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16.04.2026
09:28 Uhr
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Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus erteilt einer privaten Initiative die Erlaubnis für die Bergung und den Transport des Tieres.

Der gestrandete Buckelwal liegt in einer Bucht vor der Ostseeinsel Poel. Bernd Wüstneck/dpa
Der bei Wismar gestrandete Buckelwal soll nun doch gerettet werden. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister erlaubt den Rettungsversuch einer privaten Initiative für das unter dem Namen „Timmy“ bekannt gewordene Tier. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Wals und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor, sagte Till Backhaus (SPD) während einer Pressekonferenz in Schwerin.
Die Behörden hätten das entsprechende Konzept geprüft und ihm zugestimmt. „Das nun vorliegende Konzept setzt auf einen minimalinvasiven Ansatz“, teilte das Ministerium mit. Zunächst soll das Tier um die Brustflossen herum, die Flipper, frei gespült werden, um es dann mit pneumatischen Hebekissen anzuheben. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Der Einsatz werde „durchgehend veterinärmedizinisch begleitet“.
Die Maßnahmen sollen zügig starten, bild.de meldet, dass die Bergungstaucher vor Ort eingetroffen sind und den Einsatz besprechen. Die Verantwortung liege bei den Initiatoren. „Wir dulden dieses Vorhaben“, sagte Backhaus. Bei den Initiatoren handelt es sich laut Backhaus unter anderem um den Mediamarkt-Gründer Walter Gunz. Die Initiatoren würden in Kürze weitere Details mitteilen.
Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der Ostseeinsel Poel. Bislang hatten Experten erklärt, dem Buckelwal könne nicht sinnvoll geholfen werden, und es sei das Beste, ihn in Ruhe und Würde sterben zu lassen. Das Tier war bereits mehrfach gestrandet. Ein Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (Itaw) kam zu dem Ergebnis, dass die Überlebensaussichten des Tieres sehr gering seien „und Eingriffe grundsätzlich mit erheblichen Risiken für das Tier verbunden sein können“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.
„Die Prognose bleibt kritisch“, sagte Backhaus. Aber eine Überlebenschance könne nicht vollständig ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund hält er es für vertretbar, diesem Versuch zuzustimmen. „Das Gutachten bleibt maßgeblich und beschreibt die sehr kritische Lage des Tieres. Unsere bisherige Bewertung war vor diesem Hintergrund richtig“, so Backhaus. „Die jetzige Entscheidung ist keine Abkehr davon, sondern eine verantwortungsvolle Neubewertung auf Basis neuer fachlicher Möglichkeiten.“
In einem am Samstag veröffentlichten Interview hatte Backhaus noch gesagt, internationale Wissenschaftler hätten empfohlen, den Wal in Ruhe zu lassen. „Der ist im Todeskampf.“
Tierschutzaktivist Robert Marc Lehmann hat dem gestrandeten Wal die Hand aufgelegt und anderen Helfern Unfähigkeit vorgeworfen – und damit die Stimmung womöglich noch mehr angeheizt. Nun ist er aus der Öffentlichkeit verschwunden.
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