SZ 13.08.2026
12:32 Uhr

(+) Gesundheitspolitik: „Eine Idiotie“: Die Homöopathie-Blamage des Landtags


Im Auftrag des Freistaats untersuchte die Technische Universität München für fast 700 000 Euro die Wirkung von Globuli bei Infektionen. Die Studie geriet zum Desaster, Kritiker sind fassungslos.

(+) Gesundheitspolitik: „Eine Idiotie“: Die Homöopathie-Blamage des Landtags
Homöopathische Präparate sind überaus beliebt, auch wenn sie keinen nachweisbaren Nutzen haben. Deshalb sollen sie nun aus dem Katalog der freiwilligen Leistungen gesetzlicher Kassen ausgeschlossen werden. IMAGO/Shotshop

Nun liegt es endlich vor, das große Werk. Fast sieben Jahre lang hat es gedauert, bis das bayerische Gesundheitsministerium am 29. Juni Vollzug melden konnte: Die vom Landtag 2019 in Auftrag gegebene Homöopathiestudie ist abgeschlossen. So schreibt es die zuständige Ministerin Judith Gerlach (CSU) in einem dreiseitigen Bericht an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Herausgekommen ist bei der Untersuchung, was zu erwarten war: nichts. Jedenfalls konnte die Studie Gerlach zufolge keinen Nachweis erbringen, dass „die prophylaktische Gabe von homöopathischen Arzneimitteln der Gabe eines Placebos überlegen war“.

Das Universitätsklinikum in Augsburg soll neu gebaut werden. Bis das so weit ist, müssen sie im desolaten Altbau den medizinischen Spitzenbetrieb irgendwie am Laufen halten.

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