SZ 05.06.2026
01:48 Uhr

(+) „Maybrit Illner“: Eine Fernsehbühne für Putin-Propaganda


Maybrit Illner will ausloten, ob die Europäer jetzt endlich die Chance haben, auf Frieden in der Ukraine hinzuwirken. Doch dann lässt sie den 97-jährigen Klaus von Dohnanyi widerlegten Unsinn erzählen.

(+) „Maybrit Illner“: Eine Fernsehbühne für Putin-Propaganda
Per Video eingeblendet: Klaus von Dohnanyi (re.) in der Runde bei „Maybritt Illner“. Svea Pietschmann/ZDF

Eines muss man Maybrit Illner lassen: Beweisführung kann sie. Am Donnerstagabend funktionierte das so: Sie ließ Klaus von Dohnanyi in ihrer Sendung auftreten, einen 97 Jahre alten früheren SPD-Bürgermeister aus Hamburg, dessen politische Karriere schon in den 1990er-Jahren vorbei war, und der zu Russland ungefähr so argumentiert wie Sahra Wagenknecht. Ihn ließ Illner Wladimir Putins Aggression gegen die Ukraine als vom Westen mitverursacht darstellen und zeigte dem ZDF-Publikum damit einmal wieder, wie die russische Propaganda noch immer den deutschen Diskurs vergiftet.

Braucht eigentlich jemand noch die FDP? Bei „Markus Lanz“ geraten Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Karl Lauterbach über die Krise der Liberalen aneinander.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: