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17.06.2026
13:03 Uhr
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Der Umgang der einst vom Judenhass verseuchten Wagner-Festspiele mit dem Juden Michel Friedman lässt tief blicken in die Seele dieses Landes: Und hier, auf dem Grünen Hügel, wollen sich Stars und Politiker dann bald im Kreis drehen, als wär’ nix?

Winifred Wagner begrüßt Adolf Hitler bei seinem Eintreffen in Bayreuth vor dem Festspielhaus anlässlich der Bayreuther Festspiele 1939. Scherl/SZ Photo
Als Adolf Hitler nach seinem gescheiterten Putsch 1923 in der Festung Landsberg inhaftiert war, erreichten ihn dort wichtige Pakete. Darin befanden sich große Mengen Schreibpapier, Federn, Bleistifte und Tinte – alles, was der Häftling so brauchte, um sein Buch „Mein Kampf“ zu verfassen.
Michel Friedman sollte zum Auftakt der 150. Bayreuther Festspiele über Antisemitismus, Richard Wagner und Aufarbeitung sprechen. Die Veranstaltung wurde wegen „Sicherheitsbedenken“ abgesagt. Was hätte er zu sagen gehabt – und was sagt er nun?
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