Die Internationale Energieagentur (IEA) will den von Deutschland und den übrigen G7-Staaten angesichts der steigenden Kraftstoffpreise geforderten Zugriff auf Ölnotreserven umsetzen. Die IEA-Mitgliedsregierungen hätten sich dafür ausgesprochen, die im März beschlossene Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und so bald wie möglich abzuschließen, teilte die IEA nach einem Treffen in Paris mit . Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Dieselvorräten so weit wie möglich Vorrang eingeräumt werden.
Die IEA hatte im März die Freigabe einer Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl strategischer Ölreserven beschlossen. Davon seien bislang rund 325 Millionen Barrel tatsächlich freigegeben worden, wobei einige Länder größere Mengen freigegeben hätten, als sie ursprünglich zugesagt hatten, so die IEA. Die vollständige Freigabe aller im März zugesagten Bestände, die noch nicht freigegeben wurden, würde rund 100 Millionen Barrel auf den Markt bringen. Dies entspricht der von den G7 geforderten Menge.
Die G7, zu denen neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Japan und Kanada gehören, hatten Anfang Oktober gefordert, dass ab sofort und über vier Monate 100 Millionen Barrel Rohöl tatsächlich freigegeben werden. Mit der Maßnahme sollen die Preise für Kraftstoffe gesenkt werden.
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