SZ 31.05.2026
13:56 Uhr

(+) Glosse: Das Streiflicht: Die FDP macht es richtig: Trau keinem unter 70!


Wolfgang Kubicki, 74, ist neuer Chef. Die Liberalen wollen das Alte mithilfe des Alten zu etwas Neuem machen.  Das ist der Weg. Im Folgenden einige weitere Personalvorschläge.

(+) Glosse: Das Streiflicht: Die FDP macht es richtig: Trau keinem unter 70!
Der neue FDP-Chef: Wolfgang Kubicki ist für die FDP ungefähr so etwas wie Uli Hoeneß für den FC Bayern. Von Hoeneß allerdings nimmt niemand an, dass er den FC Bayern erneuern könnte. Friedrich Bungert

(SZ) Es ist unzweifelhaft, dass der Brenner auch in Zukunft gebraucht wird. Wie sollten die Münchner sonst an den Gardasee kommen, der ein gutes Beispiel dafür ist, wie man fremdes Territorium mithilfe von Zweitwohnungen friedlich übernehmen kann? Dieser Gedanke führt schnell zur FDP, die an diesem Wochenende eine ähnlich große Aufmerksamkeit genoss wie der von Eingeborenen bestreikte Brennerpass. Die FDP war schon vieles, unter anderem auch die Partei der privat versicherten Zweitwohnungsbesitzer. Heute wird sie eher ex negativo definiert: Man bräuchte, heißt es, eine liberale Partei in Deutschland, aber eine, die anders ist als die FDP. Der dann doch irgendwie schlappe Protest am Brenner führt dagegen nicht zu der Erkenntnis, dass man einen sechsspurigen Alpenübergang bräuchte, der anders als der Brenner wäre. Der Brenner also wird weiterhin als Brenner gebraucht. Die FDP als FDP eher nicht.

Der Citroën 2CV kehrt zurück und könnte uns in unsere alte hedonistische Welt zurückfahren. Aber es gibt einen Wermutstropfen im Rotweinglas.

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