Wenn Jürgen Berger eine Premiere besuchte, dachte man immer, er käme gerade frisch von einer Bergtour, so gut durchblutet wirkte er mit seinen rosigen Wangen, seinem strammen Körper, seinem strahlenden Blick. So pumperlgsund. Er hatte etwas von einem alemannischen Naturbuschen, dabei war er doch ganz und gar ein Kulturbursche, ausgestattet mit einer unbändigen Leidenschaft für Theater und Literatur, aber auch für fremde Länder und Menschen, für alles, was das Leben an Kulturen und Kultur zu bieten hat. Er kam vom Kaiserstuhl und hatte in Heidelberg seine Basis, aber zu Hause war er in der weiten Welt. Vor allem Lateinamerika und Südostasien bereiste er regelmäßig, und er schrieb darüber, recherchierte dort, gab Workshops und entwickelte Doku-Theaterprojekte.
