In Sachsen-Anhalt ist ein 27-jähriger Mann von Sicherheitsmitarbeitern der Bahn überwältigt und gefesselt worden, nachdem er mutmaßlich eine Zugbegleiterin angegriffen hatte. Das teilt die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mit . Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend im Zug von Halle nach Erfurt. Der Mann sei bei der Kontrolle unvermittelt auf die Zugbegleiterin losgegangen, hieß es von der Polizei, und habe unter anderem versucht, sie anzuspringen. Daraufhin seien die Sicherheitsleute eingeschritten, und es sei zu einem Gerangel gekommen.
Der Mann sei dann in Merseburg der Polizei übergeben worden. Er erhalte nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung, hieß es von der Polizei.
Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Mitarbeiter der Bahn. Besonders die tödliche Attacke auf einen Bahn-Mitarbeiter in Rheinland-Pfalz Anfang Februar sorgte für Entsetzen. Bei der Bahn gebe es inzwischen fünf Angriffe pro Tag, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erst kürzlich im Deutschlandfunk. Wo es regelmäßig zu solchen Angriffen komme, müsse der Staat die Beschäftigten besonders schützen – auch in anderen Berufsgruppen.
Das Bundeskabinett hat nun einen Gesetzentwurf beschlossen, der unter anderem Attacken auf Bus- und Zugpersonal härter bestrafen soll. Wer dieses angreift, soll künftig mindestens sechs Monate in Haft.
Seit Jahren werde die Stimmung in der Bahn aggressiver, sagt Zugchef René Bäselt: »Von Beleidigungen über Anspucken bis zu körperlichen Angriffen ist alles dabei.« Er wurde selbst schon angegriffen. Was ihm und seinen Kollegen helfen würde – und ob er noch ohne Angst einsteigen kann, lesen Sie hier .
