SpOn 11.03.2026
12:01 Uhr

Australien: Katy Perry verliert gegen Katie Perry


Kann man Katy Perry mit Katie Perry verwechseln? Nein, befand nun ein Gericht in Australien. Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit, der bis zur höchsten gerichtlichen Instanz des Landes ging.

Australien: Katy Perry verliert gegen Katie Perry

US-Popstar Katy Perry hat eine Namensvetterin in Australien – allerdings schreibt sich diese mit »ie«: Katie Perry. Das wäre an sich nicht weiter problematisch – bloß: Katie Perry begnügt sich nicht mit einem Leben in der australischen Durchschnittlichkeit. Im Gegenteil: Sie besitzt eine mehr oder weniger bekannte Modelinie unter ihrem Namen. Das führte zu gewissen Komplikationen und schließlich auch zu Auseinandersetzungen vor Gericht.

Das Ganze zog sich über mehrere Instanzen und Jahre, nun hat Katy Perry den Rechtsstreit um Markenrechte verloren: Katie Perry darf unter ihrem Namen weiter Mode verkaufen, wie das höchste Gericht Australiens in einem Berufungsverfahren entschied.

Zuerst klagte Katie Perry, dann Katy Perry

Die australische Designerin hatte zunächst die US-Sängerin wegen einer Verletzung ihrer Markenrechte verklagt: Sie hatte die Marke »Katie Perry« nach eigenen Angaben schon für ihre Modefirma eintragen lassen, bevor die US-Sängerin zum Weltstar wurde.

Katy Perry beantragte daraufhin, die Markenrechte der australischen Designerin zu löschen: Katy Perry hatte nach eigenen Angaben schon erste Hits, als Katie Perry um 2008 herum mit dem Verkauf ihrer Mode begann.

In erster Instanz hatte ein australisches Gericht 2024 der Sängerin recht gegeben und eine Löschung der Markenrechte der Modefirma angeordnet. Im Berufungsverfahren gab der australische High Court nun aber der Designerin recht; seiner Einschätzung zufolge besteht keine Verwechslungsgefahr zwischen Katy Perry und Katie Perry.

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»Wir haben gewonnen«, schrieb Katie Perry dazu auf Instagram.  Ihr Sieg vor Gericht sei nicht nur für sie selbst ein Erfolg, sondern auch »ein Gewinn für kleine Unternehmen«. Sie habe vor fast 20 Jahren angefangen, »Kleidung unter dem Namen, mit dem ich geboren wurde – Katie Perry – zu entwerfen«. Anschließend habe sie einen »David-und-Goliath-Kampf« führen müssen, weil sie »einfach nur ein Modelabel unter meinem Namen aufbauen wollte«. Nach dem Prozess wolle sie jetzt wieder das tun, was sie liebe: Kleidung designen.

mkh/AFP