Jetzt schickt Spanien Soldaten nach Ceuta. Binnen weniger Tage haben Zehntausende Migranten die spanische Exklave erreicht. Das spanische Innenmisterium sprach am Freitagvormittag von weit über 40.000 Menschen, die in die autonome Stadt gekommen sind, die meisten von ihnen innerhalb von 24 Stunden. Jetzt soll die Armee die örtliche Polizei unterstützen, erklärte das Ministerium.
Ceuta liegt in Nordafrika, grenzt an Marokko und bildet damit eine der wenigen Landgrenzen zwischen der EU und Afrika. Die Exklave ist seit Jahren Ziel von Menschen, die sich ein besseres Leben in Europa erhoffen. So auch in den vergangenen Tagen: Diese Videos zeigen die euphorische Ankunft Hunderter Menschen am Donnerstag. Einige gelangten über einen Grenzübergang im Süden nach Ceuta, viele schwammen durch das Meer. Mindestens 18 Menschen starben bei dem Versuch, die spanische Exklave zu erreichen.
Es ist die größte Zahl von Migranten, die jemals nach Ceuta gekommen sind. »Wir befinden uns in einer Situation des totalen humanitären und sozialen Notstands«, sagte Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas. Die Aufnahmezentren seien nicht mehr aufnahmefähig. Laut Innenministerium arbeiten Spanien und Marokko bereits daran, so bald wie möglich Maßnahmen zu ergreifen, um die illegal nach Ceuta Gekommenen nach Marokko zurückzubringen.