Deutschland hat es gerade nicht leicht. Die Autoindustrie verliert rasant Marktanteile an China, dem Kanzler fehlt die Fortüne bei seinen Projekten, und die Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM früh rausgeflogen. Jetzt droht auch noch einer der letzten Wettbewerbsvorteile wertlos zu werden, Deutschland als Land der Frühaufsteher. Um 6.48 Uhr, so ergab es einst eine Forsa-Umfrage, beginnt der Werktag hierzulande im Durchschnitt, früher als sonstwo in der EU. Das half bei der Steigerung des Bruttosozialprodukts, trug aber auch im Urlaub dazu bei, die Konkurrenz aus Großbritannien oder den Niederlanden abzuschütteln, indem man sein Handtuch morgens als Erster auf der Liege am Pool ausbreitete.
