SZ 12.10.2026
17:46 Uhr

Nachruf: Biodiversitätsforscher Josef Settele ist tot


Der Biologe war einer der prominentesten Forscher weltweit, wenn es um die Artenkrise ging. Nun ist er unerwartet mit nur 65 Jahren gestorben. Über einen ungewöhnlichen Wissenschaftler.

Nachruf: Biodiversitätsforscher Josef Settele ist tot
Josef Settele im Jahr 2021 in seinem Büro im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle/Saale.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Es ist noch nicht so lange her, da dürften sehr viele Menschen beim Stichwort „Artenkrise“ nur ratlos an „irgendwas mit Eisbären“ gedacht haben. Wenn sich das zumindest bei einigen inzwischen geändert hat, dann ist das auch das Verdienst des Wissenschaftlers Josef Settele. Dass die biologische Vielfalt insgesamt durch menschliches Handeln in rasantem Tempo zurückgeht, dass häufige Arten selten werden und seltene verschwinden und dass diese immer größeren Löcher im Netz der Natur für uns alle zu einem gewaltigen Problem werden, wenn wir nicht gegensteuern: Kaum jemand hat darauf so unermüdlich hingewiesen wie Settele. In seiner wissenschaftlichen Arbeit, natürlich, aber auch in vielen Gremien. Und ganz besonders, wenn er an die Öffentlichkeit ging mit Vorträgen, Interviews oder wenn er seine Fachkenntnis in Debatten einbrachte.

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