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09.07.2026
11:40 Uhr
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100 Millionen Tonträger hat sie in ihrer langen Karriere verkauft, wurde zum Member of the Order of the British Empire ernannt – doch rauschhaft leicht war Bonnie Tylers Erfolg nie. Nachruf auf eine, die nicht aufgehört hat zu schuften.

Bonnie Tyler im Jahr 2025. Daniel Attia/Funke Foto Services/IMAGO
Skewen in den Fünfzigerjahren, das ist ein – natürlich: reizendes – Kaff in Wales. Der Bergbau hat hier einmal eine Rolle gespielt. Dann spielt der Industrie-Niedergang bald die noch größere Rolle. Es gibt die Ruinen eines Klosters, stiller werdende Zechen, ein paar Tavernen, wenige Tausend Einwohner und einen Rugby-Club. Der Vater von Bonnie Tyler ist Bergarbeiter, die Mutter Opernfan, sie hat fünf Geschwister und die Vorstellung, man könne auch oder gerade an diesem Ort alles werden, was man sich vorstellen kann. Imagination: Das ist das eine. Etwas werden zu wollen: Das ist das andere. Dazwischen: etwas aus Bergwerk und Oper.
Wer das neue und 25. Album der „Rolling Stones“ hört, wird Zeuge seines eigenen Älterwerdens. Obwohl die Band eigentlich wirklich keine neue Platte hätte aufnehmen sollen, klingt „Foreign Tongues“ ganz gut.
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