SZ 18.09.2026
12:39 Uhr

(+) Ölrouten: Wie die Huthi die globale Energieversorgung bedrohen


Die islamistische Miliz aus Jemen kontrolliert die Wasserstraße zwischen Rotem und Arabischem Meer. Sie schadet damit dem Erdölexporteur Saudi-Arabien – und gefährdet den Schiffsverkehr zwischen Europa und Asien.

(+) Ölrouten: Wie die Huthi die globale Energieversorgung bedrohen
Bewaffnete Kämpfer der jemenitischen Huthi-Miliz.
Foto: Mohammed Huwais/AFP

Die proiranische Huthi-Miliz kontrolliert seit vergangener Woche eine der wichtigsten Wasserstraßen weltweit, die Meerenge Bab al-Mandab, auf Deutsch „Tor der Tränen“. Diese verbindet das Rote Meer mit dem Arabischen Meer, durch sie gelangen Schiffe vom Mittelmeer in den Indischen Ozean. Die jemenitische Islamisten-Miliz kann also mit einer Blockade den Verkehr auf der wichtigsten Seeroute zwischen Europa und Asien unterbrechen oder Öltanker aus dem saudischen Hafen Yanbu zum langen Umweg nach Asien über den Suezkanal, das Mittelmeer und das Kap der Guten Hoffnung zwingen.

Iran greift seit Monaten US-Stützpunkte und andere Ziele in den Golfstaaten an – sieht die Nachbarn aber nicht als Feinde. Offenbar hofft das Regime sogar darauf, die Beziehungen durch die Attacken zu verbessern.

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