Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken.
- Israel fliegt Angriffe im Süden des Libanon – die Hisbollah schickt Raketen und Drohnen Richtung Israel.
- US-Präsident Trump sagt, es gebe in dem Konflikt »praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte«. Israels Verteidigungsminister Katz erklärt: »Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist.«
- Zwei Öltanker sind vor der Küste des Irak angegriffen worden. Dabei soll ein Mensch getötet worden sein. Der Ölpreis für einen Barrel der Sorte Brent überschritt am frühen Donnerstagmorgen die Marke von 100 US-Dollar. Iran reklamierte einen Angriff für sich.
- Auch ein von der deutschen Reederei Hapag-Lloyd verchartertes Containerschiff ist getroffen worden. Nach dem Einschlag von Schrapnellen sei ein Feuer ausgebrochen, bestätigt ein Sprecher dem SPIEGEL. Verletzt wurde niemand.
- Die USA wollen ihre strategischen Ölreserven teilweise freigeben, um die rasant gestiegenen Ölpreise zu stabilisieren. Die Internationale Energieagentur spricht von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Was passiert, wenn Iran die Straße von Hormus vermint? Das iranische Regime soll über rund 6000 Seeminen verfügen. Nun könnte es damit die Straße von Hormus blockieren. Für den Welthandel wäre das ein Albtraum.
- Präsident siegessicher, Kriegsziel unbekannt: Donald Trump hat bis heute kein klares Kriegsziel formuliert. Wie findet der US-Präsident raus aus dem Konflikt mit Iran?
- Trump versprach, die Preise zu halbieren: Jetzt werden Benzin und Diesel in den USA immer teurer. Der Iranschock hält laut US-Behörde wohl noch mindestens ein Jahr.
- Das müssen Sie über die hohen Spritpreise in Deutschland wissen – und so können Sie sparen. Der Überblick.
- Influencer in Dubai – ein Krieg, viele Realitäten: Angeblich fühlen sie sich trotz Drohnen und Raketen wohl im Emirat. Andere Aufnahmen im Netz zeigen: Sorge gehört derzeit ebenfalls zum Alltag.
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Israel greift Beirut an
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf den Libanon gestartet. Das Ziel sei Infrastruktur der Hisbollah-Miliz in Beirut, teilt das Militär mit.
Rauchwolke in Beirut nach einem israelischen Angriff. Foto: Raghed Waked / REUTERS
Vor dem Angriff hatte das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude im Stadtviertel Baschura herausgegeben. Es wurde zweimal aus der Luft getroffen, wie auf Liveaufnahmen im libanesischen Fernsehen zu sehen war. Kurze Zeit später rief das israelische Militär auch zur Räumung eines Gebäudes in dem benachbarten Wohnquartier Sokak al-Blat auf. In dem Gebäude befindet sich eine Filiale des Finanzinstituts der Hisbollah. Beide Wohngegenden sind dicht besiedelt.
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA wurden bei einem Angriff auf die Libanesische Universität der Direktor der naturwissenschaftlichen Fakultät, Hussein Bassi, und auch der Professor Mortada Srour getötet. Das Universitätsgelände liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das israelische Militär teilt mit, die Berichte zu prüfen. Auch in den Vororten selbst griff die israelische Armee nach libanesischen Infos erneut an.
Wie in Beirut hat die israelische Armee auch die Menschen im Süden des Libanon vor Angriffen gewarnt: Die Bevölkerung solle den Bereich südlich des Saharani-Flusses, etwa 40 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze, verlassen. Im Vergleich zur vergangenen Woche wurde das Warngebiet zehn Kilometer in den Libanon ausgeweitet.
Wie in Beirut hat die israelische Armee auch die Menschen im Süden des Libanon vor Angriffen gewarnt: Die Bevölkerung solle den Bereich südlich des Saharani-Flusses, etwa 40 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze, verlassen. Im Vergleich zur vergangenen Woche wurde das Warngebiet zehn Kilometer in den Libanon ausgeweitet.
Israels Verteidigungsminister droht Libanon mit Einnahme von Gebieten
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat sich zum Beschuss aus dem Libanon durch die Hisbollah geäußert: Sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die Miliz davon abzuhalten, auf israelische Ortschaften zu feuern, werde Israels Armee »das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen«, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit hochrangigen Armee- und Geheimdienstvertretern. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Katz haben die Armee den Angaben zufolge bereits angewiesen, sich auf »eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten«. Die Hisbollah ist mit Iran verbündet.
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Unicef: Mehr als tausend verletzte oder gestorbene Kinder in Nahost
Seit Beginn des Irankriegs sollen 1100 Kinder in der Region durch Angriffe getötet oder verletzt worden sein, meldet das Kinderhilfswerk Unicef. In Iran seien 200 Kinder den Angriffen zum Opfer gefallen, im Libanon 91, in Israel vier. Auch in Kuwait sei ein Kind gestorben. Man rechne mit steigenden Opferzahlen durch die anhaltenden Angriffe, heißt es.
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Claus Hecking
US-Korrespondent

Devisen-Schwarzmarkt: Iranische Landeswährung wird seit Tagen stärker
Die iranische Währung Rial wertet offenbar auf den Schwarzmärkten des Landes seit Tagen auf – auf einem extrem niedrigen Niveau. Das zeigen Daten des auf den Devisen-Schwarzmarkt spezialisierten Portals Bonbast. Verlangten Händler kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels für einen US-Dollar fast 1,75 Millionen Rial, sind es jetzt laut Bonbast noch rund 1,46 Millionen.
Iranische Banknoten. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
In den vergangenen Tagen ist der Rial-Kurs nach und nach gestiegen. Die Landeswährung ist mittlerweile sogar etwas höher bewertet als in den Wochen vor dem Kriegsausbruch. Ende Januar etwa lag der Kurs bei rund 1,5 Millionen Rial pro Dollar. Dies könnte darauf hindeuten, dass Menschen in Iran den ersten Schock der Angriffe hinter sich gelassen haben.
Iran hat seit Langem gravierende wirtschaftliche Probleme und infolge der internationalen Sanktionen keinen Zugang zum internationalen Finanzsystem. Der Rial ist in Iran nicht frei umtauschbar; daher haben sich Schwarzmärkte gebildet. Die Währung fällt seit Jahren von einem Tief zum nächsten. Umso bemerkenswerter ist, dass sie sich ausgerechnet in diesen Kriegstagen stetig stabilisiert.
Iran hat seit Langem gravierende wirtschaftliche Probleme und infolge der internationalen Sanktionen keinen Zugang zum internationalen Finanzsystem. Der Rial ist in Iran nicht frei umtauschbar; daher haben sich Schwarzmärkte gebildet. Die Währung fällt seit Jahren von einem Tief zum nächsten. Umso bemerkenswerter ist, dass sie sich ausgerechnet in diesen Kriegstagen stetig stabilisiert.
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Trump: Iranische WM-Teilnahme »nicht angemessen«
US-Präsident Donald Trump hat sich zu einer möglichen WM-Teilnahme Irans geäußert. Die iranische Nationalmannschaft sei willkommen bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er halte es jedoch nicht für angemessen, dass das Team dort sei – im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit.
Wenige Tage zuvor hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass Iran bei der WM antreten dürfe. Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada soll am 11. Juni beginnen.
Wenige Tage zuvor hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass Iran bei der WM antreten dürfe. Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada soll am 11. Juni beginnen.
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Mojtaba Khamenei kaufte offenbar Luxusimmobilie mithilfe israelisch-britischer Finanziers
Kredit vom Erzfeind? Als der Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, noch der Sohn des Obersten Führers Irans, Ali Khamenei, war, kaufte er 2013 ein luxuriöses Anwesen in der Bishops Avenue in London – auch bekannt als »Billionaires Row«. Das berichtete Bloomberg bereits im Januar.
Finanziert wurde der 36-Millionen-Pfund-Deal offenbar von der Investmentgesellschaft zweier Brüder aus Ramat Gan, einer Stadt in der Nähe von Tel Aviv. Und: Die Iraner sollen gewusst haben, woher der Kredit kam. Das zeigt eine Recherche des israelischen Investigativportals Shomrim mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ).
Finanziert wurde der 36-Millionen-Pfund-Deal offenbar von der Investmentgesellschaft zweier Brüder aus Ramat Gan, einer Stadt in der Nähe von Tel Aviv. Und: Die Iraner sollen gewusst haben, woher der Kredit kam. Das zeigt eine Recherche des israelischen Investigativportals Shomrim mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ).
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Kanzler Merz: Keine erhöhte Gefahr für Deutschland
Nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat der amerikanisch-israelische Krieg gegen Iran aktuell keine Folgen für die Bedrohungslage hierzulande. »Es gibt im Augenblick keine Erkenntnisse, dass wir im Inland von einer erhöhten Gefährdung ausgehen müssen«, sagte Merz bei einem Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Bundeskriminalamts in Wiesbaden.
Trotzdem würden Bund und Länder ihre Sicherheitskonzepte hochfahren – »insbesondere für israelische, jüdische und amerikanische Einrichtungen«, betonte der Kanzler. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) tausche sich dazu mit den Innenministern der Länder »sehr eng« aus.
Trotzdem würden Bund und Länder ihre Sicherheitskonzepte hochfahren – »insbesondere für israelische, jüdische und amerikanische Einrichtungen«, betonte der Kanzler. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) tausche sich dazu mit den Innenministern der Länder »sehr eng« aus.
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Leseempfehlung: Plötzlich fühlt sich der Krieg ganz nah an
Krieg gegen Iran, Bedrohung aus Russland, ein US-Präsident, der sich an keine Regeln hält: Die alte Weltordnung ist aus den Fugen, es gilt das Recht des Stärkeren. Im SPIEGEL-Titel meiner Kollegen Steffen Lüdke und Mathieu von Rohr lesen Sie, was das für Europäer bedeutet.
Angriff auf ein Öldepot in Teheran (7. März). Foto: Middle East Images / AFP
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Wadephul in Ankara: Angriffe Irans in der Golfregion »brandgefährlich«
Nach seiner Reise in die Krisenregion im Nahen Osten und an den Golf ist der deutsche Außenminister Johann Wadephul nun in Ankara. Eines der zentralen Themen bei seinen Gesprächen in der türkischen Hauptstadt: die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran und die militärischen Schläge Teherans gegen die Golfstaaten.
Nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan: »Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden.« Fidan warb, wie auch Wadephul, für die territoriale Integrität Irans. »Separatistische Bemühungen« und religiöse »Bruchlinien« seien abzulehnen. Fidan warnte davor, sich »auf solche Abenteuerträume« einzulassen. Ein indirekter Hinweis auf die Sorgen, die in Ankara herrschen: Kurzzeitig hatte es in den vergangenen Tagen auf US-amerikanischer Seite Überlegungen gegeben, kurdische Kräfte in Iran zu unterstützen. Separatistische kurdische Bestrebungen in der Türkei hat Ankara indes stets hart bekämpft.
Nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan: »Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden.« Fidan warb, wie auch Wadephul, für die territoriale Integrität Irans. »Separatistische Bemühungen« und religiöse »Bruchlinien« seien abzulehnen. Fidan warnte davor, sich »auf solche Abenteuerträume« einzulassen. Ein indirekter Hinweis auf die Sorgen, die in Ankara herrschen: Kurzzeitig hatte es in den vergangenen Tagen auf US-amerikanischer Seite Überlegungen gegeben, kurdische Kräfte in Iran zu unterstützen. Separatistische kurdische Bestrebungen in der Türkei hat Ankara indes stets hart bekämpft.
Auch Wadephul sprach sich, wie bereits mehrfach während seiner viertägigen Reise, für die Integrität Irans aus – mit deutlichen Worten. »Niemand kann ein Interesse an einem Chaos haben«, sagte der CDU-Politiker. Über die jüngsten Angriffe Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus und auf Golfstaaten zeigte sich Wadephul besorgt. Dass Iran durch die Angriffe in der Region »die Spannungen immer weiter erhöht, ist brandgefährlich«.
Auf die Frage eines Journalisten nach einer deutschen Militärhilfe für die Sicherung des Seeverkehrs in der Straße von Hormus sagte Wadephul, eine »verlässliche und tragfähige Lösung« könne »nur auf diplomatischem Weg erreicht werden«. Erst am Montag hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, sein Land arbeite an einer Initiative, deren Ziel es sei, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Irankriegs vorbei sei.
Der deutsche Außenminister ging in Ankara auch auf die Gefahr möglicher Fluchtbewegungen ein. Er hob die positive Rolle hervor, die die Türkei bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge mit einem »Kraftakt« geleistet hat und weiter leistet. Es sei daher »nur richtig und vorausschauend«, dass sich die Türkei angesichts der Lage in Iran mit möglichen Fluchtbewegungen in ihr eigenes Land beschäftige. Diese Fluchtbewegungen seien zwar derzeit nicht zu erkennen. Deutschland und die Türkei hätten aber ein »gemeinsames Interesse, so etwas zu verhindern«, so Wadephul.
Ausdrücklich lobte der Außenminister, dass sein türkischer Amtskollege in seinem Eingangsstatement auch den Krieg in der Ukraine erwähnt hatte. »Dieser Krieg darf nicht vergessen werden«, so Wadephul. Die »größte sicherheitspolitische Bedrohung« auf dem europäischen Kontinent gehe nach wie vor von Russland aus.
Auf die Frage eines Journalisten nach einer deutschen Militärhilfe für die Sicherung des Seeverkehrs in der Straße von Hormus sagte Wadephul, eine »verlässliche und tragfähige Lösung« könne »nur auf diplomatischem Weg erreicht werden«. Erst am Montag hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, sein Land arbeite an einer Initiative, deren Ziel es sei, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Irankriegs vorbei sei.
Der deutsche Außenminister ging in Ankara auch auf die Gefahr möglicher Fluchtbewegungen ein. Er hob die positive Rolle hervor, die die Türkei bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge mit einem »Kraftakt« geleistet hat und weiter leistet. Es sei daher »nur richtig und vorausschauend«, dass sich die Türkei angesichts der Lage in Iran mit möglichen Fluchtbewegungen in ihr eigenes Land beschäftige. Diese Fluchtbewegungen seien zwar derzeit nicht zu erkennen. Deutschland und die Türkei hätten aber ein »gemeinsames Interesse, so etwas zu verhindern«, so Wadephul.
Ausdrücklich lobte der Außenminister, dass sein türkischer Amtskollege in seinem Eingangsstatement auch den Krieg in der Ukraine erwähnt hatte. »Dieser Krieg darf nicht vergessen werden«, so Wadephul. Die »größte sicherheitspolitische Bedrohung« auf dem europäischen Kontinent gehe nach wie vor von Russland aus.
Foto: Adem Altan / AFP
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Eindrücke aus dem Kriegsgebiet
Nach fast zwei Wochen sind die Folgen des Krieges an vielen Orten in der Region sichtbar: Die USA und Israel greifen weiter Ziele in Iran an, aus dem Libanon feuert die Hisbollah-Miliz auf Israel, die israelischen Streitkräfte drohen dem Libanon – und Iran attackiert mit Drohnen die Vereinigten Arabischen Emirate.
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Auch nach fast zwei Wochen Krieg zeigt sich Khamenei nicht persönlich
Viele hatten eine Ansprache erwartet, jetzt wurde im iranischen Staatsfernsehen nur ein Statement von Mojtaba Khamenei verlesen. Das lässt weitere Spekulationen über den Gesundheitszustand des neuen Obersten Führers zu: Medienberichten zufolge soll Khamenei bei den ersten Angriffen auf Iran verletzt worden sein. Die »New York Times« berichtet unter Berufung auf drei iranische Offizielle etwa von Verletzungen an den Beinen.
Khamenei kündigte in seinem Statement unter anderem an, dass die Straße von Hormus nicht freigegeben werde. Alle US-Militärstützpunkte in der Region müssten geschlossen werden. Die Opfer des Krieges wolle Iran rächen.
Khamenei kündigte in seinem Statement unter anderem an, dass die Straße von Hormus nicht freigegeben werde. Alle US-Militärstützpunkte in der Region müssten geschlossen werden. Die Opfer des Krieges wolle Iran rächen.
Erste Ansprache von Mojtaba Khamenei erwartet
Der neue Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, soll in Kürze im iranischen Staatsfernsehen sprechen. Es wäre seine erste öffentliche Botschaft seit seiner Wahl am Sonntag. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna teilte laut dem US-Sender CNN mit, dass eine »strategische« Botschaft in sieben Abschnitten veröffentlicht werde. Sie soll unter anderem Informationen über den getöteten Ali Khamenei enthalten. Außerdem gehe es darum, »Feinde zu konfrontieren«, um »Rollen und Pflichten des Volkes« und die sogenannte Achse des Widerstands.
Lesen Sie hier eine Analyse zur Wahl Mojtaba Khameneis als neuer religiöser Führer: In Teheran geben jetzt die Hardliner den Takt vor
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Iran droht USA und Israel: Meer »mit dem Blut der Invasoren tränken«
Irans Parlamentspräsident hat die USA und Israel vor einem Angriff auf Inseln im Persischen Golf gewarnt. »Jede Aggression gegen den Boden der iranischen Inseln wird alle Zurückhaltung zunichtemachen«, schrieb Mohammad Bagher Ghalibaf auf X. »Wir werden jede Zurückhaltung aufgeben und den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken. Dies liege »in Trumps persönlicher Verantwortung.«
Wieso Ghalibaf sich ausgerechnet jetzt so deutlich äußert, ist unklar. Im Persischen Golf südlich Irans liegen mehrere Inseln, die für die Führung in Teheran von strategischer Bedeutung sind. Die Insel Charg etwa ist das wichtigste Ausfuhrterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Seit Tagen wird über ihre Rolle im Konflikt diskutiert, ein möglicher Angriff gilt als hochriskant.
Wieso Ghalibaf sich ausgerechnet jetzt so deutlich äußert, ist unklar. Im Persischen Golf südlich Irans liegen mehrere Inseln, die für die Führung in Teheran von strategischer Bedeutung sind. Die Insel Charg etwa ist das wichtigste Ausfuhrterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Seit Tagen wird über ihre Rolle im Konflikt diskutiert, ein möglicher Angriff gilt als hochriskant.
Die Insel Charg. Foto: 2026 Planet Labs PBC / Reuters
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Erste Ansprache von Mojtaba Khamenei erwartet
Der neue Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, soll in Kürze im iranischen Staatsfernsehen sprechen. Es wäre seine erste öffentliche Botschaft seit seiner Wahl am Sonntag. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna teilte laut dem US-Sender CNN mit, dass eine »strategische« Botschaft in sieben Abschnitten veröffentlicht werde. Sie soll unter anderem Informationen über den getöteten Ali Khamenei enthalten. Außerdem gehe es darum, »Feinde zu konfrontieren«, um »Rollen und Pflichten des Volkes« und die sogenannte Achse des Widerstands.
Lesen Sie hier eine Analyse zur Wahl Mojtaba Khameneis als neuer religiöser Führer: In Teheran geben jetzt die Hardliner den Takt vor
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Irankrieg bremst Konjunktur in Deutschland
Gerade hatte die deutsche Wirtschaft angefangen, sich nach langer Krise zu erholen. Nun bringen die steigenden Energiepreise einen Dämpfer. Experten warnen auch vor einer steigenden Inflation. Die ganze Meldung lesen Sie hier.
Container im Hamburger Hafen. Foto: Daniel Reinhardt / dpa
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Lufthansa und KLM verlängern Flugstopp nach Dubai
Bis zum 28. März fliegen keine Maschinen der Lufthansa nach Dubai. Beide Flughäfen in der Metropole würden »die Anzahl der Flugbewegungen aus Kapazitätsgründen erheblich reduzieren«, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Bislang waren die Flüge bis einschließlich 15. März ausgesetzt. Die niederländische Airline KLM hat die Verbindungen in die Stadt ebenfalls bis zum 28. März gestrichen.
Foto: Anna Szilagyi / EPA
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Analyse: Spritpreise in USA steigen immer weiter – Druck auf Trump wächst
Für Autofahrerinnen und Autofahrer in den USA wird Donald Trumps Irankrieg zunehmend teuer. Seit Tagen steigen die Kraftstoffpreise immer weiter; an diesem Donnerstag haben sie schon wieder mehrjährige Höchststände übertroffen. So kostet eine Gallone (3,79 Liter) des Standardbenzins Regular im Landesdurchschnitt knapp 3,60 US-Dollar, wie aus einer Datenreihe des Automobilclubs AAA hervorgeht. Das sind 64 Cent mehr als zu Beginn der Angriffe der USA und Israels – und der höchste Wert seit Mitte 2024. In jedem US-Bundesstaat ist der mittlere Preis nun höher als drei Dollar, auch das hat es lange nicht mehr gegeben.
Für eine Gallone Diesel verlangen US-Tankstellen im Schnitt nunmehr 4,86 Dollar: 1,09 Dollar mehr als vor Kriegsausbruch und so viel wie seit Ende 2022 nicht mehr. In Kalifornien kostet Diesel schon mehr als 6,20 Dollar. Traditionell ist Sprit in den Vereinigten Staaten nicht so teuer wie etwa in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Noch vorvergangene Woche hatte Trump sich in seiner »State of the Union«-Rede vor dem Kongress mit niedrigen Spritpreisen gebrüstet und behauptet, die Gallone koste in den meisten Bundesstaaten weniger als 2,30 Dollar. Das stimmte schon damals nicht – und jetzt sind die Preise davon so weit entfernt wie seit Jahren nicht. Sogar die der Regierung unterstellte Energiebehörde EIA sagt voraus, dass sich die US-Tankstellenpreise für Diesel und Benzin nicht vor Mitte beziehungsweise Ende 2027 wieder auf dem Vorkriegsniveau einpendeln werden. All dies könnte die Inflation für diverse Güter wieder hochtreiben, und Inflation war schon ein großes Problem für Donald Trumps Vorgänger Joe Biden während der Energiekrise 2022/23.
Trumps großes Wahlkampfversprechen, er werde die Energiepreise innerhalb von maximal anderthalb Jahren nach Amtsantritt halbieren, wirkt immer unrealistischer. Tatsächlich sind sowohl Strom, Gas als auch Benzin und Diesel deutlich teurer als bei seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar 2025. Ob die Amerikanerinnen und Amerikaner ihm und seinen Republikanern das verzeihen werden, bei den Kongresswahlen im kommenden November?
Die US-Regierung will nun die nationalen strategischen Ölreserven teilweise anzapfen: um die Rohölpreise zu stabilisieren und vor allem die stark gestiegenen Preise an der Zapfsäule. Gelingt es ihr nicht, den Trend zu stoppen, wächst der Druck auf Trump immer weiter, aus diesem Krieg auszusteigen.
Für eine Gallone Diesel verlangen US-Tankstellen im Schnitt nunmehr 4,86 Dollar: 1,09 Dollar mehr als vor Kriegsausbruch und so viel wie seit Ende 2022 nicht mehr. In Kalifornien kostet Diesel schon mehr als 6,20 Dollar. Traditionell ist Sprit in den Vereinigten Staaten nicht so teuer wie etwa in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Noch vorvergangene Woche hatte Trump sich in seiner »State of the Union«-Rede vor dem Kongress mit niedrigen Spritpreisen gebrüstet und behauptet, die Gallone koste in den meisten Bundesstaaten weniger als 2,30 Dollar. Das stimmte schon damals nicht – und jetzt sind die Preise davon so weit entfernt wie seit Jahren nicht. Sogar die der Regierung unterstellte Energiebehörde EIA sagt voraus, dass sich die US-Tankstellenpreise für Diesel und Benzin nicht vor Mitte beziehungsweise Ende 2027 wieder auf dem Vorkriegsniveau einpendeln werden. All dies könnte die Inflation für diverse Güter wieder hochtreiben, und Inflation war schon ein großes Problem für Donald Trumps Vorgänger Joe Biden während der Energiekrise 2022/23.
Trumps großes Wahlkampfversprechen, er werde die Energiepreise innerhalb von maximal anderthalb Jahren nach Amtsantritt halbieren, wirkt immer unrealistischer. Tatsächlich sind sowohl Strom, Gas als auch Benzin und Diesel deutlich teurer als bei seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar 2025. Ob die Amerikanerinnen und Amerikaner ihm und seinen Republikanern das verzeihen werden, bei den Kongresswahlen im kommenden November?
Die US-Regierung will nun die nationalen strategischen Ölreserven teilweise anzapfen: um die Rohölpreise zu stabilisieren und vor allem die stark gestiegenen Preise an der Zapfsäule. Gelingt es ihr nicht, den Trend zu stoppen, wächst der Druck auf Trump immer weiter, aus diesem Krieg auszusteigen.
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US-Energieminister hält Geleitschutz in der Straße von Hormus derzeit für nicht machbar
Die US-Marine ist momentan laut US-Energieminister Chris Wright nicht in der Lage, Schiffe durch die Straße von Hormus zu begleiten, um sie vor etwaigen Angriffen zu schützen. »Wir sind einfach nicht bereit«, sagte er dem Sender CNBC. Es sei allerdings »ziemlich wahrscheinlich«, dass eine solche Begleitung von Schiffen bis Ende des Monats möglich sein sollte. »Es wird relativ bald geschehen«, sagte er.
Wright hatte jüngst erhebliche Turbulenzen ausgelöst, weil er auf X von einer »erfolgreichen« Eskorte der US-Marine für einen Tanker durch die strategisch wichtige Meerenge berichtet hatte. In einem beigefügten Video hatte er angekündigt, weitere Schiffe würden folgen. Wenig später verschwand der Beitrag jedoch wieder. Die Aussage löste Bewegung an den Rohstoffmärkten aus, Preise für Rohöl gaben deutlich nach. Das Weiße Haus widersprach Wrights Behauptungen.
Foto: Al Drago / Bloomberg / Getty Images
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Israels Verteidigungsminister droht Libanon mit Einnahme von Gebieten
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat sich zum Beschuss aus dem Libanon durch die Hisbollah geäußert: Sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die Miliz davon abzuhalten, auf israelische Ortschaften zu feuern, werde Israels Armee »das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen«, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit hochrangigen Armee- und Geheimdienstvertretern. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Katz haben die Armee den Angaben zufolge bereits angewiesen, sich auf »eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten«. Die Hisbollah ist mit Iran verbündet.
Israels Armee spricht von schwerstem Beschuss aus Libanon seit Kriegsbeginn
Nadav Shoshani, Sprecher der israelischen Armee, hat in seinem täglichen Pressebriefing vor wenigen Minuten über den Beschuss Israels in der vergangenen Nacht gesprochen: Die schiitische Hisbollah-Miliz habe »simultan mit Raketenbeschuss aus Iran« rund 200 Raketen und 20 Drohnen geschossen.
Es sei der schwerste Beschuss aus Libanon seit Kriegsausbruch gewesen. Gleichzeitig hätten Kämpfer der Gruppe mit Raketenwerfern gefeuert. »Wir waren auf diesen Angriff vorbereitet, so dass es uns gelungen ist, etwa die Hälfte der Abschussanlagen umgehend zu treffen«, sagte Shoshani. Wegen präventiver Aktionen der Armee sei der Beschuss nur ein Drittel so schwer ausgefallen wie erwartet. In Israel habe es »zwei, drei direkte Treffer, aber nur einige wenige Leichtverletzte gegeben«.
Israels Luftwaffe flog laut Shoshani bisher mehr als 4200 Angriffe in Iran. 80 Prozent der iranischen Luftverteidigung sei ausgeschaltet, zwei Drittel der Abschussanlagen für ballistische Raketen seien neutralisiert worden. Israel alleine habe rund 1900 Regimekräfte ausgeschaltet. Die israelische Armee konzentriere sich jetzt verstärkt auf die Zerstörung der Raketenproduktion. Iran schieße auf Ziele in der gesamten Region mittlerweile täglich »nicht mehr Hunderte, sondern wenige Dutzend Raketen«.
Es sei der schwerste Beschuss aus Libanon seit Kriegsausbruch gewesen. Gleichzeitig hätten Kämpfer der Gruppe mit Raketenwerfern gefeuert. »Wir waren auf diesen Angriff vorbereitet, so dass es uns gelungen ist, etwa die Hälfte der Abschussanlagen umgehend zu treffen«, sagte Shoshani. Wegen präventiver Aktionen der Armee sei der Beschuss nur ein Drittel so schwer ausgefallen wie erwartet. In Israel habe es »zwei, drei direkte Treffer, aber nur einige wenige Leichtverletzte gegeben«.
Israels Luftwaffe flog laut Shoshani bisher mehr als 4200 Angriffe in Iran. 80 Prozent der iranischen Luftverteidigung sei ausgeschaltet, zwei Drittel der Abschussanlagen für ballistische Raketen seien neutralisiert worden. Israel alleine habe rund 1900 Regimekräfte ausgeschaltet. Die israelische Armee konzentriere sich jetzt verstärkt auf die Zerstörung der Raketenproduktion. Iran schieße auf Ziele in der gesamten Region mittlerweile täglich »nicht mehr Hunderte, sondern wenige Dutzend Raketen«.
Foto: Baz Ratner / AP
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Millionen Iranerinnen und Iraner sind laut Uno-Flüchtlingshilfswerk auf der Flucht
Seit Beginn der Luftangriffe durch die USA und Israel haben bis zu drei Millionen Menschen Zuflucht an anderen Orten in Iran gesucht, schätzt das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Man gehe von Binnenflüchtlingen aus bis zu einer Million Haushalten aus. Die Zahl werde angesichts der anhaltenden Angriffe vermutlich weiter ansteigen, sagt Ayaki Ito, der Leiter der UNHCR-Notfallabteilung. Er sprach von einer »besorgniserregenden Eskalation« der humanitären Lage im Land. In Iran leben mehr als 92 Millionen Menschen.
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Israels Armee spricht von schwerstem Beschuss aus Libanon seit Kriegsbeginn
Nadav Shoshani, Sprecher der israelischen Armee, hat in seinem täglichen Pressebriefing vor wenigen Minuten über den Beschuss Israels in der vergangenen Nacht gesprochen: Die schiitische Hisbollah-Miliz habe »simultan mit Raketenbeschuss aus Iran« rund 200 Raketen und 20 Drohnen geschossen.
Es sei der schwerste Beschuss aus dem Libanon seit Kriegsausbruch gewesen. Gleichzeitig hätten Kämpfer der Gruppe mit Raketenwerfern gefeuert. »Wir waren auf diesen Angriff vorbereitet, sodass es uns gelungen ist, etwa die Hälfte der Abschussanlagen umgehend zu treffen«, sagte Shoshani. Wegen präventiver Aktionen der Armee sei der Beschuss nur ein Drittel so schwer ausgefallen wie erwartet. In Israel habe es »zwei, drei direkte Treffer, aber nur einige wenige Leichtverletzte gegeben«.
Israels Luftwaffe flog laut Shoshani bisher mehr als 4200 Angriffe in Iran. 80 Prozent der iranischen Luftverteidigung seien ausgeschaltet, zwei Drittel der Abschussanlagen für ballistische Raketen seien neutralisiert worden. Israel allein habe rund 1900 Regimekräfte ausgeschaltet. Die israelische Armee konzentriere sich jetzt verstärkt auf die Zerstörung der Raketenproduktion. Iran schieße auf Ziele in der gesamten Region mittlerweile täglich »nicht mehr Hunderte, sondern wenige Dutzend Raketen«.
Es sei der schwerste Beschuss aus dem Libanon seit Kriegsausbruch gewesen. Gleichzeitig hätten Kämpfer der Gruppe mit Raketenwerfern gefeuert. »Wir waren auf diesen Angriff vorbereitet, sodass es uns gelungen ist, etwa die Hälfte der Abschussanlagen umgehend zu treffen«, sagte Shoshani. Wegen präventiver Aktionen der Armee sei der Beschuss nur ein Drittel so schwer ausgefallen wie erwartet. In Israel habe es »zwei, drei direkte Treffer, aber nur einige wenige Leichtverletzte gegeben«.
Israels Luftwaffe flog laut Shoshani bisher mehr als 4200 Angriffe in Iran. 80 Prozent der iranischen Luftverteidigung seien ausgeschaltet, zwei Drittel der Abschussanlagen für ballistische Raketen seien neutralisiert worden. Israel allein habe rund 1900 Regimekräfte ausgeschaltet. Die israelische Armee konzentriere sich jetzt verstärkt auf die Zerstörung der Raketenproduktion. Iran schieße auf Ziele in der gesamten Region mittlerweile täglich »nicht mehr Hunderte, sondern wenige Dutzend Raketen«.
Foto: Baz Ratner / AP
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IEA: »Größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«
Die Folgen des Irankriegs sorgen laut der Internationalen Energieagentur (IEA) für beispiellose Beeinträchtigungen auf dem Ölmarkt: Der Krieg habe die »größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes« verursacht, heißt es in einer Mitteilung. Die Golfstaaten hätten ihre Ölproduktion um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren. Der Grund sei vorrangig die Lage in der Straße von Hormus. Der dortige Verkehr mit Öltankern sei zu einem Tröpfeln geworden.
Am Mittwoch einigten sie die IAE-Mitgliederländer, insgesamt 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Sollte der Transport sich nicht normalisieren, geht die IEA von weiteren Versorgungsengpässen aus. Im März erwartet die IEA eine um acht Millionen Barrel pro Tag niedrigere Ölversorgung weltweit. Insgesamt kalkuliert sie mit einer täglichen Rohölnachfrage von gut 100 Millionen Barrel.
Am Mittwoch einigten sie die IAE-Mitgliederländer, insgesamt 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Sollte der Transport sich nicht normalisieren, geht die IEA von weiteren Versorgungsengpässen aus. Im März erwartet die IEA eine um acht Millionen Barrel pro Tag niedrigere Ölversorgung weltweit. Insgesamt kalkuliert sie mit einer täglichen Rohölnachfrage von gut 100 Millionen Barrel.
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Wadephul will mit Erdoğan sprechen
Am letzten Tag seiner viertägigen Reise in die Krisenregion ist Außenminister Johann Wadephul von Riad kommend soeben in Ankara angekommen. Hier trifft er nicht nur seinen türkischen Amtskollegen Hakan Fidan, sondern auch den Chef des Auslandsnachrichtendienstes, Ibrahim Kalın. Auch ein Gespräch mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ist vorgesehen.
Außenminister Wadephul (l.) und sein türkischer Amtskollege Hakan Fidan in Ankara. Foto: Sebastian Christoph Gollnow / dpa
Zentrales Thema dürften die Auswirkungen des amerikanisch-israelischen Krieges und der iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten in der Region sein. Zweimal wehrte die Nato, deren Mitglied die Türkei ist, in den vergangenen Tagen bereits iranische Raketenangriffe gegen die Türkei ab.
Wadephul ist seit Montag in der Krisenregion unterwegs, mit Abstechern nach Zypern, Israel, Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Am Mittwochabend nahm der Militärtransporter A400M der Luftwaffe, mit dem der CDU-Politiker aus Sicherheitsgründen diesmal überwiegend fliegt, von Katar aus auch eine Gruppe deutscher Urlauber mit Kindern in die saudi-arabische Hauptstadt Riad mit. Diese waren wegen des Krieges am Golf gestrandet. Die Urlauber sollen heute mit anderen Reisenden mit einem von der Bundesregierung gecharterten Sonderflug nach Deutschland zurückkehren.
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Irans Revolutionswächter reklamieren Angriff auf Tanker »Safesea Vishnu« für sich
Das iranische Regime hat sich zu dem Angriff auf den Öltanker »Safesea Vishnu« im Persischen Golf bekannt. In den frühen Morgenstunden sei das Schiff unter der Flagge der Marshallinseln getroffen worden, berichtet Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Demnach befindet es sich derzeit in US-Besitz.
In der Nacht standen in den Hoheitsgewässern des Irak zwei Tanker in Flammen, neben der »Safesea Vishnu« auch die »Zefyros«. Zu diesem Schiff äußerte sich das Regime den Berichten zufolge zunächst nicht. Bei dem Angriff wurde ein Mensch getötet, laut der indischen Botschaft im Irak ein indisches Besatzungsmitglied der »Safesea Vishnu«. Medienberichten zufolge soll der Tanker mit einem speziellen Boot mit Sprengstoff angegriffen worden sein.
Offenbar ein Toter bei Angriff auf Öltanker vor der Küste des Irak
Bei dem Angriff auf zwei Öltanker vor der irakischen Küste hat es offenbar mindestens ein Todesopfer gegeben. Das meldet das irakische Staatsfernsehen. Es soll sich um ein Besatzungsmitglied handeln. 38 weitere Mitglieder der Besatzung seien bislang gerettet worden und die Suche nach Vermissten halte an, sagte demnach der Leiter der irakischen Hafenbehörde, Farhan al-Fartousi.
Die Pressestelle der Regierung teilte der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA mit, zwei Tanker seien »Sabotage« ausgesetzt gewesen. Zuvor hatte al-Fartousi INA gesagt, ein »ausländischer Öltanker« sei in den irakischen Hoheitsgewässern angegriffen worden.
Die Pressestelle der Regierung teilte der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA mit, zwei Tanker seien »Sabotage« ausgesetzt gewesen. Zuvor hatte al-Fartousi INA gesagt, ein »ausländischer Öltanker« sei in den irakischen Hoheitsgewässern angegriffen worden.
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Von deutscher Reederei Hapag-Lloyd verchartertes Containerschiff getroffen
Im Persischen Golf ist ein ursprünglich von Hapag-Lloyd gechartertes Containerschiff von Schrapnellen getroffen worden. An Bord der »Source Blessing« brach nach dem Einschlag am frühen Morgen ein Feuer aus, Kabel wurden beschädigt, wie ein Sprecher der deutschen Reederei dem SPIEGEL bestätigte. Inzwischen konnte der Brand gelöscht werden, verletzt wurde niemand.
Als das Schiff getroffen worden sei, sei es noch dunkel gewesen, sagte der Sprecher. Trotzdem gehe man davon aus, dass das Schiff nicht direkt getroffen worden sei, sondern nur von Waffenteilen. Ob es sich etwa um Reste von Raketen oder Marschflugkörpern handle, sei noch unklar. Hapag-Lloyd hat den Frachter mit Platz für rund 3000 Container derzeit an die dänische Reederei Maersk weiterverchartert. Das Schiff fährt unter liberischer Flagge.
Angaben zur genauen Position des Schiffs machte der Reedereisprecher nicht. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete jedoch von einer Attacke auf ein Containerschiff 35 Seemeilen nördlich von Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Als das Schiff getroffen worden sei, sei es noch dunkel gewesen, sagte der Sprecher. Trotzdem gehe man davon aus, dass das Schiff nicht direkt getroffen worden sei, sondern nur von Waffenteilen. Ob es sich etwa um Reste von Raketen oder Marschflugkörpern handle, sei noch unklar. Hapag-Lloyd hat den Frachter mit Platz für rund 3000 Container derzeit an die dänische Reederei Maersk weiterverchartert. Das Schiff fährt unter liberischer Flagge.
Angaben zur genauen Position des Schiffs machte der Reedereisprecher nicht. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete jedoch von einer Attacke auf ein Containerschiff 35 Seemeilen nördlich von Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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Leseempfehlung: Der Abschwung droht, die Merz-Regierung kauft sich Zeit
Die Ölkrise erreicht Deutschland und erfasst die Bundesregierung: Die Zweifel von Kanzler Friedrich Merz am Krieg wachsen, sein Vize Lars Klingbeil wettert gegen Profiteure der Krise: Die Folgen des Irankriegs bekommen nun auch die Deutschen zu spüren. Die hohen Spritpreise können der Regierung gefährlich werden, berichten meine Kollegen Konstantin von Hammerstein, Paul-Anton Krüger, Andreas Niesmann und Gerald Traufetter.
Hier finden Sie den ganzen Text.
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Vizekanzler und Kanzler vor einer Kabinettssitzung. Foto: Liesa Johannssen / REUTERS
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Sprit erstmals seit Kriegsbeginn wieder günstiger
Die Kosten fürs Tanken sind im Tagesvergleich wieder gesunken – zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs. Superbenzin der Sorte E10 und Diesel waren im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs um 3,4 beziehungsweise 5,4 Cent pro Liter billiger als am Dienstag, wie der ADAC mitteilt.
Lesen Sie hier die ganze Meldung.
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Foto: KreativMedia Press / NurPhoto / picture alliance
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Kuwait und Dubai melden Drohnenangriffe
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur wurde der Flughafen in Kuwait von mehreren Drohnen getroffen. Das Gebäude wurde beschädigt, Verletzte gab es demnach nicht.
Auch in Dubai hat es laut den Behörden einen Angriff gegeben. Man reagiere auf »einen geringfügigen Drohnenvorfall im Gebiet Al Bada’a«, heißt es auf X. Es seien keine Verletzten gemeldet worden.
Auch in Dubai hat es laut den Behörden einen Angriff gegeben. Man reagiere auf »einen geringfügigen Drohnenvorfall im Gebiet Al Bada’a«, heißt es auf X. Es seien keine Verletzten gemeldet worden.
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Eindrücke aus Israel: Beklemmung, aber keine Angst
In der vergangenen Nacht gab es im Zentrum von Tel Aviv zweimal Luftalarm. Wobei ich einmal nicht wie üblich vom Schrillen des Smartphones geweckt wurde, sondern bereits von den Sirenen auf der Straße. Kurz danach war das Fauchen von Abfangraketen zu hören, dann dumpfes Knallen, als diese weit oben über der Stadt auf iranische Raketen trafen.
Natürlich sorgt das bei mir für eine gewisse Beklemmung, aber doch nicht für Angst. Israel verfügt über ein beeindruckendes Warn- und Abwehrsystem, der Beschuss ist im Gegensatz zum Krieg im vergangenen Juni so gering, dass fast nichts durchzukommen scheint. Ich möchte mir dagegen nicht ausmalen, wie es sich gerade für Menschen in Iran oder bestimmten Teilen des Libanon anfühlt. Ein Bekannter schickte mir gestern eine kurze Sprachnachricht aus Teheran: »Die israelischen Bomben machen uns allen Angst.«
Natürlich sorgt das bei mir für eine gewisse Beklemmung, aber doch nicht für Angst. Israel verfügt über ein beeindruckendes Warn- und Abwehrsystem, der Beschuss ist im Gegensatz zum Krieg im vergangenen Juni so gering, dass fast nichts durchzukommen scheint. Ich möchte mir dagegen nicht ausmalen, wie es sich gerade für Menschen in Iran oder bestimmten Teilen des Libanon anfühlt. Ein Bekannter schickte mir gestern eine kurze Sprachnachricht aus Teheran: »Die israelischen Bomben machen uns allen Angst.«
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Analyse: Iran zieht die USA in einen Wirtschaftskrieg
Es war hinlänglich bekannt, dass Irans Regime, grob zusammengefasst, zwei Mittel haben würde, um bei einem Angriff durch die USA und Israel zurückzuschlagen:
- Vergeltung durch Verbündete in der Region, die sogenannten Proxies. Dazu zählen die Hisbollah im Libanon oder die Huthi-Miliz im Jemen. Da diese jedoch unter anderem durch verschiedene Militäroperationen Israels stark geschwächt sind, hielt man das Risiko für überschaubar.
- Angriffe durch ballistische Raketen. Auch diese Möglichkeit schien bedingt bedrohlich, weil das iranische Raketenprogramm im Zwölftagekrieg vergangenen Juni massiv zurückgeworfen wurde.
Eine dritte Möglichkeit, vor der Expertinnen und Experten immer wieder gewarnt hatten, die man innerhalb der Regierung in Washington jedoch offenbar nicht ernst genug nahm: Irans Regime würde einen Wirtschaftskrieg führen, insbesondere indem es die Straße von Hormus schließt.
Genau dieses Szenario ist jetzt eingetreten – und die Trump-Regierung wirkt überfordert. Allein mit der Drohung, Frachter zu attackieren, haben die Mullahs den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus beinahe lahmgelegt. Trotz der Freigabe von Reserven ist der Preis für ein Barrel Rohöl der Marke Brent auf mehr als 100 Dollar gestiegen. Nun könnte das iranische Regime die Situation weiter eskalieren, indem es den Seeweg mit Minen blockiert. Die US-Marine müsste dann wohl mit Minenräumern in die Straße von Hormus eindringen und möglicherweise sogar an Land gehen.
Trump hatte einen schnellen Kriegseinsatz versprochen. Nun muss auch er die Erfahrung machen, dass es leichter ist, einen Krieg zu beginnen, als zu beenden.
Genau dieses Szenario ist jetzt eingetreten – und die Trump-Regierung wirkt überfordert. Allein mit der Drohung, Frachter zu attackieren, haben die Mullahs den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus beinahe lahmgelegt. Trotz der Freigabe von Reserven ist der Preis für ein Barrel Rohöl der Marke Brent auf mehr als 100 Dollar gestiegen. Nun könnte das iranische Regime die Situation weiter eskalieren, indem es den Seeweg mit Minen blockiert. Die US-Marine müsste dann wohl mit Minenräumern in die Straße von Hormus eindringen und möglicherweise sogar an Land gehen.
Trump hatte einen schnellen Kriegseinsatz versprochen. Nun muss auch er die Erfahrung machen, dass es leichter ist, einen Krieg zu beginnen, als zu beenden.
Foto: Jon Cherry / picture alliance / AP
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Italienischer Militärstützpunkt im Nordirak angegriffen
Im Norden des Irak ist nach Angaben der italienischen Regierung ein Militärstützpunkt Italiens angegriffen worden. Er verurteile die Attacke in Erbil auf das Schärfste, schrieb Außenminister Antonio Tajani auf X. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden. Die Soldaten hätten sich in einem Bunker in Sicherheit gebracht.
Italien hat in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistans im Irak, rund 300 Soldaten stationiert. Sie bilden dort kurdische Sicherheitskräfte aus. Seit Beginn des Krieges ist die Region immer wieder mit Drohnen attackiert worden. Die meisten Geschosse hatte die Flugabwehr abfangen können.
Italien hat in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistans im Irak, rund 300 Soldaten stationiert. Sie bilden dort kurdische Sicherheitskräfte aus. Seit Beginn des Krieges ist die Region immer wieder mit Drohnen attackiert worden. Die meisten Geschosse hatte die Flugabwehr abfangen können.
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Kuwait meldet nach Drohnenabschuss Schäden an Stromleitungen
In Kuwait sind sechs Stromleitungen außer Betrieb, nachdem Trümmer einer abgefangenen Drohne auf sie gefallen waren. Das teilte das Energieministerium des Landes mit. Die Lage sei aber unter Kontrolle.
Saudi-Arabien meldete, man habe eine Drohne abgefangen, die sich in Richtung des Ölfelds Schaiba bewegt habe. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war es der vierte derartige Vorfall innerhalb eines Tages.
Saudi-Arabien meldete, man habe eine Drohne abgefangen, die sich in Richtung des Ölfelds Schaiba bewegt habe. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war es der vierte derartige Vorfall innerhalb eines Tages.
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Drohende Engpässe: Australien lockert Benzinstandards
Wegen der angespannten Lage auf den Energiemärkten lockert Australien vorübergehend seine Standards für Benzin. In den kommenden zwei Monaten dürfen wieder Kraftstoffe mit höherem Schwefelgehalt verkauft werden, die bisher vor allem für den Export produziert wurden, teilte Energieminister Chris Bowen mit. Dadurch könnten für den heimischen Markt monatlich rund 100 Millionen Liter zusätzlich bereitgestellt werden.
Die Maßnahme soll besonders ländlichen Regionen zugutekommen, wo es zuletzt Engpässe gab. Bowen versuchte, die Bevölkerung zu beruhigen. Die Treibstofflieferungen nach Australien liefen weiter und die Vorräte seien stabil, sagte er. »Es gibt keinen Grund für Panikkäufe.«
Menschen an einer Tankstelle in Melbourne. Foto: William West / AFP
Nach Angaben der Regierung reichen die nationalen Reserven für etwa 30 Tage. Dieser Wert liegt aber unter der Empfehlung der Internationalen Energieagentur IEA, wonach die Mitgliedsländer über Treibstoffreserven für mindestens 90 Tage verfügen sollten.
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Bericht: Führung in Iran offenbar weitgehend intakt
Anders als von vielen Iranern erhofft, steht das Regime im Land wohl nicht vor dem Zusammenbruch. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Eine »Vielzahl« von Geheimdienstberichten liefere »übereinstimmende Analysen, dass das Regime nicht in Gefahr ist« und »die Kontrolle über die iranische Bevölkerung behält«, sagte eine anonyme Quelle. Der jüngste Bericht sei erst wenige Tage alt.
Auch Israel habe demnach in Gesprächen eingeräumt, dass es keine Gewissheit dafür gebe, dass die iranische Führung zusammenbricht. Die Lage vor Ort sei unbeständig und könne sich jederzeit ändern. Weder die CIA noch Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard wollten sich auf Reuters-Anfrage äußern.
Auch Israel habe demnach in Gesprächen eingeräumt, dass es keine Gewissheit dafür gebe, dass die iranische Führung zusammenbricht. Die Lage vor Ort sei unbeständig und könne sich jederzeit ändern. Weder die CIA noch Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard wollten sich auf Reuters-Anfrage äußern.
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Leseempfehlung: Das ist der Machtzirkel um Irans neues Oberhaupt
Mojtaba Khamenei, jahrzehntelang Strippenzieher im Machtzentrum seines Vaters, ist zum neuen Obersten Führer Irans aufgestiegen. Seine engsten Vertrauten sind für Gier und Brutalität bekannt. Was das für die Zukunft des Landes heißt, lesen Sie hier.
Foto: Rouzbeh Fouladi / ZUMA Press / picture alliance
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Wirtschaftsweise Grimm kritisiert geplante Tankstellenregel
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hält den Plan der Bundesregierung, Preiserhöhungen an Tankstellen nur noch einmal täglich zu erlauben, für wirkungslos. »Im schlimmsten Fall erhöhen die Tankstellen vorsorglich noch stärker, um die Preissteigerungen, die durch die Raffinerien vorgenommen werden, auf jeden Fall weitergeben zu können«, sagte Grimm der »Rheinischen Post«. Auch bei der Freigabe der nationalen Ölreserven mahnte die Ökonomin zur Vorsicht: Man solle »nicht zu früh in die Vollen gehen«, da die Krise länger andauern könnte und die Reserven begrenzt seien. Die geplante Freigabe wird von der Internationalen Energie-Agentur koordiniert.
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Kaum noch Touristen: Golfstaaten entgehen pro Tag 600 Millionen Dollar
Der Wirtschaft in den Golfstaaten entgehen wegen des Irankriegs nach Schätzung eines Tourismusverbands aktuell Einnahmen von rund 600 Millionen US-Dollar (520 Millionen Euro) pro Tag. Ursache sei der massive Rückgang Reisender. Durch die für den internationalen Flugverkehr bedeutenden Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Doha und Bahrain kämen normalerweise mehr als 500.000 Passagiere pro Tag, erklärte der in London ansässige Welttourismusverbands (WTTC). Seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen seien die Flughäfen geschlossen oder nur sehr eingeschränkt nutzbar.
Die Schätzung von rund 600 Millionen Dollar entfallener Einnahmen pro Tag stützt sich dabei auf die WTTC-Prognose für den Nahen Osten für das laufende Jahr. Darin wurden vor dem Ausbruch des jüngsten Konflikts Ausgaben internationaler Besucher von rund 207 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Jegliche Unterbrechung der Reisetätigkeiten führe schnell zu bedeutenden wirtschaftlichen Folgen für die Tourismusbranche und für Unternehmen, die vor Ort auf die Ausgaben Reisender zählen.
Die Schätzung von rund 600 Millionen Dollar entfallener Einnahmen pro Tag stützt sich dabei auf die WTTC-Prognose für den Nahen Osten für das laufende Jahr. Darin wurden vor dem Ausbruch des jüngsten Konflikts Ausgaben internationaler Besucher von rund 207 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Jegliche Unterbrechung der Reisetätigkeiten führe schnell zu bedeutenden wirtschaftlichen Folgen für die Tourismusbranche und für Unternehmen, die vor Ort auf die Ausgaben Reisender zählen.
Dubai am 10. März: Leere Strände, keine Kundschaft. Foto: Fadel Senna / AFP
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Lesetipp: Präsident siegessicher, Kriegsziel unbekannt
Das Regime stürzen, gefügig machen oder nur schwächen: Donald Trump hat bis heute kein klares Kriegsziel formuliert. Wie findet der US-Präsident raus aus dem Konflikt mit Iran?
Foto: Saul Loeb / AFP
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Neuseeländische Airline kürzt Flugplan wegen explodierender Kerosinpreise
Die Fluggesellschaft Air New Zealand gab am Donnerstag bekannt, bis Anfang Mai fünf Prozent ihrer Flüge zu streichen. Grund dafür seien die durch den Irankrieg verursachten, stark gestiegenen Treibstoffpreise und die Behinderungen im Flugverkehr. Wegen des Kriegs müssen Airlines in der Golfregion Umwege fliegen, was die Kosten zusätzlich nach oben treibt.
In dieser Woche hatten bereits mehrere Airlines, darunter neben Air New Zealand auch die australische Qantas Airways, die skandinavische SAS und Thai Airways, Preiserhöhungen angekündigt. Als Grund nannten sie den abrupten Anstieg der Treibstoffkosten.
Foto: William West / AFP
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Ölpreis für Sorte Brent übersteigt 100-Dollar-Marke
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent hat am frühen Morgen die Marke von 100 US-Dollar überschritten. Das ist deutlich mehr als am Vortag, als ein Barrel noch knapp 93 Dollar kostete. Hintergrund des Anstiegs in der Nacht dürften die jüngsten Angriffe auf Öltanker vor der Küste des Irak sein.
Bei dem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf war nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur Ina einen Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crewmitglieder wurden gerettet; ein Mensch kam ums Leben, wie der Militärsprecher weiter sagte.
Bei dem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf war nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur Ina einen Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crewmitglieder wurden gerettet; ein Mensch kam ums Leben, wie der Militärsprecher weiter sagte.
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Inwischen verbreitet die Agentur Reuters Fotos von dem Angriff auf die Öltanker vor der irakischen Küste. Die Aufnahmen stammen demnach aus einem Video, das die Hafenbehörde des Irak veröffentlicht hat. Es soll sich um die Tanker »Zefyros« und »Safesea Vishnu« handeln:
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Rohöl verteuert sich trotz Freigabe von Reserven weiter
An den Ölmärkten zeichnet sich auch nach der Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur keine Entspannung ab. Sorgen vor einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus hielten die Preise auf dem höchsten Niveau seit Jahren – ein schlechtes Omen für Autofahrer in Deutschland und weltweit.
Während Iran droht, kein Tropfen Öl für die USA und ihre Partner werde die Meerenge passieren, spielt US-Präsident Donald Trump die Gefahr herunter. Öltanker sollten die Straße von Hormus durchfahren, sagte er am Mittwoch. Dass Iran die Gewässer vermint habe, wie mehrere Medien berichteten, glaube er nicht. Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus liegt zwischen Iran und Oman. Sie gehört zu den wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels.
Um den Ölmarkt zu stabilisieren, hatte die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch angekündigt, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, auch die USA beteiligen sich.
Ölverarbeitung in Saudi-Arabien. Foto: Bilal Qabalan / AFP
Doch die Ölpreise stiegen weiter. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete in der Nacht auf Donnerstag über 93 Dollar und damit knapp ein Prozent mehr als am Vortag. Bei der US-Sorte WTI fiel der Anstieg ähnlich aus. Eine mögliche Erklärung für die schwache Reaktion der Märkte ist, dass mit der Maßnahme der IEA bereits gerechnet wurde. Die Ölpreise waren in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen, ehe sie sich etwas erholten.
Die freigegebene Reserve könnte ausreichen, um die Blockade der Straße von Hormus einige Zeit zu überbrücken. Nach Angaben der IEA passierten die Meerenge im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Millionen Barrel pro Tag. Die angekündigten 400 Millionen Barrel würden also genügen, um einen Ausfall für 20 Tage auszugleichen.
Allerdings dürfte es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Öl ankommt. Die USA versprachen, sich mit 172 Millionen Barrel zu beteiligen. Nächste Woche solle es losgehen, und die komplette Auslieferung könne rund 120 Tage dauern.
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Schweiz schließt Botschaft in Iran, die auch USA vertritt
Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran nach eigenen Angaben wegen eines »steigenden Sicherheitsrisikos« vorübergehend. Die Schweiz vertritt in Iran seit Jahrzehnten auch die Interessen Washingtons. Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern. Deren Arbeit »bleibt für den Schutz von US-Interessen und die Unterstützung unserer Staatsbürger entscheidend«.
Die Regierung in Bern wiederum erklärte, in Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen. Der Botschafter in Teheran und fünf Mitarbeiter hätten Iran am Mittwoch auf dem Landweg verlassen und befänden sich in Sicherheit. »Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren«, hieß es.
Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA in Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger.
Die Regierung in Bern wiederum erklärte, in Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen. Der Botschafter in Teheran und fünf Mitarbeiter hätten Iran am Mittwoch auf dem Landweg verlassen und befänden sich in Sicherheit. »Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren«, hieß es.
Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA in Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger.
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Angriffe auf Treibstofflager in Bahrain und Gebäude in Dubai
Iran hat nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager in Bahrain angegriffen. Der Angriff erfolgte laut dem Innenministerium des Inselstaats im Bezirk Muharraq – dort liegt auch der internationale Flughafen.
Das Ministerium erklärte auf der Plattform X, die zuständigen Behörden unternähmen nach dem Angriff die nötigen Schritte. Es wurden keine weiteren Details mitgeteilt. Damit blieb zunächst unklar, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte.
Teheran greift infolge der US-israelischen Angriffe in Iran auch Ziele in den Golfstaaten mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Besonders im Fokus stehen dabei Länder, in denen es US-Stützpunkte gibt. Bahrain etwa ist der wichtigste Standort der US-Marine im Nahen Osten.
Das Ministerium erklärte auf der Plattform X, die zuständigen Behörden unternähmen nach dem Angriff die nötigen Schritte. Es wurden keine weiteren Details mitgeteilt. Damit blieb zunächst unklar, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte.
Teheran greift infolge der US-israelischen Angriffe in Iran auch Ziele in den Golfstaaten mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Besonders im Fokus stehen dabei Länder, in denen es US-Stützpunkte gibt. Bahrain etwa ist der wichtigste Standort der US-Marine im Nahen Osten.
Die iranischen Streitkräfte griffen dem Staatsfernsehen zufolge auch ein Gebäude in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einer Drohne an. In dem Gebäude, das »ein Unterschlupf für amerikanische Soldaten war, die Iran angegriffen haben«, sei ein Feuer ausgebrochen, teilte der iranische Sender Irib im Onlinedienst Telegram mit. Die emiratischen Behörden erklärten, der Brand sei »vollständig unter Kontrolle« gebracht worden. Es sei niemand verletzt worden.
Zuvor hatten die Behörden den Absturz einer Drohne auf ein Gebäude in der Nähe des Wohnviertels Dubai Creek Harbour gemeldet. Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien.
Zuvor hatten die Behörden den Absturz einer Drohne auf ein Gebäude in der Nähe des Wohnviertels Dubai Creek Harbour gemeldet. Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien.
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Lesetipp: Trump versprach, die Preise zu halbieren. Nun ist der Sprit deutlich teurer
Donald Trump gelobte im Wahlkampf: Die Amerikaner werden sich wieder mehr leisten können. Jetzt schießen die Spritpreise wegen seines Kriegs immer weiter hoch. Der Iranschock hält laut US-Behörde wohl noch mindestens ein Jahr.
Tankstellenschild im US-Bundesstaat Washington am 10. März: Benzin und Diesel werden im Zug des Irankriegs landesweit immer teurer. Foto: M. Scott Brauer / ZUMA Press / IMAGO
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Libanon meldet sieben Tote nach israelischen Angriffen
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge zehn Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Dabei seien »Dutzende Abschussvorrichtungen« sowie ein Hauptquartier des Nachrichtendienstes und Kommandozentren der Miliz getroffen worden.
Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei einem Angriff im Zentrum von Beirut mindestens sieben Menschen getötet und 21 weitere Personen verletzt. Der Angriff habe den Strandabschnitt Ramlet al-Baida getroffen, an dem Vertriebene im Freien ihre Schlaflager eingerichtet hätten, erklärte das Ministerium in Beirut.
Zuvor hatten die iranischen Revolutionswächter gemeinsame Angriffe mit der Hisbollah auf Ziele in Israel bekannt gegeben. In einer von den iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim verbreiteten Erklärung der Revolutionswächter hieß es, die iranischen Streitkräfte und die Hisbollah hätten in einem »gemeinsamen und integrierten« Einsatz mehr als 50 Ziele in Israel mit Raketen und Drohnen attackiert. Dabei seien unter anderem israelische Armeestützpunkte in Haifa, Tel Aviv und Beer Scheva anvisiert worden.
Israelische Luftangriffe auf Vororte von Beirut. Foto: Bilal Hussein / AP
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Trump kündigt sinkende Ölpreise an
US-Präsident Donald Trump hat bei seiner ersten Wahlkampfreise seit Beginn des Irankriegs zu den gestiegenen Benzinpreisen Stellung genommen. Bei einem Auftritt im Bundesstaat Ohio sagte Trump, der Ölpreis werde fallen. »Er wird mehr sinken, als irgendjemand versteht«, erklärte der Präsident bei einem Fabrikbesuch in Cincinnati.
Die Benzinpreise sind nach Angaben des Automobilverbands AAA im vergangenen Monat landesweit im Durchschnitt um 61 Cent je Gallone gestiegen. Trump kündigte an, die USA würden ihre strategischen Ölreserven etwas reduzieren.
Trump hatte den Anstieg in den sozialen Medien als »sehr kleinen Preis« für die Beseitigung der iranischen nuklearen Bedrohung bezeichnet. Nur »Narren« würden dies anders sehen, schrieb er vor wenigen Tagen. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge befürwortet etwa einer von vier US-Bürgern den US-israelischen Angriff auf die Islamische Republik.
Die Benzinpreise sind nach Angaben des Automobilverbands AAA im vergangenen Monat landesweit im Durchschnitt um 61 Cent je Gallone gestiegen. Trump kündigte an, die USA würden ihre strategischen Ölreserven etwas reduzieren.
Trump hatte den Anstieg in den sozialen Medien als »sehr kleinen Preis« für die Beseitigung der iranischen nuklearen Bedrohung bezeichnet. Nur »Narren« würden dies anders sehen, schrieb er vor wenigen Tagen. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge befürwortet etwa einer von vier US-Bürgern den US-israelischen Angriff auf die Islamische Republik.
Donald Trump. Foto: Julia Demaree Nikhinson / AP
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Offenbar ein Toter bei Angriff auf Öltanker vor der Küste des Irak
Bei dem Angriff auf zwei Öltanker vor der irakischen Küste hat es offenbar mindestens ein Todesopfer gegeben. Das meldet das irakische Staatsfernsehen. Es soll sich um ein Besatzungsmitglied handeln. 38 weitere Mitglieder der Besatzung seien bislang gerettet worden und die Suche nach Vermissten halte an, sagte demnach der Leiter der irakischen Hafenbehörde, Farhan al-Fartousi.
Die Pressestelle der Regierung teilte der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA mit, zwei Tanker seien »Sabotage« ausgesetzt gewesen. Zuvor hatte al-Fartousi INA gesagt, ein »ausländischer Öltanker« sei in den irakischen Hoheitsgewässern angegriffen worden.
Die Pressestelle der Regierung teilte der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA mit, zwei Tanker seien »Sabotage« ausgesetzt gewesen. Zuvor hatte al-Fartousi INA gesagt, ein »ausländischer Öltanker« sei in den irakischen Hoheitsgewässern angegriffen worden.
Öltanker vor Irak stehen in Flammen
Zwei Tanker, die Öl aus Irak geladen haben, sind in den Hoheitsgewässern des Landes angegriffen worden. Das teilte die irakische Hafenbehörde laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. Man habe insgesamt 25 Besatzungsmitglieder von beiden Schiffen in Sicherheit gebracht; die Brände seien noch nicht gelöscht. Wer für den Angriff verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt.
Auf X kursieren bislang unbestätigte Informationen, wonach die iranischen Revolutionswächter für den Angriff verantwortlich sein sollen; demnach seien sogar drei Schiffe getroffen worden, eines davon angeblich unter US-Flagge fahrend. Die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Auf X kursieren bislang unbestätigte Informationen, wonach die iranischen Revolutionswächter für den Angriff verantwortlich sein sollen; demnach seien sogar drei Schiffe getroffen worden, eines davon angeblich unter US-Flagge fahrend. Die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Auch USA wollen strategische Ölreserven teilweise freigeben
Der US-Präsident plant, mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis zu stabilisieren. »Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf«, sagte Donald Trump dem Sender Local 12 über die Reserven. Die Maßnahme werde die Preise wieder nach unten bringen.
Das US-Energieministerium nannte in dem Kontext eine Menge von 172 Millionen Barrel, die man von US-Seite ab der nächsten Woche freigeben werde. Der Zeitraum erstrecke sich etwa über vier Monate, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.
Die strategische Ölreserve der USA ist nach Regierungsangaben der weltweit größte Notfallvorrat an Rohöl. Er wurde in erster Linie eingerichtet, um die Auswirkungen von Lieferkrisen zu verringern und internationalen Verpflichtungen nachzukommen.
Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) mitgeteilt, eine Rekordmenge an Ölreserven auf den Weltmarkt zu pumpen. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer, zu denen auch die USA zählen, 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer Mitteilung heißt.
- Mehr Hintergründe hier: Das bedeutet der neue Ölpreisschock für die Welt – und für Sie
Brennende Hafenanlage in Bandar Abbas, Iran, an der Straße von Hormus. Foto: 2026 Planet Labs PBC / AFP
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Videoempfehlung: »Worauf man sich verlassen kann – die Iraner geben nicht auf«
Im SPIEGEL-Spitzengespräch diskutieren Journalist Michel Abdollahi, Iranexpertin Diba Mirzaei und SPIEGEL-Reporterin Susanne Koelbl über die Reaktionen auf Donald Trumps Bomben, gezielte Erschießungen und die merkwürdige Stille des neuen Ajatollahs. Hier geht’s zum ganzen Video.
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Öltanker vor Irak stehen in Flammen
Zwei Tanker, die Öl aus Irak geladen haben, sind in den Hoheitsgewässern des Landes angegriffen worden. Das teilte die irakische Hafenbehörde laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. Man habe insgesamt 25 Besatzungsmitglieder von beiden Schiffen in Sicherheit gebracht; die Brände seien noch nicht gelöscht. Wer für den Angriff verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt.
Auf X kursieren bislang unbestätigte Informationen, wonach die iranischen Revolutionswächter für den Angriff verantwortlich sein sollen; demnach seien sogar drei Schiffe getroffen worden, eines davon angeblich unter US-Flagge fahrend. Die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Auf X kursieren bislang unbestätigte Informationen, wonach die iranischen Revolutionswächter für den Angriff verantwortlich sein sollen; demnach seien sogar drei Schiffe getroffen worden, eines davon angeblich unter US-Flagge fahrend. Die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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G7-Staaten prüfen Geleitschutz für Schiffe
Der Irankrieg hat den Schiffsverkehr in der für die Weltwirtschaft enorm wichtigen Straße von Hormus quasi zum Erliegen gebracht. Eine Arbeitsgruppe soll nun untersuchen, unter welchen Bedingungen Schiffe im Golf eskortiert werden können, heißt es in einer Erklärung der französischen G7-Präsidentschaft. Ziel sei die Wiederherstellung der freien Schifffahrt, sobald die Sicherheitslage dies zulasse.
- Mehr Hintergründe hier: Was passiert, wenn Iran die Straße von Hormus vermint?
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Uno-Sicherheitsrat verurteilt Irans Angriffe auf Golfstaaten
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die iranischen Angriffe auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text. Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.
Die Golfstaaten sehen sich weiterhin Raketen- und Drohnenangriffen aus Iran ausgesetzt. In der Resolution wurde unter anderem die sofortige Einstellung der iranischen Angriffe auf die Golfstaaten und andere Nachbarstaaten Irans gefordert.
Die Golfstaaten sehen sich weiterhin Raketen- und Drohnenangriffen aus Iran ausgesetzt. In der Resolution wurde unter anderem die sofortige Einstellung der iranischen Angriffe auf die Golfstaaten und andere Nachbarstaaten Irans gefordert.
Foto: Shannon Stapleton / REUTERS
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Israel fliegt Angriffe im Süden des Libanon – Hisbollah greift mit Raketen und Drohnen an
Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Nachrichtenagengtur dpa auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien.
Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe »eine groß angelegte Angriffswelle« auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen. Die dicht besiedelten Vororte im Süden Beiruts gelten als Hochburg der Hisbollah, die mit Iran verbündet ist. Israels Armee hatte zuvor alle Bewohnerinnen und Bewohner dort zur Flucht aufgerufen.
Die libanesische Hisbollah griff am Abend zugleich Nordisrael massiv mit Raketen und Drohnen an. Dabei wurde dort Berichten zufolge ein Haus getroffen.
Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe »eine groß angelegte Angriffswelle« auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen. Die dicht besiedelten Vororte im Süden Beiruts gelten als Hochburg der Hisbollah, die mit Iran verbündet ist. Israels Armee hatte zuvor alle Bewohnerinnen und Bewohner dort zur Flucht aufgerufen.
Die libanesische Hisbollah griff am Abend zugleich Nordisrael massiv mit Raketen und Drohnen an. Dabei wurde dort Berichten zufolge ein Haus getroffen.
Rauchsäulen steigen nach einem israelischen Angriff auf Beiruts südliche Vororte auf. Foto: Mohamed Azakir / REUTERS
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»New York Times«: Sechs Tage Irankrieg haben USA mehr als elf Milliarden Dollar gekostet
Die ersten sechs Tage des Krieges gegen Iran haben die USA einem Bericht der »New York Times« zufolge mehr als 11,3 Milliarden Dollar (mehr als 9,76 Milliarden Euro) gekostet. Viele Kosten im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Angriffe seien darin noch nicht enthalten, berichtete die Zeitung weiter. Sie beruft sich auf eine Pentagon-Besprechung mit Kongressabgeordneten. Die endgültige Summe für die erste Woche des Krieges könnte damit noch erheblich steigen.
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Trump: In Irankrieg »praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte«
Der Irankrieg ende, wann er es wolle, brüstet sich US-Präsident Donald Trump. Es gebe in dem Konflikt »praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte«, zitierte ihn das US-Nachrichtenportal Axios nach einem Telefoninterview. Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht (mehr zu der Frage, wie Trump aus dem Konflikt mit Iran herausfinden könnte, erfahren Sie hier).
Bei Israels Verteidigungsminister Israel Katz hört sich das anders an. »Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist«, sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Der israelische Armeesprecher Effie Defrin erklärte zudem, dass Israels Militär noch eine umfangreiche Liste an Zielen habe. Israels Armee sei außerdem bereit, den Einsatz in Iran so lange wie nötig fortzusetzen.
Bei Israels Verteidigungsminister Israel Katz hört sich das anders an. »Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist«, sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Der israelische Armeesprecher Effie Defrin erklärte zudem, dass Israels Militär noch eine umfangreiche Liste an Zielen habe. Israels Armee sei außerdem bereit, den Einsatz in Iran so lange wie nötig fortzusetzen.
US-Präsident Trump (am Mittwoch in Kentucky). Foto: Jon Cherry / AP
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Berichte: Falschinformationen könnten zu Angriff auf iranische Mädchenschule geführt haben
Mehrere Medien berichten unter Berufung auf anonyme Angaben, dass der Beschuss einer Schule in Iran auf die Verwendung falscher Informationen oder überholter Zieldaten durch das US-Militär zurückgehen könnte. Bei dem Angriff sollen rund 150 Schülerinnen getötet worden sein.
Eine mit der Untersuchung vertraute Person sagte der »Washington Post«, dass das Gebäude als Fabrik identifiziert und als genehmigtes Angriffsziel vorgesehen gewesen sei. Eine zweite Person erklärte, dass sich in der Nähe ein Waffenlager befunden habe und sie nicht wisse, ob die USA die Schule irrtümlich getroffen hätten – oder ob US-Beamte über falsche Informationen verfügt und das Gebäude fälschlicherweise für das Waffenlager gehalten hätten. Der Nachrichtenagentur Reuters sagten zwei Quellen, die Nutzung veralteter Zieldaten habe zu dem Angriff auf die Mädchenschule geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Inzwischen fordern Dutzende demokratische US-Senatoren, dass sich die Trump-Regierung zu dem Fall äußert und Antworten liefert. Es erhärteten sich Hinweise, dass die USA für den Angriff verantwortlich seien.
Eine mit der Untersuchung vertraute Person sagte der »Washington Post«, dass das Gebäude als Fabrik identifiziert und als genehmigtes Angriffsziel vorgesehen gewesen sei. Eine zweite Person erklärte, dass sich in der Nähe ein Waffenlager befunden habe und sie nicht wisse, ob die USA die Schule irrtümlich getroffen hätten – oder ob US-Beamte über falsche Informationen verfügt und das Gebäude fälschlicherweise für das Waffenlager gehalten hätten. Der Nachrichtenagentur Reuters sagten zwei Quellen, die Nutzung veralteter Zieldaten habe zu dem Angriff auf die Mädchenschule geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Inzwischen fordern Dutzende demokratische US-Senatoren, dass sich die Trump-Regierung zu dem Fall äußert und Antworten liefert. Es erhärteten sich Hinweise, dass die USA für den Angriff verantwortlich seien.
Menschen in den Trümmern der getroffenen Mädchenschule im iranischen Minab. Foto: Mehr News Agency / AP / dpa
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Israel und die USA greifen weiter Ziele in Iran und Irans Verbündete an, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen des Krieges auf dem Laufenden.
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Mit Material der Agenturen









