|
08.10.2026
14:30 Uhr
|
Im Prozess um den ermordeten Fabian bestätigt ein Gutachter der Angeklagten Gina H. psychopathische Persönlichkeitsanteile. Ihre Angst vor dem Verlassenwerden sei für sie „existenzbedrohend“. Aber ist das ein Motiv für einen Mord?

Auf dem Tisch vor Peter Keiper stapeln sich Ordner und Aktenbände, daneben steht ein Kaffeebecher, den er kein einziges Mal anrühren wird. Knapp eine Stunde lang wird der psychiatrisch-forensische Sachverständige sein Gutachten verlesen. Es soll klären, ob Gina H., die Angeklagte im Mordfall Fabian, zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Ob eine psychiatrische Erkrankung, eine seelische Störung oder eine Intelligenzminderung sie in Wahrnehmung und Tateinsicht beeinträchtigt hat. Und ob sie zukünftig ähnliche Verbrechen begehen könnte, wie jenes, das ihr vorgeworfen wird.
Im „Fabian-Prozess“ dreht sich alles darum, ob die Angeklagte überhaupt in der Lage sein könnte, ein Kind zu ermorden mit sechs Messerstichen. Jetzt gibt sie das erste Mal selbst Antworten, monoton, stockend, leise. Es bleibt die Frage: Wer ist diese Frau?
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: