SpOn 31.07.2026
17:27 Uhr

CSD-Anschlag in Berlin: Warum der Attentäter den IS verehrte und was der IS heute ist? - Podcast


Abdul Ballout soll Kontakt zum IS gehabt haben – wie genau, bleibt nebulös. SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter erklärt, was von dem einstigen Terrorimperium übrig geblieben ist: eine grausame, gewalttätige Marke.

CSD-Anschlag in Berlin: Warum der Attentäter den IS verehrte und was der IS heute ist? - Podcast

Am Samstagabend raste Abdul Ballout mit einem Van gezielt in eine Menschenmenge im Berliner Tiergarten, einige seiner Opfer besuchten gerade den Christopher Street Day. Er tötete eine Frau aus Polen und verletzte mehr als 30 Menschen, manche von ihnen schwer.

Im Mai 2025 soll Ballout in den Libanon gereist sein, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mitteilte. Von dort, heißt es, wollte er weiter nach Syrien, um sich dem »Islamischen Staat« anzuschließen. Weit kam er nicht, bereits Ende Juli soll er von den libanesischen Behörden festgenommen und zu drei Monaten Haft verurteilt worden sein. Im vergangenen Januar stufte ihn das Berliner Landeskriminalamt als Gefährder ein, als jemanden, dem Anschläge zuzutrauen sind.

Schon 2025 hatte der IS in Syrien kaum noch etwas gemein mit der Terrormacht ein Jahrzehnt zuvor. Was ist der IS heute? Warum ist er mittlerweile mehr eine Marke als eine klassische Terrororganisation? Host Juan Moreno spricht mit SPIEGEL-Auslandsreporter Christoph Reuter, Autor von »Die schwarze Macht«.

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