SZ 04.06.2026
14:49 Uhr

Steuerhinterziehung: Die Ermittlungen sind für den Grünen-Chef zumindest peinlich


Felix Banaszak sagt, er habe „vergessen“, eine Abgabe in Berlin vorschriftsmäßig zu bezahlen. Vielleicht kann er trotzdem in seinem Amt sowie Abgeordneter bleiben. Vielleicht.

Steuerhinterziehung: Die Ermittlungen sind für den Grünen-Chef zumindest peinlich
Felix Banaszak, 36, seit November 2024 neben Franziska Brantner der Vorsitzende der Grünen. Marten Ronneburg/IMAGO/KreativMedia Press

Kann man  „vergessen“, Steuern ordnungsgemäß zu bezahlen? Bundestagsabgeordnete, sofern sie nicht in Berlin oder dem Umland daheim sind, unterhalten alle einen zweiten Wohnsitz dort. Die Vorschriften dazu gehören zum Basiswissen: Bis 2025 waren 15 Prozent der Kaltmiete als Zweitwohnsitzsteuer fällig, seither sind es 20 Prozent. Auch für den grünen Abgeordneten Felix Banaszak, einen der beiden Vorsitzenden seiner Partei, war es also kein Geheimnis, was man nach einem Umzug innerhalb Berlins zu tun hat: ihn dem Finanzamt zu melden. Eine schöne Pflicht, wenn die neue Miete niedriger ist; eine leidige, wenn sie höher ist.

Der Co-Vorsitzende der Grünen macht publik, dass er mehrere Jahre zu wenig Steuern gezahlt hat. Einen ähnlichen Vorfall gab es in der Partei schon vor einigen Jahren.

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