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01.06.2026
16:00 Uhr
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Modularer AC-Speicher bis 17,28 kWh, mit offener Home-Assistant-Anbindung – aber ohne PV-Eingänge und auf den AB3000X-Akku festgelegt.

Seine technische Laufbahn begann 2007 mit der Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei Pro Sieben. Seitdem ist er als Systemadministrator in der IT-Branche tätig. Als technikaffiner Experte liegt sein Fokus auf den Bereichen Photovoltaik, Smart-Home, E-Autos, Batteriespeicher sowie Drohnen/FPV. Er analysiert und beschäftigt sich intensiv mit neuen Produkten und Entwicklungen in diesen Zukunftsmärkten.
Modularer AC-Speicher bis 17,28 kWh, mit offener Home-Assistant-Anbindung – aber ohne PV-Eingänge und auf den AB3000X-Akku festgelegt.
Der Zendure Solarflow 2400 AC ist ein AC-gekoppelter Speicher. Er wird also nicht zwischen Solarmodule und Wechselrichter gesetzt, sondern arbeitet auf der Wechselstromseite des Hausnetzes. Damit richtet er sich vor allem an Nutzer, die bereits eine größere PV-Anlage oder ein größeres Balkonkraftwerk respektive mehrere verteilte Mikrowechselrichter-Systeme betreiben und nachträglich einen Speicher ergänzen möchten.
Das Prinzip ist einfach: Ein Smart Meter misst am Netzanschlusspunkt, ob gerade Strom eingespeist oder aus dem Netz bezogen wird. Bei Überschuss lädt der Speicher, bei Netzbezug gibt er Energie ins Hausnetz ab. Die vorhandene PV-Anlage muss dafür nicht umgebaut werden. Module, Wechselrichter und deren Verkabelung bleiben unverändert.
Genau darin liegt der Unterschied zu klassischen Balkonkraftwerk-Speichern. Diese sitzen oft auf der DC-Seite, also zwischen Solarmodulen und Mikrowechselrichter. Sie können Solarstrom speichern, bevor er durch den Wechselrichter läuft. Der Solarflow 2400 AC greift dagegen erst nach dem Wechselrichter ein. Das ist für bestehende Anlagen bequem, kann bei kleinen Balkonkraftwerken aber ein Nachteil sein.
Ist ein Mikrowechselrichter auf 800 Watt begrenzt, kommt auch nur diese Leistung auf der AC-Seite an. Eine darüber hinausgehende Mehrleistung – etwa 2000 Wp durch vier 500-Wp-Module an einem 800-Watt-Mikrowechselrichter – kann der Solarflow 2400 AC nicht nutzen, weil sie bereits am Mikrowechselrichter auf 800 Watt abgeregelt wird. Für diese einfachen 800- bis 2000-Watt-Balkonkraftwerke ist ein DC-gekoppelter Speicher daher oft naheliegender, wie der Zendure Solarflow 800 Plus oder Zendure Solarflow 800 Pro. Für größere PV-Anlagen, mehrere Mikrowechselrichter oder dynamische Stromtarife ist der AC-Ansatz des Solarflow 2400 AC dagegen praktischer.
Zendure gibt für den Solarflow 2400 AC eine bidirektionale AC-Leistung von bis zu 2400 Watt an. Das ist mehr als bei vielen einfachen Balkonkraftwerk-Speichern und macht sich vor allem bei größeren Überschüssen bemerkbar. Wenn mittags viel PV-Überschuss produziert wird, kann der Speicher schneller laden. Beim Entladen kann er nicht nur die Grundlast, sondern auch größere Verbraucher teilweise abdecken. Zendure bietet den Speicher mit bis zu sechs AB3000X-Akkus an; die Kapazität reicht dadurch von 2,88 bis 17,28 kWh.
Die hohe Leistung sollte man aber nicht mit normalem Plug-and-Play-Betrieb verwechseln. Zendure nennt zwar bis zu 2400 Watt Ausgangsleistung, weist aber zugleich darauf hin, dass dafür eine fachgerechte Installation nötig ist. Die Standard-Ausgangsleistung liegt bei 800 Watt und kann erhöht werden. Für den Betrieb mit 2400 Watt muss das Gerät an einem eigenen Stromkreis ohne weitere Verbraucher und über einen separaten Leitungsschutzschalter abgesichert werden.
In der Praxis heißt das: Wer nur kleine Leistungen zur Grundlastdeckung nutzt, bewegt sich mit 800 Watt im unkritischen Bereich. Wer dauerhaft hohe Leistungen bis 2400 Watt verwenden möchte, sollte Leitung, Steckverbindung, Absicherung und Anmeldung fachgerecht vom Elektriker prüfen und ggf. nachrüsten lassen. Technisch kann das System viel, elektrisch muss die Installation aber dazu passen.
Der Solarflow 2400 AC arbeitet mit der AB3000X-Batterie. Ein Modul bietet 2,88 kWh Kapazität, bis zu sechs Module ergeben 17,28 kWh. Diese basieren auf LiFePO₄-Zellen, sind IP65-geschützt und verfügen über eine Selbstheizfunktion für kalte Umgebungen.
Die Erweiterbarkeit ist eine Stärke des Systems. Mit einem Akku startet man bei 2,88 kWh, später lässt sich die Kapazität stufenweise ausbauen. Das ist flexibler als bei Speichern mit fest eingebautem Akku.
Die Kehrseite: Der Solarflow 2400 AC ist auf die AB3000X festgelegt. Ältere Zendure-Akkus wie AB1000, AB1000S, AB1000X, AB2000, AB2000S und AB2000X lassen sich laut Zendure nicht weiterverwenden. Die ausschließliche Nutzung der spezifischen AB3000X-Akkus ist nicht zwingend ein Nachteil, und andere Hersteller bieten oft auch nur einen passenden Akkutyp bei stapelbaren Systemen wie z. B. dem Marstek Venus D.
Zendure verweist zudem auf SiC-Leistungselektronik in Kombination mit einem 48-Volt-Batteriesystem. Die Idee dahinter: Siliziumkarbid-Halbleiter können effizienter schalten als klassische Siliziumbauteile, und eine höhere Batteriespannung reduziert bei gleicher Leistung die Stromstärke. Dadurch sinken Leitungs- und Wandlungsverluste. Im Alltag entscheidet aber nicht nur die Hardware über den Wirkungsgrad. Wichtig sind auch Ladeleistung, Entladeleistung, Eigenverbrauch, Regelung und Standby-Zeiten.
Der mechanische Aufbau ist einfach. Bei mehreren Akkus werden die Batterien übereinander gestapelt, die Steuereinheit sitzt darüber. Die Stapelbauweise ist praktisch, erfordert aber eine saubere Montage. Zendure weist in der App ausdrücklich darauf hin, dass der Solarflow 2400 AC und die Batteriemodule exakt ausgerichtet sein müssen. Schon eine schräge oder versetzte Platzierung kann die Kontaktfläche der internen Anschlüsse verringern und damit Leistung sowie Langzeitstabilität beeinträchtigen. Positiv ist, dass die App diesen Punkt nicht versteckt, sondern nach der Montage aktiv abfragt. Nutzer sollten den Hinweis ernst nehmen und die Module zusätzlich mit dem vorgesehenen Haltebügel samt M4-Schrauben sichern. Danach wird das System mit dem beiliegenden Schuko-Kabel mit dem Stromnetz verbunden und in der Zendure-App eingerichtet.
Die Einrichtung in der Zendure-App gelingt unkompliziert. Der Speicher wird eingebunden, mit dem passenden Smart Meter verknüpft und anschließend über das HEMS geregelt. Der Speicher arbeitet nicht nur als einzelnes Gerät, sondern wird in Zendures Energiemanagement eingebunden.
Entscheidend ist der Smart Meter. Ohne Messung am Netzanschlusspunkt weiß ein AC-Speicher nicht, ob gerade Überschuss oder Netzbezug vorliegt. Zendure nennt unter anderem den eigenen D0-Zähler, den 3CT-Zähler und kompatible Messlösungen wie den Shelly Pro 3EM. Erkennt der Smart Meter Einspeisung, aktiviert der Solarflow 2400 AC das Laden; erkennt er Netzbezug, wird entsprechend entladen.
Ein wichtiger Punkt ist die Saldierung. Der Solarflow 2400 AC speist einphasig ein. Moderne Stromzähler verrechnen aber Bezug und Einspeisung über alle drei Phasen. Deshalb kann ein einphasiger Speicher rechnerisch auch den Verbrauch auf den anderen beiden Phasen ausgleichen. Physikalisch fließt der Strom vom Speicher zwar nicht auf allen Phasen gleichzeitig in das Hausnetz, für die Stromabrechnung zählt aber nur der saldierte Wert am Netzanschlusspunkt.
Positiv fällt der Mehrspeicherbetrieb auf. Werden mehrere Solarflow-Speicher über Zendures HEMS gemeinsam eingebunden, arbeiten sie nicht als unabhängige Einzelgeräte gegeneinander, sondern werden zentral koordiniert. Im Test schaukelten sich zwei Speicher an einem Smart-Meter-System dadurch nicht gegenseitig auf, sondern teilten sich die Überschussladung sowie das Entladen passend zum jeweiligen Ladezustand auf. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen AC-Speichern: Reagieren mehrere Geräte jeweils eigenständig auf denselben Smart-Meter-Wert, werden sie sich in kürzester Zeit gegenseitig zum Laden und Entladen anregen oder ständig nachregeln. Zendure löst dieses Problem im eigenen Ökosystem deutlich sauberer, und man ist nicht auf einen einzigen Speicher begrenzt.
Für die Nulleinspeisung ist nicht nur wichtig, dass ein Smart Meter vorhanden ist. Entscheidend ist auch, wie schnell und wie genau der Speicher auf dessen Messwerte reagiert. Zendure bewirbt den D0-Zähler und den 3CT-Zähler mit 1-Watt-Präzision und 3 Sekunden Reaktionszeit. Das klingt nach einer sehr genauen Regelung, bedeutet in der Praxis aber nicht, dass der Stromzähler dauerhaft exakt 0 Watt anzeigt.
Ein AC-gekoppelter Speicher arbeitet immer mit einer gewissen Verzögerung. Das Smart Meter misst den Netzfluss, übermittelt den Wert an das Energiemanagement, und der Speicher passt seine Lade- oder Entladeleistung an. Schaltet sich im Haus ein größerer Verbraucher ein oder aus, braucht das System einen kurzen Moment, bis es nachgeregelt hat.
Hinzu kommt, dass eine zu aggressive Regelung Nachteile hätte. Würde der Speicher bei jeder kleinen Laständerung sofort versuchen, exakt auf 0 Watt zu springen, könnte das System anfangen zu pendeln: Es würde kurz einspeisen, dann nachregeln, anschließend wieder Netzbezug erkennen und erneut gegensteuern. Solche schnellen Wechsel belasten Relais und Leistungselektronik und führen nicht unbedingt zu einem besseren Ergebnis am Zähler, sondern verschleißen die Leistungselektronik unnötig schnell.
Deshalb arbeiten solche Systeme in der Praxis meist mit einem kleinen Sicherheitsbereich. Statt dauerhaft exakt 0 Watt anzustreben, wird ein kleiner Offset zugelassen. Je nach Messgerät, Kommunikationsweg und Algorithmus kann das eine geringe Resteinspeisung oder ein kleiner Netzbezug sein. Erfahrungswerte mit AC-gekoppelten Speichern zeigen häufig Zielbereiche im zweistelligen Wattbereich. Das ist technisch sinnvoll, weil der Speicher dadurch ruhiger arbeitet und nicht wegen jeder kleinen Schwankung nachregelt oder zwischen Laden und Entladen umschalten muss.
Für die Bewertung ist das wichtig: Der Eigenverbrauchsmodus bedeutet bei solchen Systemen nicht automatisch Nulleinspeisung, also dass am Zähler über den ganzen Tag hinweg eine perfekte Nulllinie steht. Entscheidend ist, ob der Speicher größere Überschüsse zuverlässig lädt und Netzbezug im Alltag deutlich reduziert. Kleine Abweichungen von 30 bis 50 Watt sind bei Smart-Meter-geregelten AC-Speichern kein ungewöhnliches Verhalten, sondern eher Teil der Regelstrategie. Bei sehr kleinen Überschüssen unterhalb von rund 50 Watt sollte man ebenfalls nicht erwarten, dass der Speicher diese immer vollständig und sofort einfängt. In diesem Bereich sind Messrauschen, Kommunikationslatenz und Mindestleistung der Leistungselektronik im Verhältnis zur verfügbaren Energie bereits sehr relevant.
In unserem Test hat das Regelverhalten im Zusammenspiel mit dem Zendure D0-Zähler und einem Shelly Pro 3EM zuverlässig und mit kurzer Reaktionszeit funktioniert, ist aber nicht mit einer fest verdrahteten Echtzeitregelung wie bei größeren dreiphasigen Heimspeichern zu verwechseln. Wer im Alltag auf die App oder den Smart-Meter-Verlauf schaut, wird deshalb immer wieder kurze Ausschläge in Richtung Netzbezug oder Einspeisung im Bereich weniger Watt sehen. Problematisch wäre das erst, wenn der Speicher dauerhaft deutlich neben dem Ziel arbeitet oder größere Überschüsse trotz freier Akkukapazität nicht aufnimmt.
Die Zendure-App dient zur Einrichtung, Leistungsbegrenzung und Auswahl der Betriebsmodi. Im Eigenverbrauchsmodus lädt der Speicher bei PV-Überschuss und entlädt bei Netzbezug. Zusätzlich bewirbt Zendure sein Energiemanagement Zenki. Es soll unter anderem Verbrauch, Wetterdaten, Strompreise und Batteriestand berücksichtigen.
Für Haushalte mit dynamischem Stromtarif kann der Solarflow 2400 AC interessant sein. Zendure nennt inzwischen mehr als 840 unterstützte europäische Energieversorger und bietet unter dem Namen „ZenWave“ seit kurzem auch einen eigenen dynamischen Stromtarif an. Der Speicher lädt dann nicht nur mit PV-Überschuss, sondern kann auch gezielt günstigen Netzstrom aufnehmen und später in teureren Stunden wieder abgeben. Wirtschaftlich lohnt sich das aber nur, wenn der Preisunterschied groß genug ist. Bei einem gemessenen AC-Roundtrip von rund 86 % gehen etwa 14 % der geladenen Energie im Zyklus verloren. Diese Wandlungsverluste müssen durch die Preisdifferenz im dynamischen Stromtarif überkompensiert werden. Eine stark verkürzte Amortisation ist dadurch derzeit kaum zu erwarten. Die Ersparnis bewegt sich im Bereich von einigen Cent pro Tag bzw. ein paar Euro über das gesamte Jahr. Bei geringen Preisunterschieden kann die Degradation durch zusätzliche Ladezyklen den Vorteil sogar weitgehend aufzehren. In unserem Alltagstest wurde der Akku per Home Assistant gesteuert oder im HEMS-Eigenverbrauchsmodus und ohne dynamischen Stromtarif oder Zenki betrieben, mit PV-Überschuss geladen und überwiegend im empfohlenen SoC-Fenster von 10 bis 90 % betrieben. Gelegentlich lädt das System dennoch selbstständig auf 100 %. Das ist bei LiFePO₄-Akkus sinnvoll, weil das Balancing vor allem nahe der Vollladung stattfindet.
Positiv fällt die MQTT-Anbindung auf. Im Home Assistant erscheinen nicht nur Basiswerte wie Akkustand, Lade- und Entladeleistung, Temperaturen, Zellspannungen, Betriebszustand und Restlaufzeit, sondern auch zahlreiche Einstellmöglichkeiten. So lassen sich unter anderem Lade- und Entladegrenzen, Mindest-SoC, Ziel-SoC, Betriebsmodus, Rückspeiseverhalten und Smart-Modus steuern. Die Integration liefert damit eine ungewöhnlich umfangreiche Übersicht über den Speicher und erlaubt deutlich mehr als nur eine einfache Statusanzeige.
Für Nutzer, die ihren Speicher nicht nur in der Hersteller-App beobachten möchten, ist das ein echter Pluspunkt. Gerade im Zusammenspiel mit weiteren Sensoren, Smart Metern oder Automationen lässt sich der Solarflow 2400 AC dadurch in ein eigenes Energiemanagement einbinden.
Technisch muss man dabei mehrere Ebenen unterscheiden. Im einfachsten Fall läuft der Solarflow 2400 AC vollständig über die Zendure-App und das herstellereigene HEMS. Die App koppelt den Speicher mit einem Smart Meter, etwa Zendure Smart Meter 3CT, D0-Zähler oder Shelly Pro 3EM, und Zendures eigene Logik setzt daraus je nach Betriebsmodi die passende Lade- und Entladeleistung. Für reine App-Nutzer ist das bequem, weil der Speicher ohne eigene Automatisierungen arbeitet.
Für Home Assistant gibt es die Zendure-HA-Integration als Custom Component, die per HACS installiert wird und nicht offiziell in Home Assistant integriert ist. Für die Erstanmeldung des Geräts ist weiterhin ein Zendure-Konto erforderlich; die laufende Kommunikation läuft jedoch bei aktiviertem lokalen MQTT-Broker im eigenen Netzwerk. Die Integration bindet die Geräte als Entitäten ein und stellt je nach Modell Werte wie SoC, Batterieleistung, AC-Leistung, Lade- und Entladegrenzen, Temperaturen, Betriebszustände und Energiezähler bereit. Bei neueren Geräten kommt zunehmend das Zen SDK als technischer Unterbau hinzu. Zendure beschreibt Zen SDK als lokale Steuerungsmethode mit Echtzeitstatus, Event-Streams, Remote-Funktionen, offenen APIs und der Integration von Drittanbieter-MQTT-Clients einschließlich Home Assistant. Je nach Gerät und bereitgestellten Entitäten lassen sich Ladeleistung, Entladeleistung, SoC-Grenzen oder Betriebsmodi setzen. Damit kann Home Assistant selbst zum Regler werden. Ein typisches Szenario ist die lokale Nulleinspeisung: Home Assistant liest den aktuellen Netzfluss etwa über einen Shelly Pro 3EM und setzt daraus laufend das passende Lade- oder Entladelimit des Speichers.
Beim Solarflow 2400 AC und weiteren neueren Solarflow-Geräten ist außerdem ein lokaler MQTT-Broker möglich. Dabei wird in der Zendure-App bei jedem Gerät der MQTT-Broker im lokalen Netzwerk eingetragen, typischerweise Mosquitto in Home Assistant, ioBroker, openHAB oder Node-RED. Danach sendet das Gerät seine Daten lokal an MQTT und kann darüber auch Steuerbefehle empfangen. Die Zendure-App bleibt für Ersteinrichtung, Firmware-Updates, Gerätemanagement und Grundkonfiguration relevant, muss aber nicht zwingend dauerhaft die eigentliche Regelung übernehmen.
Wichtig: HEMS und Home Assistant sollten nicht gleichzeitig dieselben Stellgrößen regeln. Wenn Zendures HEMS den Speicher anhand des Smart Meters steuert, sollte Home Assistant nicht parallel dauerhaft Werte wie inputLimit oder outputLimit überschreiben. Zwei unabhängige Regelungen können sonst gegeneinander arbeiten.
Für versierte Smart-Home-Nutzer sind diese Steuerungsmöglichkeiten ein klarer Pluspunkt. Der Solarflow 2400 AC ist dadurch zwar nicht vollständig cloudfrei und auch nicht komplett unabhängig von der Zendure-App, aber deutlich flexibler nutzbar als die Speichersysteme vieler anderer Hersteller. Wer es einfach haben möchte, nutzt die Zendure-App und HEMS. Wer tiefer einsteigen möchte, bekommt mit MQTT, Zen SDK und der Home Assistant Integration eine Plattform, die nicht nur Monitoring, sondern eine Steuerung nach individuellen Wünschen ermöglicht.
Der Solarflow 2400 AC besitzt eine Off-Grid-Steckdose. Darüber lassen sich bei Stromausfall einzelne Verbraucher direkt versorgen. Zendure nennt 2400 Watt Off-Grid-Leistung und 3600 Watt Spitzenleistung für bis zu 10 Sekunden. Für Kühlschrank, Gefriertruhe, Ladegeräte oder kleinere Haushaltsgeräte ist das ein praktischer Zusatz. Eine vollwertige Hausnotstromlösung ersetzt die Steckdose aber nicht. Bei Stromausfall wird nur versorgt, was direkt an der Off-Grid-Steckdose hängt. Die angegebene USV-Umschaltzeit liegt je nach Quelle zwischen 10 und 20 Millisekunden, was in unserem Test für empfindliche IT-Geräte wie ein Synology NAS, einen Switch und einen TP-Link-Router problemlos ausgereicht hat.
Für die Kapazitäts- und Wirkungsgradmessung wurden drei Smart Plugs gleichzeitig eingesetzt: ein Shelly Plug S Gen3, eine Zigbee-Smart-Steckdose und ein Tasmota-Refoss-P11. Ausgewertet wurde jeweils die Differenz der Energiezähler vor und nach dem Test.
Gemessen wurden drei Szenarien. Zuerst wurde die AB3000X von 100 auf 5 % mit rund 1000 Watt entladen. Danach wurde sie von 5 auf 100 % mit rund 2000 Watt geladen. Anschließend folgte eine zweite Entladung von 100 auf 5 % mit rund 200 Watt. Diese niedrige Last entspricht eher dem typischen Nachtbetrieb, wenn ein Speicher über viele Stunden die Grundlast deckt.
Die AB3000X hat 2,88 kWh Nennkapazität. Da der Test bei 5 % Restkapazität endete, standen rechnerisch 95 % zur Verfügung. Das entspricht 2,736 kWh.
Beim Entladen mit rund 1000 Watt wurden folgende Werte gemessen:
Der Mittelwert von 2,69 kWh entspricht 93,4 % der nominellen Akkukapazität. Bezogen auf das genutzte Fenster von 100 bis 5 % sind es 98,3 % des rechnerisch verfügbaren Bereichs. Die drei Messgeräte lagen nah genug beieinander, um die Ergebnisse als plausibel zu bewerten.
Beim Entladen mit rund 200 Watt fiel die nutzbare Energie kaum geringer aus:
Der Unterschied zum 1000-Watt-Test beträgt im Mittel nur 0,04 kWh. Damit verliert der Akku bei niedriger Entladeleistung kaum nutzbare Kapazität. Für die Praxis ist das wichtig, weil viele Haushalte ihren Speicher nachts nicht mit hoher Leistung, sondern über viele Stunden mit kleiner Last entladen.
Für das Laden von 5 auf 100 % mit rund 2000 Watt wurden im Mittel 3,08 kWh benötigt: