SZ 30.03.2026
15:48 Uhr

Gesundheit: Die Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung greifen zu kurz


Wichtige Veränderungen werden nicht angepackt, dabei sind Patienten in Deutschland schlechter versorgt als in vielen anderen Ländern Europas.

Gesundheit: Die Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung greifen zu kurz
Die medizinische Versorgung in Deutschland ist ausgesprochen teuer, doch oft mangelt es an der Nachsorge.  Robert Kneschke

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke! Auf 15 Milliarden Euro im Jahr 2027 schätzen Experten die Deckungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ohne Reform würde die Lücke bis zum Jahr 2030 auf 40 Milliarden Euro anwachsen. Das gut abgehangene Narrativ, um die Kostenexplosion zu erklären, geht so: Die Menschen werden älter, im Alter werden Menschen häufiger krank, zudem wird die Medizin – dank technischem Fortschritt – teurer. Die demografische Entwicklung mit mehr bedürftigen Alten und weniger jungen, gesunden Beitragszahlern verstärkt den Trend.

Die Bundesregierung will die Krankenkassen angesichts stark steigender Milliardenausgaben finanziell stabilisieren. An diesem Montag legt eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission erste Vorschläge für eine ...

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