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27.04.2026
11:58 Uhr
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Eine ganze Nacht hatte die obdachlose- und drogenabhängige Frau mit dem Mann verbracht, dann setzte er sie in den Zug – ohne das versprochene Honorar. Vor dem Amtsgericht in Laufen musste er sich wegen Betrugs verantworten.

Ein BDSM-Zimmer, ein „Sklavenvertrag“ und eine Frau in Frischhaltefolie: Ein pikanter Prozess hat das Amtsgericht im oberbayerischen Laufen beschäftigt. Dort musste sich ein Mann aus Traunstein wegen Betrugs verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, einer Frau 5000 Euro für sexuelle Leistungen versprochen, aber nur 20 Euro davon bezahlt zu haben.
Nach Angaben der Ermittler hatte er die obdachlose-, alkohol- und drogenabhängige Frau im März 2025 vom Bahnhof in Salzburg abgeholt und dann in sein Elternhaus gefahren, wo der junge Mann sich in einem ehemaligen Stall ein Zimmer für BDSM-Praktiken eingerichtet hatte.
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Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei dort einen „Sklavenvertrag“, der mit den Namen des Angeklagten und der Frau unterzeichnet worden war. Zwölf Stunden sollen die beiden miteinander verbracht haben, dabei ging es laut Polizei auch darum, dass die Frau sich in Frischhaltefolie einwickeln lässt. Nach den zwölf Stunden und einer gemeinsam verbrachten Nacht fuhr er sie den Angaben zufolge wieder zurück zum Bahnhof und gab ihr 20 Euro.
Der Mann selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen gegen ihn. Und weil auch die Frau, die als Zeugin geladen war, nicht zu dem Termin erschien, sah sich das Gericht nicht in der Lage, die Vorwürfe aufzuklären. Die Frau hatte sich in ihrer Aussage bei der Polizei widersprüchlich geäußert, außerdem war nicht klar, wie der Kontakt zwischen den beiden zustande kam, ob tatsächlich 5000 Euro versprochen wurden – und wenn ja, von wem.
Denn ungeklärt blieb auch, ob womöglich ein Dritter als Vermittler zwischen den beiden im Spiel war, bevor sie sich trafen. Das Gericht stellte das Betrugsverfahren darum gegen Geldauflage ein. Der Angeklagte muss nun 1000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.
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