Ein Sommer der Angst? Nichts, aber auch gar nichts, deutet hier darauf hin, am Oberen Stadtplatz im niederbayerischen Deggendorf. Die Leute flanieren, gehen einkaufen, sitzen in den vielen Cafés, die Bimmelbahn bimmelt auf ihrer Rundfahrt vorbei. „Sommer der Angst“, so überschrieb die AfD im Landtag neulich eine von ihr angesetzte Debatte. Da ging es um Straftaten, um „Kriminelle aus aller Herren Länder“ und eine „verfehlte Migrationspolitik“ aus den „wirren Hirnen links-grüner Vaterlandsverächter“. Tenor quasi: Man könne heutzutage als Deutscher kaum noch das Haus verlassen.
