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11.06.2026
20:00 Uhr
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Schluss mit Pumpen per Hand: Eine elektrische SUP-Pumpe mit Akku bläst Board, Kajak oder Schlauchboot bequem auf. Wir zeigen die besten Modelle im Test.

Zu seinem sechsten Geburtstag bekam Silas einen Gameboy geschenkt, was bei ihm eine Leidenschaft für die Tech- und Gaming-Welt entfachte. Mit zwei linken Händen gesegnet, überließ er das Tüfteln anderen mit deutlich mehr handwerklichem Geschick und entschied sich stattdessen, den Weg der schreibenden Zunft einzuschlagen. Nach Zwischenstopps an der Hochschule Mannheim und der Hochschule Pforzheim studierte er 2014 Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien in Stuttgart und schloss dort 2018 seinen Bachelor ab. Für seinen Master studierte er 2019 an der Hochschule Offenburg Medien und Kommunikation mit Schwerpunkt Marketing und schrieb nebenher als Freelancer. Seit 2025 arbeitet er für Heise Medien als Redakteur bei Heise Bestenlisten.
Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Schluss mit Pumpen per Hand: Eine elektrische SUP-Pumpe mit Akku bläst Board, Kajak oder Schlauchboot bequem auf. Wir zeigen die besten Modelle im Test.
Viele Sommergadgets – vom SUP-Board über das Schlauchboot bis hin zum Quick-up-Pool – funktionieren nur dank komprimierter Luft. Heißt im Klartext: Bevor es ins Wasser geht, muss erst gepumpt werden. Und je nach Volumen kostet das nicht nur Zeit, sondern auch Kraft.
Immerhin: Einen Quick-up-Pool muss man nur einmal pro Saison aufpumpen. Bei SUP-Board, Kajak, Schlauchboot und Badeinsel sieht die Bilanz weniger erfreulich aus – hier ist die Luftpumpe vor jedem Einsatz Pflichtprogramm. Ein SUP ist mit einer Doppelhubpumpe zwar nach 10 bis 15 Minuten startklar, doch spätestens beim zweiten Board verwandelt sich der entspannte Seeausflug in eine unfreiwillige Cardio-Einheit. Bei voluminösen Kajaks oder Schlauchbooten dehnt sich die Pump-Session entsprechend aus – inklusive Muskelkater als kostenlosen Bonus.
Wer sich diese sportliche Einlage sparen möchte, delegiert die Arbeit an eine elektrische Luftpumpe mit Akku. Viele der hier getesteten SUP-Pumpen bringen zusätzlich einen 12-V-Stecker mit, der sowohl in den Zigarettenanzünder im Auto als auch in die 12-V-Buchse einer Powerstation passt – Kabelsalat ade. Doch welches Modell taugt im Alltag wirklich etwas? Wir haben sechs elektrische SUP-Pumpen ins Testlabor und an den See geschickt. Unsere Bestenliste zeigt, welche Geräte wirklich Druck machen.
Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter spielen beim nötigen Luftdruck in einer anderen Liga – und benötigen entsprechend andere Hardware. Fahrradreifen benötigen ein Vielfaches des Drucks eines SUP-Boards, weshalb hier spezielle Hochdruckpumpen nötig sind. Passende Modelle zeigt unsere Top 10: Die beste Akku-Luftpumpe im Test – Testsieger Bosch kostet nur 50 Euro.
Unter den von uns getesteten SUP-Pumpen hat sich die Topump TPS300 für 140 Euro als Testsieger hervorgetan. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die flotte Aufpumpgeschwindigkeit und der leistungsstarke Akku. Unser Technologiesieger ist die Hoch- und Niederdruckpumpe Einhell Pressito 18/25 Hybrid für rund 100 Euro. Preis-Leistungs-Sieger ist die Dr. Meter für knapp 96 Euro.
Unser Ranking sieht wie folgt aus:
Die Topump TPS300 für 140 Euro ist unser Testsieger und richtet sich an SUP-Paddler, die keine Kompromisse bei der Aufpumpgeschwindigkeit eingehen wollen. Mit einer Aufpumpzeit von nur 9 Minuten und 32 Sekunden für ein komplettes Board (beide Kammern) gehört sie zu den schnellsten Pumpen auf dem Markt. Der 7800-mAh-Akku ermöglicht das Aufpumpen von bis zu fünf SUP-Boards mit einer Ladung. Zudem arbeitet die Pumpe trotz ihrer Leistungsfähigkeit mit erträglicher Lautstärke, was besonders in ruhigen Umgebungen oder am frühen Morgen von Vorteil ist.
Der Einhell Pressito 18/25 Hybrid Akku-Kompressor ist der Gegenentwurf zu den kompakten Mini-Luftpumpen. Er ist groß, schwer, nicht ganz billig – dafür aber auch vielseitig und leistungsstark. Egal, ob Auto- und Fahrradreifen, Bälle oder große Luftmatratzen: Der Pressito pumpt alles zuverlässig auf. Die Hybridfunktion ist ein praktisches Extra.
Der Pressito 18/25 ohne Netzkabel kostet auf Amazon 75 Euro. Für den Pressito 18/25 Hybrid, der zusätzlich zum Akkubetrieb auch ans Netz gehängt werden kann, verlangt Amazon 100 Euro. Einen Einhell-Akku mit 18 V und 3 A samt Schnellladegerät gibt es ab etwa 30 Euro.
Die elektrische SUP-Pumpe Dr. Meter für knapp 96 Euro ist unser Preis-Leistungs-Sieger und ideal für diejenigen, die eine zuverlässige elektrische Pumpe mit praktischen Zusatzfunktionen suchen.
Generell gibt es zwei Hauptunterscheidungsmerkmale bei den elektrischen Luftpumpen für aufblasbare SUP-Boards, Kajak und Schlauchboot. Da gibt es die etwas kompakteren und günstigeren einstufigen Modelle und die teureren, zweistufigen Pumpen. Während erstere mit immer gleicher Kraft und Luftmenge arbeiten, verfügen die besseren Pumpen über zwei unterschiedliche Leistungsstufen. Stufe Eins fördert eine höhere Menge Luft, schafft aber keinen hohen Druck. Stufe Zwei pumpt zwar weniger Luft, diese aber mit mehr Druck.
Das zweite Hauptunterscheidungsmerkmal ist die Stromversorgung. Günstige Luftpumpen sind auf eine externe Stromquelle angewiesen und werden per Kabel betrieben. Höherpreisige Modelle verfügen zusätzlich über einen integrierten Akku. Dadurch lassen sie sich auch unabhängig von Steckdose, Fahrzeug oder Powerstation nutzen und bieten deutlich mehr Flexibilität am See oder auf dem Campingplatz.
Zusätzliche Merkmale wie eine Powerbank-Funktion mit USB-Anschluss, eine integrierte Taschenlampe oder eine im Lieferumfang enthaltene Tragetasche sind zwar nicht essenziell für die Pumpleistung des Geräts, für den ein oder anderen aber eventuell dennoch wichtig bei der Kaufentscheidung.
Elektrische Luftpumpen für Schlauchboot und SUP sind etwa so groß wie ein Schuhkarton. Der integrierte Akku hat dabei kaum oder keine Auswirkungen auf Größe und Form der Geräte. Die von uns getesteten elektrischen Luftpumpen wiegen zwischen 1,4 kg und 3,2 kg.
Alle sechs getesteten Pumpen verfügen über eine Auf- und Abpumpfunktion und dementsprechend über zwei Anschlüsse für den im Lieferumfang enthaltenen Luftschlauch. Dieser kommt in der Regel mit einem Satz verschiedener Aufsätze und Dichtungsringe, um damit sowohl SUP, Schlauchboot als auch Luftbett, Luftmatratze oder Kite aufzupumpen.
Auch ein Display und Funktionstaster zum Einstellen und Überprüfen des Drucks sind bei allen Modellen vorhanden. Auf Wunsch kann hier zwischen der Anzeige in bar und PSI gewechselt werden.
Zum Laden verfügen fast alle Geräte über einen 12-V-Kfz-Anschluss (Zigarettenanzünder) und ein Netzteil für die Steckdose. Die meisten der getesteten Modelle können auch als Powerbank verwendet werden, um damit etwa das Smartphone zu laden. Das Modell Dr. Meter hat zudem eine Taschenlampe integriert und eine praktische Tasche im Lieferumfang.
Die Akkukapazität bewegt sich bei den von uns getesteten Produkten von 5200 mAh bis 12.000 mAh. Je nach Modell lassen sich so zwischen drei und fünf Boards mit Luft befüllen.
Allerdings geben nicht alle Hersteller an, um welche Boards es sich handelt. SUP-Boards sind in ganz unterschiedlichen Größen mit verschiedenem Volumen erhältlich. Auch der benötigte Druck hat großen Einfluss auf den Akkuverbrauch.
Im Praxistest nutzen wir für die Akku-SUP-Pumpen unser privates SUP von AKD mit zwei getrennten Luftkammern und den Abmessungen 325 × 82 × 15 cm und einem empfohlenen Druck von maximal 15 PSI. Dieses Brett können alle Testgeräte mit Akku mindestens zweimal in Folge auf- und wieder leerpumpen. Mit den Modellen von AGT, Dr. Meter, Airbank und der Topump TPS300 sind auch drei bis vier Boards möglich, bevor der Akku leer ist. Allerdings sollte man hier regelmäßig Pausen einlegen, um die Pumpen nicht zu überhitzen.
Während man bei anderen Luftpumpen hierzulande den Druck in bar angibt, spricht man im Zusammenhang mit SUP-Boards von PSI (Pounds per Square Inch). SUP-Pumpen bieten jedoch häufig die Funktion an, die Anzeige von PSI auf bar zu wechseln, wodurch es leichter fällt, die Pumpe für andere Gegenstände zu verwenden, für die der benötigte Druck in bar und nicht PSI angegeben ist.
In der Regel erreichen die zweistufigen elektrischen Luftpumpen einen Druck von 15 bis 20 PSI (etwa 1,0 bis 1,38 bar). Wie viel tatsächlich benötigt wird, hängt vom Anwendungszweck ab. Die meisten SUP-Boards sind mit 15 PSI ausreichend befüllt. Den gewünschten Luftdruck stellt man bequem per Display und Funktionstasten ein. Wird der zuvor gewählte Wert erreicht, stoppen die Pumpen automatisch. Das klappt auch beim Absaugen der Luft, um das SUP zusammenzupacken. Dann allerdings muss man den Schlauchanschluss am Gerät tauschen und das Ventil vom Board öffnen.
Zwar reichen auch einstufige Luftpumpen, um etwa Luftmatratzen und Schlauchboote zu befüllen, bei SUP-Boards mit einem höheren empfohlenen Druck von 15 bis 20 PSI (1,38 bar) kommen aber günstige Modelle schnell an ihre Grenzen. Im Ergebnis dauert das Aufpumpen im besten Fall deutlich länger oder man muss gar zusätzlich noch mit der Handpumpe nachhelfen.
Speziell für SUP-Boards beworbene einstufige Hochdruckpumpen wie Outdoormaster The Dolphin schaffen die in der Regel erforderlichen 15 PSI problemlos. Man muss hier aber genau auf die Herstellerangaben achten. Die mit den 18-Volt-Akkus des Herstellers betriebene, elektrische Luftpumpe von Bosch ist etwa prima für Badespielzeug und Quick-up-Pool geeignet, für SUPs fehlt es aber an Leistung. Ähnlich sieht es mit den günstigen Pumpen ab etwa 25 Euro aus – diese eignen sich im besten Fall für die Vorarbeit am SUP. Für den für die Stabilität benötigten Druck muss man dann allerdings per Handpumpe sorgen.
Alle sechs Testgeräte arbeiten mit einer zweistufigen Hochdruckpumpe. Die erste Stufe dient zum Befüllen mit großer Luftmenge. Hier liegt der maximale Luftdurchsatz bei bis zu 350 Litern Luft pro Minute. Sind Board oder Boot dann einigermaßen aufgefüllt, startet die zweite Stufe. Diese fördert zwar weniger Luft, schafft es aber, den benötigten hohen Druck zu erzeugen.
Sowohl für die Tests der Akku-SUP-Pumpen als auch in der Praxis pumpen wir unser Board mit 14,5 PSI auf – in der Vergangenheit haben wir damit gute Erfahrungen gemacht, auch wenn die Empfehlung bei 15 PSI liegt. Diesen Druck schaffen alle getesteten elektronischen Pumpen problemlos. Stufe Eins ist bei den Pumpen nur die ersten zwei, drei Minuten aktiv. Den größten Teil der Zeit sind die Geräte dann damit beschäftigt, den benötigten hohen Druck aufzubauen.
Zwar gibt es auch Boards mit weniger empfohlenem Druck, in der Regel werden aber 15 PSI benötigt. Allerdings sollte man genau hinsehen. Hochwertige SUP-Boards benötigen teilweise sogar 20 PSI. Alle Geräte in unserem Testfeld schaffen bis zu 20 PSI. Markengeräte von Airbank oder Topump schaffen problemlos mehrere Boards in Folge. Günstigen Pumpen sollte man nach spätestens 15 bis 20 Minuten eine Pause gönnen, um Schäden durch Hitzeentwicklung zu vermeiden.
Bei Schlauchbooten ist der benötigte Druck mit 2 bis 4 PSI um einiges geringer, allerdings wird deutlich mehr Luftvolumen benötigt. Hier ist es deshalb genau umgekehrt und den größten Teil der Zeit laufen die Pumpen auf Stufe Eins. Lediglich am Ende wird kurzer Druck aufgebaut.
Kommen wir zum unangenehmen Teil, der leider sehr hohen Lautstärke der elektrischen Pumpen. Zwar gibt es auch hier Unterschiede, wirklich leise ist aber keine der Luftpumpen. Was am ruhigen Seeufer nur unschön ist, sorgt am Baggersee und auf dem Campingplatz schnell für böse Blicke. Während die elektrischen Luftpumpen in Stufe Eins noch moderat wie ein lauter Ventilator klingen, machen sie in Stufe Zwei richtig Krach und erreichen Werte zwischen 80 und 95 dB. Zum besseren Verständnis: Ein Schallpegel ab 85 dB kann das menschliche Gehör bereits nachhaltig schädigen. Schallwellen ab 95 dB sind für den Menschen auf Dauer fast unerträglich, was wir so bestätigen können.
Am wenigsten schlimm empfinden wir die Geräuschentwicklung bei AGT, Einhell Pressito und der Topump TPS300. Hier haben wir kein schlechtes Gewissen, unser SUP am Rande des Badestrandes zu befüllen. Das ist aber nicht immer so.
Die mit großem Abstand unangenehmste und lauteste Pumpe im Testfeld ist die Airbank Whale Shark Pro. In geschlossenen Räumen ist die Lautstärke nur mit Gehörschutz auszuhalten. Aber auch im Freien macht man sich mit dieser Pumpe keine Freunde. Wer am See oder auf dem Campingplatz nicht zur Persona non grata erklärt werden will, sollte diese Pumpe nur zu Hause verwenden.