SpOn 09.09.2026
14:44 Uhr

Berlin: Stimmzettel falsch versandt – Behörden wollen 1400 Personen kontaktieren


In Berlin ist es offenbar mehrfach zu einem Fehler beim Versand der Briefwahlunterlagen gekommen. Teilweise passten die Zettel nicht zum Wahlkreis. Hunderte Menschen sollen nun erneut Post bekommen.

Berlin: Stimmzettel falsch versandt – Behörden wollen 1400 Personen kontaktieren

Beim Versenden von Briefwahlunterlagen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sind teilweise Stimmzettel eines anderen Wahlkreises versendet worden. Betroffen sind nach Angaben des Landeswahlamts Briefwahlunterlagen der Wahlkreise 3 und 4 mit dem Datum 24.8. oder 25.8. auf dem Wahlschein.

Bisher lägen sechs Meldungen vor, theoretisch könnten aber auch etwa 1400 Wahlberechtigte betroffen sein.

Landeswahlleiter Stephan Bröchler sagte, er nehme den Vorgang sehr ernst: »Menschliche Fehler sind bei keiner Wahl hundertprozentig auszuschließen. Jetzt geht es darum, den Fehler so gut wie möglich zu beheben.« Stimmen, die auf falschen Stimmzetteln abgegeben wurden, sind ungültig.

Landeswahlleiter Stephan Bröchler

Landeswahlleiter Stephan Bröchler

Foto: Elisa Schu / dpa

Um sicherzustellen, dass jede Person den richtigen Stimmzettel habe, werde das Bezirkswahlamt Charlottenburg-Wilmersdorf vorsorglich jene 1400 Wahlberechtigten anschreiben, die betroffen sein könnten und für die an den genannten Tagen Wahlscheine ausgestellt wurden.

Wegner nimmt Innensenatorin Spranger in die Pflicht

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner teilte mit, er gehe davon aus, dass Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und der Landeswahlleiter sicherstellten, dass die Wahl überall in Berlin reibungslos funktioniere – auch in Charlottenburg-Wilmersdorf. »Jede Berlinerin und jeder Berliner muss sich darauf verlassen können, dass Wahlen in Berlin sicher, fair und zugänglich ablaufen«, sagte der CDU-Politiker.

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Wer einen falschen Stimmzettel bekommen hat oder sich unsicher ist, kann sich nach Angaben des Landeswahlamts an das Wahlamt wenden und bekommt neue Briefwahlunterlagen. Der abgegebene Wahlschein werde damit ungültig.

Eine doppelte Stimmabgabe werde ausgeschlossen, und auch das Wahlgeheimnis bleibe gewahrt, hieß es vom Landeswahlamt. Der für den Wahlkreis richtige Stimmzettel könne online auf der Website  des Landeswahlleiters nachgeschaut werden.

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt – parallel zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

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fek/dpa