SZ 24.08.2026
15:46 Uhr

(+) Psychologie: Was werden wohl die anderen denken?


Menschen schämen sich stark für eigene Fehler, finden die der anderen aber nicht so schlimm. Das haben Studien immer wieder gezeigt. Doch nun meinen zwei Psychologen: In Wahrheit sei es ganz anders.

(+) Psychologie: Was werden wohl die anderen denken?
Den Menschen ist wichtig, was die anderen von ihnen halten - im Alltag und bei wissenschaftlichen Studien. CSA Images; Getty Images/Getty Images

Es war einmal ein Frosch, dem eine Eichel auf den Kopf fiel. Der Aufprall bereitete dem Tier Schmerzen und schlechte Laune. Frage: Wie wütend ist der Frosch auf die dumme Eichel? Antwort: Das getroffene Tier reagiert längst nicht so wütend, wie die Eichel befürchtet hatte. Diese hatte sich (mal wieder) unnötige Sorgen über die Reaktionen ihrer Mitgeschöpfe gemacht, wie eigentlich fast immer, wenn ihr etwas Blödes passiert. Stimmt, hier handelt es sich um ein hinreichend beknacktes Szenario, wie soll sich eine Eichel sorgen und ein Frosch wütend werden? Aber in dieser Szene steckt eine Antwort auf eine größere Frage: nämlich jene, ob die unzähligen psychologischen Studien über die angeblich übertriebenen Sorgen über die Reaktionen von Mitmenschen auf Verfehlungen und Missgeschicke etwas taugen oder an einem methodischen Grundfehler kranken.

Viele Menschen halten Falschnachrichten für allgegenwärtig – was einfach nicht stimmt: Auch übertriebenes Misstrauen führt in die Irre. Wer dafür besonders anfällig ist.

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