SZ 06.10.2026
14:28 Uhr

(+) Ex-Präsident festgenommen: Das ist ein richtig großer Skandal. Aber nicht der erste beim BND


Der Auslandsgeheimdienst will mehr Freiheiten bei der Wahl seiner Mittel. Angesichts des Falls August Hanning muss man sagen: Mehr Kontrolle wäre angezeigt.

(+) Ex-Präsident festgenommen: Das ist ein richtig großer Skandal. Aber nicht der erste beim BND
Da darf eigentlich nichts raus: im Besucherzentrum des BND in Berlin.
Michael Kappeler/dpa

Neulich, auf dem Fest zur deutschen Einheit in Bremen, gab es neben einer Ländermeile, auf der sich die Bundesländer mit Rievkooche, Äppelwoi und Dinnede kulinarisch in Szene setzten, auch die Blaulichtmeile. Dort warben das Bundeskriminalamt, die Polizei, der Zoll und sonstige Recht-und-Ordnung-Behörden um Sympathien, und auch um Nachwuchs. Ganz vorn dabei: der Bundesnachrichtendienst (BND). Dem mangelt es an Spionen. Also heischte er mit fetter 007-Limousine um Aufmerksamkeit und köderte das Publikum ansonsten mit Badelatschen, Kaffeetassen und Anstecknadeln mit Geheimdienst-Logo. Die Nachfrage, so kann man es Medienberichten entnehmen, sei „bombastisch“ gewesen.

Der frühere BND-Präsident soll noch Jahre nach seinem Ausscheiden geheime Informationen aus der Behörde erhalten und möglicherweise verkauft haben – an fremde Mächte? Es wäre einer der ganz großen Spionagefälle der Bundesrepublik.

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