SpOn 25.09.2026
23:37 Uhr

Hawaii: Sturmböe fegt Ironman Caspar Stornes beim Training vom Rad


Er postete ein Bild von sich mit Schiene, Verband und Pflaster: Ironman-Weltmeister Casper Stornes ist beim Training hart gestürzt und wird seinen Titel nicht verteidigen können. Dann eben 2027.

Hawaii: Sturmböe fegt Ironman Caspar Stornes beim Training vom Rad

»Kein Kona für mich dieses Jahr«, eröffnet Ironman-Weltmeister Casper Stornes aus Norwegen seinen Fans. Nach einem schweren Trainingssturz wird er seinen Titel auf Hawaii nicht verteidigen können. Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Rennen am 10. Oktober postet der Athlet ein Video auf Instagram, und weil er so demoliert aussieht im Bild, versichert er gleich: »Das hier ist kein KI-Video von mir.« Er ist wirklich verletzt und erzählt ganz cool, was ihm widerfahren ist. Echter Ironman eben.

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Er trägt den rechten Arm in einer Schlinge, zudem ein größeres Pflaster auf der rechten Schulter und einen Verband am linken Unterschenkel. Es sei einfach unglücklich gewesen, aber sein Vorderrad sei von einer heftigen Böe erfasst worden. »Es zieht hier ein Sturm auf«, sagt Stornes, und das ist wohl noch eine Untertreibung. Tatsächlich hat der US-Wetterdienst eine Hurrikan-Warnung für Hawai herausgegeben, der Wirbelsturm »Nolo« steuert auf die Inselgruppe zu und soll heftige Regenfälle bringen.

Ironman Casper Stornes bei der diesjährigen EM in Frankfurt

Ironman Casper Stornes bei der diesjährigen EM in Frankfurt

Foto: Heiko Blatterspiel / Jan Huebner / IMAGO

Schlüsselbein- und Lendenwirbel-Fraktur

Der Wind habe sein Vorderrad herumgerissen, berichtet Stornes, und dann sei er über den Lenker geflogen. Glücklicherweise sei sein Trainingskollege Gustav Iden, der direkt hinter ihm fuhr, nicht auch noch in den Unfall verwickelt worden. »Ich bin auf die Schulter gefallen und habe mir das Schlüsselbein gebrochen«, berichtete Stornes, der in Shorts vor der Kamera sitzt.

Er habe sich außerdem noch eine Fraktur des dritten Lendenwirbels zugezogen. Und deshalb sei für ihn klar: »Ich bin aus dem Rennen.« Jetzt müssten die Ärzte entscheiden, ob er sich gleich noch in Hawaii operieren lässt oder in die Heimat zurückfliegt. Es sei enttäuschend, aber er hätte sich noch schlimmere Verletzungen zuziehen können, meint er.

Stornes hatte sich im Vorjahr in Nizza den WM-Titel über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen gesichert.

Der Triathlet endet sein Video mit einer optimistischen Ansage: »Eines ist jedenfalls sicher. Ich werde 2027 gesünder und stärker sein und dann wieder das Rennen auf Big Island in Angriff nehmen.«

oka/dpa