SpOn 18.03.2026
15:12 Uhr

Ex-Jugendtrainer des 1. FC Köln soll zwei Kinder missbraucht haben


Einem ehemaligen Jugendtrainer eines Fußball-Bundesligisten wird Kindesmissbrauch in zwei Fällen vorgeworfen. Die Taten sollen sich vor vielen Jahren ereignet haben.

Ex-Jugendtrainer des 1. FC Köln soll zwei Kinder missbraucht haben

Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen einen Mann wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von Kindern. Das bestätigte die Behörde dem SPIEGEL. Der Beschuldigte war früher im Jugendfußball des Bundesligisten 1. FC Köln tätig, er soll 43 Jahre alt sein. Zuerst hatte die »Bild«-Zeitung  über den Fall berichtet.

Vorgeworfen werden dem Mann zwei Taten an Jungen, offenbar in den Jahren 2009 und 2014. Er sitzt derzeit in München in Untersuchungshaft.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge sollen die Taten zwei Jungen betroffen haben, die zum jeweiligen Zeitpunkt zehn und zwölf Jahre alt waren. Eine Tat soll bei einer Polizeidienststelle im Münchner Umland angezeigt worden, die zweite im Zuge der Ermittlungen bekannt geworden sein.

Erste Tat wohl 2009 in Köln

2009 wechselte der Beschuldigte zum 1. FC Köln und arbeitete dort auf Minijob-Basis als Co-Trainer im Juniorenbereich. 2011 endete seine Zeit beim FC. Das wurde dem SPIEGEL aus informierter Quelle bestätigt.

2009 soll es auch zu einer der Taten gekommen sein. Laut »Bild« stammte das mutmaßlich betroffene Kind aus Bayern, spielte dort in einem Fußballverein und war gemeinsam mit anderen Jungen nach Köln eingeladen worden. Dort soll es dann zu einem nicht näher beschriebenen Missbrauchsfall gekommen sein.

Eine weitere mutmaßliche Tat soll sich 2014 bei München ereignet haben. Laut »Bild« soll hier ein Zusammenhang mit der Tätigkeit des mutmaßlichen Täters als Jugendtrainer in einem inzwischen anderen Verein bestanden haben.

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Die Münchner Ermittler haben beide Fälle übernommen. Laut »Bild« sollen sie 70 Briefe an mögliche Betroffene und frühere Arbeitgeber des mutmaßlichen Täters verschickt haben, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Ein solcher Brief erreichte auch den 1. FC Köln.

Das hat der Club dem SPIEGEL bestätigt. »Der 1. FC Köln unterstützt die Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung des Sachverhalts selbstverständlich vollumfänglich und hat den Behörden umgehend geantwortet.«

Außerdem teilte der Verein mit: »Dem 1. FC Köln waren die im Raum stehenden Vorwürfe bis zum Eingang des behördlichen Schreibens gänzlich unbekannt. Es lagen zu keinem Zeitpunkt entsprechende Verdachtsmomente vor. Grundsätzlich nehmen wir das Thema Kinder- und Jugendschutz beim 1. FC Köln außerordentlich ernst.«

jan