Giftige Schlangen, gefährliche Spinnen, menschenangreifende Haie: Aus Australien stammen oft die wildesten Tiergeschichten. Nun macht ein Possum Schlagzeilen. Im Hobart Flughafen im Bundesstaat Tasmanien hat ein stöbernder Passagier in einem Ausstellungsregal eines Souvenirshops ein lebendiges australisches Buschschwanz-Possum zwischen Plüschtieren entdeckt.
»Ein Passagier meldete dies einer der Mitarbeiterinnen im Dienst, die kaum glauben konnte, was sie da hörte«, teilte der Leiter des Flughafen-Einzelhandels, Liam Bloomfield, Medien mit. »Sie rief daraufhin die Leitung an und sagte: Wir haben ein Possum im Laden.«
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Eine Mitarbeiterin filmte das Possum mit ihrem Handy. Auf dem Video sieht man das Tier zwischen Känguru-Kuscheltieren hervorlugen. Im Regal um das Possum herum finden sich weitere einheimische Tierarten wie Bilbies (Beuteltiere mit langen, kaninchenartigen Ohren), Dingos (Australiens einheimische Hunde), und Tasmanische Teufel (eine Raubtierart).
Bloomfield wusste nicht, was das Possum an das Spielzeugregal gelockt hatte. »Ich stelle mir vor, es hat einige der Plüschtiere gesehen, die im Regal zum Verkauf standen, und beschlossen, sich dort einzunisten. Es wollte sich unter die anderen mischen.«
Wohl von der wachsenden Aufmerksamkeit verunsichert, verließ das Possum den Laden, konnte aber vom Flughafenpersonal unverletzt aus dem Flughafen gebracht werden.
Possums sind für Menschen in der Regel ungefährlich und gelten als nicht aggressiv. Sie sind scheu und versuchen eher zu fliehen oder sich totzustellen, als anzugreifen. Die Tiere sind so gut im Totstellen, dass es im US-amerikanischen Sprachgebrauch die Redewendung »play possum« gibt.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes war fälschlicherweise von einem Opossum die Rede, es handelt sich aber um ein Possum. Wir haben den Fehler korrigiert.
