SZ 09.06.2026
09:45 Uhr

(+) Ski-Olympiasieger Braathen im Interview: „Die finanzielle Lage in unserem Sport sieht katastrophal aus“


Der für Brasilien startende Ski-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen spricht über Ideen der Athleten für eine bessere Vermarktung, den Adrenalin-Faktor – und die Enttäuschung über Fis-Präsident Johan Eliasch.

(+) Ski-Olympiasieger Braathen im Interview: „Die finanzielle Lage in unserem Sport sieht katastrophal aus“
„Ich sage als Athlet: Nutzt uns! Lasst uns zusammenarbeiten, lasst uns das Produkt erweitern“: Lucas Pinheiro Braathen, Gewinner des Riesenslalom-Gesamtweltcups. Italy Photo Press/Imago

Für das Wort „Disruptor“ gibt es im Deutschen keine griffige Übersetzung, vielleicht lässt sich der Begriff anhand der Karriere von Lucas Pinheiro Braathen erklären: Der Skirennfahrer, Sohn eines Norwegers und einer Brasilianerin, hat zwei Weltcup-Kristallkugeln gewonnen und bei den Olympischen Winterspielen im Januar die erste Ski-Goldmedaille für Brasilien erobert. Für das Heimatland seiner Mutter tritt er seit 2024 an, in einem selbst gegründeten Team. Braathen, 26, hat bewiesen, dass man Erfolg auch außerhalb der klassischen Nationalverbände haben kann – und er will, dass der Skisport sich mutiger einer neuen Zielgruppe öffnet. Dafür ist aus seiner Sicht eine neue Ausrichtung vonnöten, auch im Skiweltverband Fis.

Der Ski-Weltverband Fis war lange gesund und profitabel. Unter dem umstrittenen Geschäftsmann Johan Eliasch als Präsident verbucht er jetzt einen Millionenverlust. Nun zeigen Dokumente, wie es dazu kommen konnte. Bei der Wahl am Donnerstag geht es um alles.

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