stellt der Entwickler eine Videoanleitung zur Migration von Version 0.19 bereit. Laut Release Notes handelt es sich bei Version 1.0 weitgehend um ein neu entwickeltes Programm.

(fo)