SZ 06.07.2026
16:14 Uhr

(+) Fußball-WM 2026: „Trump verhält sich höchst unamerikanisch“


Für den Philosophen Gunter Gebauer ist das Eingreifen des US-Präsidenten in den Turnierverlauf der Fußball-WM eine beispiellose moralische Grenzüberschreitung. Ein Krisengespräch.

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Gianni Infantino und Donald Trump beim Finale der Fifa-Klub-WM 2025 zwischen Chelsea und Paris Saint-Germain. IMAGO

Dienstagmorgen um zwei Uhr deutscher Ortszeit spielt bei der Fußball-WM die Mannschaft von Gastgeber USA gegen Belgien um den Einzug ins Viertelfinale. Voraussichtlich in der Startaufstellung stehen wird der Stürmer Folarin Balogun – obwohl er im letzten Spiel eine rote Karte gesehen hat. Darauf folgt immer mindestens ein Spiel Sperre. Es sei denn, der Präsident des Heimatlandes legt beim Fifa-Präsidenten ein gutes Wort ein. So ist es jetzt mutmaßlich geschehen, die Fifa setzte Baloguns Sperre nach einem Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino „zur Bewährung aus“ – und die Fußballwelt droht endgültig vom Glauben an dieses Turnier abzufallen. Der Philosoph und Sportsoziologe Gunter Gebauer weiß, warum diese Form der Willkür besonders schmerzt: Denn der Fußball war eine der letzten Sphären, wo die Wahrheit noch wirklich etwas zählte.

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