SpOn 13.10.2026
18:12 Uhr

Gemini 4 Argon: Google gibt sein neues KI-Modell frei – aber nicht für jeden Abonnenten


Mit Gemini 4 Argon will es Google mit Konkurrenzprodukten wie Claude Opus 5.5 und GPT-6 Astra aufnehmen. Jetzt wird der Zugriff auf das neue KI-Modell freigeschaltet. Doch manche zahlenden Kunden gehen leer aus.

Gemini 4 Argon: Google gibt sein neues KI-Modell frei – aber nicht für jeden Abonnenten

Wie leistungsstark und wie nützlich im Alltag wird Googles neues KI-Modell sein? Diese Frage treibt in der KI-Szene viele um, seit der Internetkonzern Gemini 4 Argon Ende September vorgestellt hat.

Während Anthropic und OpenAI im Frühjahr und Sommer mehrfach mit neuen, sehr leistungsstarken Modellen große Aufmerksamkeit erregten, wirkte das Netzecho auf Googles neue KI-Produkte kleiner. Seit dem Generationssprung zu Gemini 3 ist nun auch bereits fast ein Jahr vergangen.

Mit Gemini 4 Argon will Google jetzt wieder vorn mitmischen. Ab Dienstagabend schaltet das US-Unternehmen im Zuge eines weltweiten Starts den Zugriff auf das neue Modell frei, das im »Intelligenz«-Ranking von Artificial Analysis  ungefähr gleichauf mit GPT-6 Astra liegt.

Wer kann Gemini 4 Argon nutzen?

Google packt das neue Modell nur in einen Teil seiner KI-Abos: Wer für ein AI-Pro- oder AI-Ultra-Abo bezahlt, findet Gemini 4 Argon künftig im KI-Modus der Google-Suche und in der Gemini-App. Im Fall von Googles auf KI-Agenten ausgerichteter Plattform Antigravity wird das Modell nur für AI-Ultra-Abonnenten freigeschaltet.

Leer gehen demnach Google-Kunden aus, die das Einsteigerabo Google AI Plus gebucht haben, das je nach Speicherplatzvorliebe 4,99 oder 9,99 Euro pro Monat kostet. Kunden dieses Tarifs ärgerten sich schon kürzlich darüber, dass Google sogenannte Pro-Modelle aus dem Angebot entfernt hat .

Zur Einordnung der Kosten: Googles AI-Pro-Abos kosten regulär 21,99 Euro pro Monat, AI-Ultra-Abos starten bei 99,99 Euro pro Monat.

Ohne Abo lässt sich Gemini 4 Argon über die Gemini-API nutzen. Zum Start verlangt Google für eine Million Eingabetoken zwei Dollar und für eine Million Output-Token zehn Dollar. Später, nach dem 30. November, sollen diese Preise bei vier und 20 Dollar liegen. (Erklärungen zahlreicher KI-Fachbegriffe wie Token finden Sie hier. )

Finanzen, Recht und Cybersicherheit als Stärken

Gemini 4 Argon ist Googles neues Vorzeigemodell. Der Konzern will Anthropic und OpenAI damit vor allem im Unternehmenssegment Kunden abjagen. In einer Pressemitteilung zum Launch schreibt Google, zu Argons Stärken gehörten komplexe und praxisnahe Aufgaben in Bereichen wie Programmierung, Finanzen, Recht, Cybersicherheit und Wissenschaft. Helfen soll das Modell auch in Forschungsgebieten wie Quantencomputing und Kernfusion sowie bei der Entwicklung von Robotern.

Argon beantworte Fragen direkter und ohne Umschweife, verspricht Google ebenfalls. Es wiederhole sich in seinen Antworten nicht öfter als nötig und verzichte dabei auf Klischees. Zudem soll sich das neue Modell zuverlässiger an Stilvorgaben halten als bisherige Gemini-Modelle.

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mbö