SZ 19.07.2026
11:58 Uhr

(+) WM-Bilanz: Wer sich wirklich für Fußball interessiert, traut Infantinos Fifa jetzt alles zu


Für Beobachter ohne große Vorerfahrung mag dieses XXL-Turnier „big fun“ gewesen sein. Doch es steht zu befürchten, dass der Fußball mit dieser WM endgültig zum reinen Unterhaltungsprodukt geworden ist.

(+) WM-Bilanz: Wer sich wirklich für Fußball interessiert, traut Infantinos Fifa jetzt alles zu
Man grinst und versteht sich: Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump haben bei dieser WM dafür gesorgt, dass auf beispiellose Art in den Wettbewerb eingegriffen wurde. Evan Vucci/AP/dpa

Wie war sie denn nun, diese erste Fußball-WM mit 48 Mannschaften? Wegweisend, bahnbrechend, menschheitsverändernd, wie es die Fifa in ihren WM-Aussendungen ständig behauptete, in denen kein Superlativ zu abgegriffen war? Das Fazit hängt wohl davon ab, was man sich von einem Fußballturnier erwartet. Je weniger beim Publikum der Fußball als solcher im Mittelpunkt stand, desto toller wurde die WM – sie war ein gigantisches, fünfeinhalbwöchiges Unterhaltungsspektakel. Oder, wie man die Amerikaner häufig schwärmen hörte, denen zum Teil nicht ganz klar zu sein schien, was der Name der Veranstaltung und was der Name des Veranstalters war: „Fifa is big fun!“

Nirgendwo außerhalb Ecuadors leben mehr Ecuadorianer als in New York. Sie glauben an einen Sieg gegen Deutschland und fürchten Donald Trumps Abschiebepolizei. Ein Besuch.

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