Was ist Deutschland spricht?
Deutschland spricht ist eine Initiative, die jedes Jahr Tausende Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten zu persönlichen Eins-zu-eins-Gesprächen zusammenbringt. Um teilzunehmen, beantworten Sie mehrere Ja-Nein-Fragen zu aktuellen Themen. Aus allen Angemeldeten bildet ein Algorithmus Gesprächspaare, die möglichst unterschiedlich geantwortet haben und möglichst nah beieinander wohnen.
Wer steckt hinter der Idee?
»Deutschland spricht« wurde 2017 von »Zeit Online« initiiert, mehr als 100.000 Menschen wurden seither in solche Gespräche gebracht. Aus der Idee ist später die internationale Plattform My Country Talks entstanden, mit der Medienpartner in vielen Ländern weltweit das Gesprächsformat umgesetzt haben.
In diesem Jahr ruft die »Zeit« gemeinsam mit einem großen Netzwerk aus regionalen und überregionalen Medienpartnern sowie Aktionspartnern zu »Deutschland spricht 2026« auf: Neben dem SPIEGEL sind unter anderem »Bild«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Handelsblatt«, »Lausitzer Rundschau«, »Märkische Oderzeitung«, »Mitteldeutsche Zeitung«, »Volksstimme« und »Weser-Kurier« sowie DB InfraGo dabei.
Was ist das Ziel eines solchen Gesprächs?
Jedes Deutschland-spricht-Gespräch ist eine Gelegenheit, die Welt durch die Augen eines anderen zu sehen, eine neue Perspektive kennenzulernen und über Unterschiede hinweg auch Verbindendes zu entdecken.
Hilft solch ein Gespräch gegen die zunehmende Polarisierung?
Es gibt darauf Hinweise. Eine Studie von Forschern der Universitäten Harvard und Stanford konnte zeigen, dass Gespräche im Deutschland-spricht-Format affektive Polarisierung reduzieren können – also die emotionale Distanz oder Abneigung gegenüber Menschen mit anderer politischer Meinung.
Auch die Erfahrungen aus früheren Ausgaben des Formats zeigen: Nach den Gesprächen waren rund 90 Prozent der Teilnehmenden mit ihrem Gespräch zufrieden und würden wieder teilnehmen.
Wie funktioniert »Deutschland spricht«?
Sie beantworten acht Ja-Nein-Fragen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und zusätzlich drei offene Fragen.
Anschließend geben Sie Ihren Namen, Ihr Alter, Geschlecht, Ihre Postleitzahl sowie Ihre E-Mail-Adresse ein.
Sie bestätigen Ihre Anmeldung per E-Mail.
Wir suchen eine Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner, der oder die anders denkt als Sie – und in Ihrer Region wohnt.
Wenn ein Gesprächspaar gefunden wurde, erhalten beide Personen eine E-Mail.
Wenn beide dem Treffen zustimmen, können Sie miteinander Kontakt aufnehmen.
Sie verabreden sich zu einem respektvollen Gespräch an einem öffentlichen Ort Ihrer Wahl, zum Beispiel einem Café auf halber Strecke.
Die Treffen finden in diesem Jahr am Sonntag, 30.8., 15 Uhr, statt. Sollte der Termin Ihnen nicht passen, können Sie auch eine andere Zeit vereinbaren. Planen Sie am besten etwa 60 bis 90 Minuten oder auf Wunsch gern auch länger ein.
Im Anschluss freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung, auf Wunsch auch über ein gemeinsames Foto oder einen Satz zu Ihrem Gespräch. Das ist freiwillig.
Wann erfahre ich, ob ich eine Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner gefunden habe?
Nach dem Ende der Anmeldephase bildet der Algorithmus am Freitag, 21. August, die Gesprächspaare. Wenn wir eine Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner für Sie gefunden haben, erhalten Sie eine automatische E-Mail mit der Einladung, Ihr Gespräch zu bestätigen.
Wenn beide zustimmen, erhalten Sie gegenseitig Ihre E-Mail-Adressen und können einen Treffpunkt vereinbaren.
Zusätzlich öffnen in diesem Jahr verschiedene Partner zentrale Deutschland-spricht-Gesprächsräume, in denen persönliche Eins-zu-eins-Gespräche als Teil eines größeren gemeinsamen Rahmens stattfinden können – zum Beispiel in Berlin, Bremen, Frankfurt am Main, Frankfurt (Oder) und Magdeburg und auch in Hamburg: Der SPIEGEL lädt 50 Paare zum Gespräch in die SPIEGEL-Kantine ein.
Nach dem Matching am 21. August erhalten Sie eine E-Mail mit weiteren Informationen dazu, wie Sie gemeinsam mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner Interesse an einem dieser Gesprächsräume bekunden können.
Muss ich mich auf das Gespräch vorbereiten?
Sie müssen nichts Besonderes vorbereiten. Hilfreich ist, offen und neugierig ins Gespräch zu gehen – und sich daran zu erinnern, dass es nicht ums Gewinnen einer Debatte geht. Wichtig ist: Das Gespräch soll freiwillig und respektvoll bleiben. Wenn Sie merken, dass Grenzen überschritten werden oder Sie sich unwohl fühlen, beenden Sie das Gespräch jederzeit.
Weitere Informationen zu Anmeldung, Ablauf und Datenschutz finden Sie auch hier .
Seien Sie dabei, wenn Deutschland spricht. Treffen Sie am 30. August jemanden, der anders denkt als Sie: Der SPIEGEL ist Teil einer bundesweiten Medieninitiative, die Menschen mit unterschiedlichen Ansichten in persönlichen Eins-zu-eins-Gesprächen zusammenbringt. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.
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