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08.07.2026
13:48 Uhr
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Samsung will Konkurrent Micron knapp überbieten. Die PCIe-6.0-SSD PM1763 knackt die bisherige Bestmarke von 28 GByte/s.

Die erste PCI-Express-6.0-SSD des Speicher-Weltmarktführers Samsung heißt PM1763. Sie schafft laut Hersteller 28,4 GByte/s lesend und 21,9 GByte/s schreibend. Geplant sind Varianten in den Formaten E1.S, E3.S und U.2 mit Kapazitäten von 4 bis 64 TByte. Die U.2-Version ist mangels PCIe-6.0-Update auf PCIe 5.0 beschränkt, sollte also nur etwa halb so schnell sein.
Waren früher noch Vergleiche üblich, wie viele Videos sich in einem bestimmten Zeitraum kopieren lassen, sind es jetzt KI-Modelle. Samsung rechnet die Transferrate um: Eine PM1763 kann ein 40 GByte großes Large Language Model (LLM) in 1,4 Sekunden kopieren. Andere angekündigte PCIe-6.0-SSDs schaffen laut Datenblättern maximal 28 GByte/s. Dazu zählt Microns 9650, laut Hersteller die erste PCIe-6.0-SSD fürs Rechenzentrum.
Üblicherweise stellt Samsung zuerst seine „PM“-SSDs für Server vor, gefolgt von nahezu baugleichen Varianten für Desktop-PCs und Notebooks. Bei der PM1763 wird das allerdings nicht passieren: PCI Express 6.0 bleibt die nächsten Jahre ein reines Serverthema, auch weil die Geschwindigkeit dort nicht benötigt wird. Bei Endkunden könnte der Standard 2030 ankommen.
In einer Mitteilung verkündet Samsung die angelaufene Serienproduktion der PM1763. Dort ist die Rede von maximal 16 TByte. Nur die Produktseite zur SSD-Serie nennt Konfigurationen mit bis zu 64 TByte. Eventuell folgen sie erst später.
Die Standardversionen sind mit Wasserkühlern ausgestattet, die in die Flüssigkeitskreisläufe von Servern integriert werden müssen. Die meisten aktuellen KI-Rechenzentren nutzen dafür Warmwasser.
Samsung verspricht derweil Post-Quanten-Kryptografie (PQC) in Form der Commercial National Security Algorithm Suite (CNSA), die die US-amerikanische National Security Agency (NSA) erarbeitet hat. In der aktuellen Version CNSA 2.0 müsste die PM1763 also den Algorithmus ML-KEM-1024 für den Schlüsselaustausch und ML-DSA-87 für digitale Signaturen beherrschen.
Dazu verwendet Samsung einen neuen SSD-Controller aus eigener Produktion. Als einziges Detail nennt der Hersteller 4-Nanometer-Strukturen. Der NAND-Flash-Speicher V-NAND aus neunter Generation kommt ebenfalls aus eigener Herstellung.
(mma)