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04.08.2026
15:48 Uhr
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Wokeness-Kritiker schimpfen, Altphilologinnen vermissen Erotik, und Action-Fans feiern: Wie lange kein Film mehr bewegt Christopher Nolans „Odyssee“ die Gemüter. Ein unvollständiger Debatten-Überblick.

Sie wartet 20 Jahre lang treu auf ihren Ehemann: Odysseusʼ Frau Penelope (Anne Hathaway). Melinda Sue Gordon/Universal
Fraglich, ob die knutschenden Teenager im Münchner Mathäser-Filmpalast sich bewusst sind, dass sie da gerade ein fast 3000 Jahre altes Menschheitsepos auf der riesigen Leinwand verpassen. Fraglich auch, ob die Altphilologin Emily Wilson recht hat, wenn sie die Dialoge im Film für grauenhaft befindet. Und die Frage, ob man die „Odyssee“ von Christopher Nolan wirklich nur im Imax-Kino genießen kann, ist zwar interessant, aber vor allem deshalb, weil es keine Kinos in Deutschland gibt, die den Film genau so zeigen können, wie Nolan sich das wünscht.
Christopher Nolan zeigt seinen Helden in „Die Odyssee“ geschunden, abgründig und mit austrainierten Schulterpartien. Kann es sein, dass hier ein fast schon episches Missverständnis vorliegt?
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