SpOn 30.09.2026
18:55 Uhr

Donald Trump: Diese KI-Bosse waren ihm beim »Super Intelligence Luncheon« besonders nah


Das Ergebnis der jüngsten KI-Runde in Washington ist mau. Doch US-Präsident Trump setzt auf Symbolik und starke Bilder. Das Schaulaufen der Tech-Elite in der Grafikanalyse.

Donald Trump: Diese KI-Bosse waren ihm beim »Super Intelligence Luncheon« besonders nah

Am Dienstag buhlten im Weißen Haus die wichtigsten KI-Firmenlenker um die Gunst von US-Präsident Donald Trump. Der servierte nach seinem »Super Intelligence Luncheon« lauwarme Vorschläge für eine freiwillige Selbstkontrolle der Branche.

Mitten in der Debatte über KI-Sicherheit und die Gefahren eines Kontrollverlusts hatte Trump die amerikanische Tech-Elite zu einer Runde im East Room des Weißen Hauses eingeladen. Wie bei dem US-Präsidenten üblich  ging es auch bei diesem Termin neben Inhalten um eine starke Symbolik – und um die entsprechenden Bilder.

Foto: Kent Nishimura / AFP

Die Aufnahmen zeigen: Nvidia-Chef Jensen Huang und Techunternehmer Elon Musk hatten die besten Plätze. Sie saßen unmittelbar neben dem Präsidenten. Meta-Chef Mark Zuckerberg, Googles Sundar Pichai und Amazon-Gründer Jeff Bezos wurden ebenfalls im direkten Umfeld des Präsidenten platziert.

Trump selbst veröffentlichte auf seinem Netzwerk Truth Social  die Sitzordnung des Treffens. So kann die ganze Welt nachvollziehen, wer dem Präsidenten besonders nahekommen darf.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr zum Thema

KI-Wettrennen mit China

Das Ergebnis des hochkarätig besetzten »Superintelligence Luncheon« dürfte mutmaßlich vielen der eingeladenen Firmenlenker gefallen: Die USA setzen bei KI weiter auf Selbstkontrolle der Branche statt strengere gesetzliche Vorschriften. Ein entsprechendes am Abend unterzeichnetes Abkommen sei »moralisch bindend«, sagte Trump.

Seine Ablehnung gegen gesetzliche KI-Vorschriften begründete Trump erneut damit, dass Gesetze ein Innovationshemmnis sein und die USA im KI-Wettrennen mit China zurückwerfen könnten. »Wir führen, und das wollen wir beibehalten«, so der 80-Jährige. Er kündigte zudem ein Dekret zur Umbenennung von künstlicher Intelligenz in »Superintelligenz« an. Seinen Mittagstermin hatte er bereits entsprechend benannt.

»Es gibt ein unglaubliches Gefühl in diesem Raum, ein Gefühl der Vaterlandsliebe«, sagte Trump vor Reportern , während er mit seinen Gästen an einem langen Tisch saß. »Diese Leute lieben unser Land und sie wollen das Richtige für unser Land tun, so viel kann ich Ihnen sagen«, so Trump weiter. Er bezeichnete die Manager außerdem als »die brillantesten Leute der Welt«.

Trump-Fragerunde nahe dem Weißen Haus: »Die brillantesten Leute der Welt«

Trump-Fragerunde nahe dem Weißen Haus: »Die brillantesten Leute der Welt«

Foto: Kevin Lamarque / REUTERS

Im Rahmen des Treffens zeigte sich die Runde auch vor einer Traube von Reportern vor dem Weißen Haus. Augenscheinlich hatte es für diesen Programmpunkt kein genau abgestimmtes Protokoll gegeben.

Bilder zeigen Trump, der mit Reportern spricht. Auch einige der Topmanager ergreifen das Wort, ziehen sich dann aber, wie offenbar Dario Amodei, wieder in die hinteren Reihen des CEO-Pulks zurück. Elon Musk tippte zeitweise auf seinem Smartphone.

Schaulaufen auch beim Staatsdinner mit Xi

Wenige Tage vor dem KI-Treffen am Dienstag hatte Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu einem Staatsdinner im Weißen Haus empfangen und ebenfalls zahlreiche führende Techmanager eingeladen.  Mit dabei waren etwa Altman, Musk, Huang, Zuckerberg, Su sowie der Apple-Vorstandsvorsitzende und Ex-CEO Tim Cook.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Google-Chef Sundar Pichai zeigte sich nach dem Treffen am Dienstag öffentlich begeistert. In einem Beitrag auf der Plattform X übernahm er direkt Trumps Namensgebung der »Super Intelligence«. Er teilte auch die neue Selbstverpflichtung mit den Unterschriften Trumps und zentraler Firmenbosse.

Für Spott im Netz sorgte dabei ein Tippfehler auf dem Dokument, der Trump als Präsident der »Unites States« (statt: »United States«) ausweist. Mit KI-Unterstützung, so bissige Kommentare, hätte sich ein solcher Flüchtigkeitsfehler leicht vermeiden lassen.

KI-Agenten haben offenbar weit mehr gehackt, als bisher bekannt, von Zehntausenden Vorfällen ist die Rede. Branchenkritiker Gary Marcus sagt, was er von den Konzernen erwartet – und warum deren Geschäftsmodell nicht aufgehen könnte. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Mit Material von AFP