SZ 11.06.2026
16:09 Uhr

Initiative der KfW: Nach Feierabend noch schnell die Demokratie retten


Wer sich kommunalpolitisch engagiert, verschweigt das oft im Büro. Die Förderbank KfW will das ändern. An ihrem Programm beteiligen sich schon einige Unternehmen. Aber was ist mit AfD-Mitgliedern unter den Mitarbeitern?

Initiative der KfW: Nach Feierabend noch schnell die Demokratie retten
Die KfW fördert demokratisches Engagement ihrer Beschäftigten in der Kommunalpolitik - wie etwa in Frankfurt. Arnulf Hettrich/IMAGO/imagebroker

Kathrin Schmidt hat sich in den vergangenen Jahren lieber bedeckt gehalten. Nicht im Kreistag des Landkreises Gießen, nicht in der Stadtverordnetenversammlung, dort hat die CDU-Politikerin durchaus etwas zu sagen, wenn es um Verkehr geht, um Bauprojekte oder um Schulen. Aber am Arbeitsplatz, in der volkswirtschaftlichen Abteilung der bundeseigenen Förderbank KfW behielt sie es lieber für sich, dass sie neben ihrem Beruf auch noch in der Kommunalpolitik unterwegs ist. „Unter anderem aus Sorge, mein Arbeitgeber könnte den Eindruck gewinnen, ich würde meine Arbeit nicht ausreichend priorisieren“, sagt Schmidt. Dazu kam die Befürchtung, man könne ihr als Volkswirtin fehlende politische Neutralität unterstellen.

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