Drei türkische Soldaten marschieren voran und tragen den Kranz. Hendrik Wüst, im dunklen Anzug, geht gemessenen Schrittes hinterher. Erst geradeaus, über einen 262 Meter langen gepflasterten Weg, den Skulpturen und beeindruckend regungslose Soldaten flankieren. Dann über einen zugigen Platz und hinein in die Ehrenhalle. Die Soldaten legen den Kranz vor dem Sarkophag nieder, Wüst zupft kurz daran herum und verbeugt sich. Solch ein Besuch des sogenannten Anıtkabir, des Mausoleums von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, ist Pflichtprogramm für Staatsgäste in Ankara. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident kam am Montag in der türkischen Hauptstadt an, an diesem Mittwoch wird er von Istanbul aus zurückfliegen.
