Washington, D.C.
So erlebten Journalisten den Anschlagsversuch in Washington
Humeyra Pamuk, Reuters
»Es war ein unglaublicher Moment der Verwirrung und des Schocks. Die Menschen blieben unter den Tischen liegen und versuchten einfach, Schutz zu suchen. Gleichzeitig versuchten sie zu begreifen, was genau vor sich ging. Es war das ereignisreichste Korrespondentendinner im Weißen Haus, an dem ich je teilgenommen habe. Ich bin mir sicher, es geht allen so.«
Bo Erickson, Reuters
»Meine Reuters‑Kollegen und ich saßen sehr nah an der Bühne. Man hörte das Klirren von Besteck, Gläser zerbrachen. Und es wirkte fast so, als gäbe es einen Ansturm auf den Tisch des Präsidenten. Ich war vielleicht 30 Meter von Präsident Trump entfernt – und sah, wie Agenten des U.S. Secret Service sich über den Präsidenten warfen. Er sah aus, als kniete er hinter dem Tisch. Dann begannen sie langsam, ihn hinauszuführen.«
Trevor Hunnicutt, Reuters
»Der Präsident wurde zunächst in einen Raum direkt neben der Bühne gebracht, wo er rund 30 Minuten blieb. Offenbar wollte er sich sammeln und die Rede, die er ursprünglich hatte halten wollen, doch noch halten. Er bestand mehrfach darauf, dass die Rede stattfinden und die Veranstaltung fortgesetzt werden solle. Doch der Secret Service überzeugte den Präsidenten schließlich davon, dies nicht zu tun und die Veranstaltung zu beenden.«
Bo Erickson, Reuters
»Danach folgte eine ziemlich surreale Situation: Uns wurde gesagt, Präsident Trump werde etwa eine Meile weiter im Weißen Haus eine Pressekonferenz geben. Einige von uns stiegen auf Fahrräder, andere fingen an zu rennen. So sah man dann viele völlig verschwitze Reporter auf eine Stellungnahme von Präsident Trump warten. Ich saß schließlich in der ersten Reihe der Pressekonferenz – ein äußerst surrealer Moment.«
Reporterin:
»Können Sie uns beschreiben, was durch Ihren Kopf ging, wie Sie sich in dem Moment fühlten?«
Donald Trump, US-Präsident
»Es ist immer schockierend, wenn so etwas passiert. Es ist mir schon einmal passiert.«