|
26.06.2026
15:24 Uhr
|
Nein, die Historiker müssen wegen der digital zugänglichen NSDAP-Karteien gewiss nicht bei null anfangen. Doch das große Schweigen, jenes in den Familien, könnte nun endgültig aufgebrochen werden.

Collage: Felix Hunger; imago-images
Die Faschisten waren immer die anderen. Der erste israelische Korrespondent in Deutschland, Amos Elon, durfte 1965 den Geschichtsunterricht einer ostdeutschen Schule besuchen. Als er fragte, was aus den Juden der kleinen sächsischen Stadt geworden sei, antworten die Schüler, die Faschisten hätten sie ermordet. „Wer waren diese Faschisten?“, fragte Elon, „Deutsche? Spanier? Kamen sie vom Mond? Waren Leute aus dieser Stadt dabei?“ Den Schülern war kein Name bekannt.
Zwischen 1925 und 1945 traten mehr als zehn Millionen Menschen der NSDAP bei – viele aus Überzeugung, manche, weil der Druck zu groß wurde. Hier finden Sie heraus, ob Ihre Verwandten dazuzählten.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: