Können Sie den US-Präsidenten hier verstehen? Nein? Geht auch schlecht. Denn wegen eines Medienboykotts ist er hier einfach nicht zu hören.
Und das alles, weil der US-Präsident vergangene Woche den Medienvertretern von CNN, MSNOW und Politico den Zugang zum Weißen Haus verwehrt hatte. Diese Einschränkung der Pressefreiheit rächt sich nun.
Denn CNN ist einer von fünf Sendern, die abwechselnd Bild- und Tonmaterial aus dem Weißen Haus für alle Medien bereitstellen. Am Montag wäre CNN dran gewesen für diesen Medienpool vor Ort zu sein, aber die Plätze blieben leer. Die vier anderen Sender, ABC, CBS, NBC und das Trump-nahe Fox News, einigten sich dann auf einen außergewöhnlichen, solidarischen Schritt: nämlich die CNN-Kollegen nicht zu ersetzen und nicht über die Eröffnung von Trumps neuem Hubschrauberlandeplatz zu berichten.
Die Medien, die vor Ort waren, hatten daher keinen Zugriff auf eine Tonspur. Denn das hätten sonst die CNN-Techniker geregelt.
Trump wird nicht müde, Medien, die kritisch über die US-Regierung berichten, pauschal als »Fake News« zu diffamieren. Der Ausschluss von CNN, MSNOW und Politico ist nur ein weiterer Tiefpunkt in seiner Auseinandersetzung mit der freien Presse. Die ausgeschlossenen Medien klagen nun gegen die Trump-Entscheidung.