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07.04.2026
18:22 Uhr
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Der Toyota RAV4, einer der Pioniere des SUV-Segments, geht in die sechste Generation. Er setzt konsequent auf Hybridtechnik mit elektrifizierter Hinterachse.

Der bis heute anhaltende und weiter wachsende Erfolg der Bauform „SUV“ in Europa geht ganz entscheidend auch auf Toyotas Beitrag zurück. Als einer der ersten Hersteller brachten die Japaner mit dem RAV4 1994 ein Auto an den Start, das nicht der ursprünglichen Definition folgend von einem Nutz-Geländewagen abgeleitet wurde, sondern in seiner ganzen Substanz ein hoher Pkw auf großen Rädern war. Wie fast kein anderer Hersteller – eine der wenigen Ausnahmen war der frühreif-kühne Versuch mit dem Talbot-Matra-Rancho bereits Ende der 70er – hat sich auch Toyota damals noch nicht getraut, ein solches Auto ohne Allradantrieb anzubieten. Heute ist Frontantrieb die Regel bei fast allen SUV. Den Kunden freut der geringere Kaufpreis.
Doch trotz der Forderungen nach gesetzeskonformen Flottenverbräuchen ist Toyota sowohl der Baureihe als auch dem Angebot eines Allradantriebs treu geblieben und so verwundert es nicht, dass der RAV4 mittlerweile in sechster Generation mit Hybridantrieb fährt. Die Elektrifizierung schließt den Kreis zum Allradantrieb mit modernen Mitteln: Seine Hinterachse wird bei Bedarf elektrisch angetrieben. Die für den Hybridantrieb ohnehin nötige Elektrifizierung spart Verteilergetriebe, Kupplung (oder Differenzial) und Kardanantrieb ein. Der Allradantrieb ist damit kein Verbrauchsnachteil mehr. Erstmals wird der Plug-in-Hybrid auch als Fronttriebler erhältlich sein. Bei allen PHEV-Versionen steigen die elektrischen Reichweiten. Eine batterieelektrische Version, wie 2012 homöopathisch dosiert in den USA gesehen, ist indes nicht vorgesehen.
Toyota
Der Hybridantrieb nutzt einen 2,5-Liter-Ottomotor, der immer 105 kW leistet, in den Hybridmodellen mit 221 Nm Drehmoment, für die PHEV-Versionen aber mit 227 Nm angegeben ist – ein im Alltag wohl kaum spürbarer Unterschied. Im Hybrid mit Frontantrieb leistet die E-Maschine 100 kW, die Systemleistung beträgt maximal 136 kW. Im Allrad-Hybrid kommt ein 40 kW leistender E-Motor an der Hinterachse dazu, die Systemleistung steigt auf 143 kW. Der Verbrauch wird mit 4,9 bis 5,2, für das Allradmodell mit 5,3 bis 5,7 Litern auf 100 km angegeben.
Beim Plug-in-Hybrid leistet die E-Maschine 151,4 kW, was eine Systemleistung von 200 kW ermöglicht. Als Allrad-PHEV bekommt der RAV4 die gleiche E-Hinterachse mit 40 kW wie mit einfachem Hybridantrieb und liefert dann eine Systemleistung von 227 kW. Der gewichtete Verbrauch liegt bei 1,3 bis 1,8 respektive 1,3 bis 1,6 Litern. Mit leerem Akku sind es mit 5,2 bis 5,6 oder 5,3 bis 5,8 nicht deutlich mehr als bei den Hybridmodellen ohne elektrische Reichweite – nicht selbstverständlich in einer Welt, in der Hybridantriebe meist aus konventionellen abgeleitet sind, was den Verbrauch nach oben treibt.