Sie wisse, dass es keine »Wunderlösungen« gegen das Leid gibt, helfen will sie offenbar trotzdem: Popstar Shakira, 49, hat das Erdbebengebiet in ihrem Heimatland Kolumbien besucht und Unterstützung beim Wiederaufbau von Bildungseinrichtungen angekündigt. Gemeinsam mit dem US-Philanthropen Howard Buffett, dem Sohn des Investors und Milliardärs Warren Buffett, besuchte die Sängerin das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste, genau eine Woche nach dem heftigen Beben, das fast 300 Menschenleben kostete.
Seit mehr als zwanzig Jahren sei ihre Stiftung »Pies Descalzos« (Barfuß) in der vernachlässigten Region im Nordwesten Kolumbiens aktiv, sagte Shakira vor Journalisten. Die Organisation unterstützt den Bau von Schulen und Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.
"El compromiso es no soltarle la mano a los chocoanos hasta que cada uno de ellos pueda tener una vida normal, hasta que cada niño pueda volver a la escuela. Estamos muy conmovidos (...) Hay una deuda histórica con el Chocó (...) Voy a dedicar mis esfuerzos personales a… pic.twitter.com/Gu1mdGFdeS
— Noticias Caracol (@NoticiasCaracol) August 17, 2026
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Bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 am 10. August waren mehr als 2800 Schulen im ganzen Land beschädigt worden, viele davon in Chocó. Dort lebt vorwiegend eine afrokolumbianische und indigene Bevölkerung.
»Am meisten macht mir Sorgen, dass all diese Schulen nach Ablauf des Ausnahmezustands nicht wieder aufgebaut werden, dass so viele Menschen in Vergessenheit geraten (…) und unsere Kinder nicht wieder zur Schule gehen können», sagte Shakira in Quibdó, der Hauptstadt des Departamentos. »Jeder Tag, an dem Kinder nicht zur Schule gehen, ist ein Tag, an dem sie ihre Zukunft verpassen.«
Die für Welthits wie »Hips Don't Lie« und »Waka Waka« bekannte Sängerin erklärte, sie habe bereits Spenden in Höhe von einer Million US-Dollar (864.000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt bekommen. Neben mindestens zehn beschädigten Schulen soll auch eine technische Hochschule wiedererrichtet werden. Ob oder wie viel Shakira selbst spendet, ist nicht bekannt.
Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte Kolumbien am Montag vor einer Woche erschüttert. Mindestens 294 Menschen kamen ums Leben, fast 4000 weitere wurden verletzt. Mindestens 320 Menschen werden noch vermisst.
