SZ 14.09.2026
19:14 Uhr

Gespräche mit Unicredit: Was sich der Bund für die Commerzbank-Übernahme wünscht


Plötzlich reden sie doch: Lars Klingbeil hat sich mit Andrea Orcel getroffen, dem Chef der italienischen Großbank Unicredit. Die Bundesregierung stellt Forderungen – vor allem, was den Firmensitz und den Erhalt von Arbeitsplätzen angeht.

Gespräche mit Unicredit: Was sich der Bund für die Commerzbank-Übernahme wünscht

Lange hatte sich die Bundesregierung gesträubt, mit Unicredit-Chef Andrea Orcel über dessen Pläne zur Übernahme der Commerzbank auch nur zu reden – und sei es nur höflich und unverbindlich. Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil bezeichneten die Übernahmepläne stets als „feindlich“ und unerwünscht und verwiesen für alles Weitere an das Management der Commerzbank. Selbst als Anfang Juli klar wurde, dass die italienische Großbank knapp 50 Prozent an der Commerzbank hielt und Orcel die Absage aus Berlin damit faktisch ignoriert hatte, verwies die Bundesregierung weiterhin an die Konzernzentrale in Frankfurt.

Zwei Jahre kämpfte die Commerzbank gegen die Übernahme durch die italienische Unicredit, am Ende vergeblich. Aufsichtsratschef Jens Weidmann spricht über den Vorwurf, er sei zu leise gewesen und die Frage, ob er sich gegen einen Austausch von Vorstandschefin Orlopp stellt.

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