SZ 02.10.2026
09:12 Uhr

(+) Debatte: Warum der Mensch den Zucker liebt


Die Zuckersteuer ist vorerst gescheitert. Was zu der Frage führt: Müsste man in der Diskussion über die süße Droge politisch nicht an völlig anderer Stelle ansetzen?

(+) Debatte: Warum der Mensch den Zucker liebt

Dieser kleine Text über das Süße muss mit einer Anekdote beginnen. Auf die Frage, wie sie es geschafft habe, ihre sieben Kindern in den Sechziger- und Siebzigerjahren zum Gemüseessen zu bringen (man selbst war gerade wieder mit einer Karotte am Kleinkindmund gescheitert), antwortete die erfahrene Mutter, Oma und Uroma ohne Umschweife: „Na, ordentlich Zucker in den Spinat gerührt.“ In den Ohren all der Eltern, die ihre Kinder in den vergangenen 20 Jahren auf die Welt gebracht und damit angefangen haben, sie nach bestem Wissen und Gewissen großzuziehen, dürfte diese Antwort wie ein Sakrileg des modernen Parenting klingen. Denn eines der wichtigsten Ziele während der ersten Lebensjahre eines neuen Menschen lautet für dessen Eltern: Haltet den Zucker raus!

Wer sich früher Zucker leisten konnte, konnte sich dafür nicht leisten, die Zähne zu zeigen: zu schwarz und kaputt. Ein Problem für den eitlen Adel – bis eine Pariser Malerin das Bleaching mit dem Pinsel erfand.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: