Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken.
- Im Irak ist ein US-Tankflugzeug abgestürzt. Bei dem Vorfall sind nach Angaben des US-Militärs vier Besatzungsmitglieder getötet worden.
- Die USA erlauben zeitweise den Verkauf von russischem Erdöl, um die Energiemärkte zu stabilisieren. Bundeskanzler Merz kritisiert Trumps Sanktions-Wende.
- Der neue Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, hat sein erstes Statement im Staatsfernsehen verlesen lassen. Er kündigte Rache an, zudem werde die Straße von Hormus weiter blockiert.
- In Oman sind offenbar zwei Menschen bei einem Drohnenangriff gestorben, die saudi-arabische Armee hat eigenen Angaben zufolge Dutzende Drohnen in ihrem Luftraum abgefangen.
- Bei einem Drohnenangriff im Nordirak ist ein französischer Soldat getötet worden.
- In Teheran protestieren Menschen am Quds-Tag gegen Israel und die USA. Auch der Präsident Masoud Pezeshkian zeigt sich offen auf der Straße.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Plötzlich fühlt sich der Krieg ganz nah an: Krieg gegen Iran, Bedrohung aus Russland, ein US-Präsident, der sich an keine Regeln hält: Die alte Weltordnung ist aus den Fugen, es gilt das Recht des Stärkeren. Was das für uns Europäer bedeutet.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Der US-Präsident gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt allerdings nicht nur, was seine Strategie ist. Auch Meldungen über militärische Erfolge betrachtet Berlin mit Skepsis.
- Das ist der Machtzirkel um Irans neuen Obersten Führer: Mojtaba Khamenei, jahrzehntelang Strippenzieher im Machtzentrum seines Vaters, ist zum neuen Machthaber Irans aufgestiegen. Seine engsten Vertrauten sind für Gier und Brutalität bekannt. Was heißt das für die Zukunft des Landes?
- Unbekannter Sender funkt Geheimbotschaften auf Persisch: Seit Beginn des Krieges gegen Iran laufen über einen Kurzwellensender zweimal am Tag persische Zahlenreihen. Handelt es sich um Botschaften aus dem Westen an Agenten in dem Land?
- Was passiert, wenn Iran die Straße von Hormus vermint? Das iranische Regime soll über rund 6000 Seeminen verfügen. Nun könnte es damit die Straße von Hormus blockieren. Für den Welthandel wäre das ein Albtraum.
- Baut Iran eine Atomwaffe? Fast 500 Kilogramm hoch angereichertes Uran lagern in Iran, die US-Regierung überlegt, es zu bergen. Sicherheitsexperte Jeffrey Lewis spricht über die Risiken einer solchen Mission.
- Präsident siegessicher, Kriegsziel unbekannt: Donald Trump hat bis heute kein klares Kriegsziel formuliert. Wie findet der US-Präsident raus aus dem Konflikt mit Iran?
- Trump versprach, die Preise zu halbieren: Jetzt werden Benzin und Diesel in den USA immer teurer. Der Iranschock hält laut US-Behörde wohl noch mindestens ein Jahr.
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Irans Führung zeigt sich bei Al-Quds-Demonstration in Teheran
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian und weitere ranghohe Beamte sind offenbar bei den Kundgebungen zum Quds-Tag in Teheran auf die Straße gegangen. Ein von den iranischen Staatsmedien veröffentlichtes Video zeigt Pezeshkian, wie er inmitten der Menschenmenge durch die Straßen geht.
Die Staatsmedien zeigen zudem mehrere hochrangige Beamte, die an den Kundgebungen in Teheran teilnahmen. Zu sehen sind neben Pezeshkian Außenminister Abbas Araghchi und der Geistliche Alireza Arafi, ein ehemaliges Mitglied des iranischen Interims-Führungsrats und Leiter der theologischen Seminare des Landes. Auch der Teheraner Bürgermeister Alireza Zakani und Kulturminister Abbas Salehi sollen bei der Kundgebung sein.
Auf weiteren Bildern sind zudem der Leiter der Atomenergieorganisation, Mohammad Eslami, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, der Polizeichef Ahmad-Reza Radan und der Leiter der Justizorganisation der Streitkräfte, Ahmadreza Pourkhaghan zu sehen.
Dass sich die Führungsriege so offen auf der Straße bewegt, ist nach der von den USA und Israel ausgeführten Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei und weiterer Mitglieder aus dem Machtzirkel überaus ungewöhnlich.
Die Staatsmedien zeigen zudem mehrere hochrangige Beamte, die an den Kundgebungen in Teheran teilnahmen. Zu sehen sind neben Pezeshkian Außenminister Abbas Araghchi und der Geistliche Alireza Arafi, ein ehemaliges Mitglied des iranischen Interims-Führungsrats und Leiter der theologischen Seminare des Landes. Auch der Teheraner Bürgermeister Alireza Zakani und Kulturminister Abbas Salehi sollen bei der Kundgebung sein.
Auf weiteren Bildern sind zudem der Leiter der Atomenergieorganisation, Mohammad Eslami, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, der Polizeichef Ahmad-Reza Radan und der Leiter der Justizorganisation der Streitkräfte, Ahmadreza Pourkhaghan zu sehen.
Dass sich die Führungsriege so offen auf der Straße bewegt, ist nach der von den USA und Israel ausgeführten Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei und weiterer Mitglieder aus dem Machtzirkel überaus ungewöhnlich.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Uno-Chef António Guterres auf Solidaritätsbesuch im Libanon
António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, ist in Beirut eingetroffen. Das teilt Guterres auf seinem X-Account mit. Er wolle sich mit dem libanesischen Volk solidarisch zeigen. »Sie haben sich diesen Krieg nicht ausgesucht. Sie wurden hineingezogen«, schreibt Guterres auf X. Die Uno und er selbst werden »keine Mühen scheuen, um die friedliche Zukunft zu erreichen, die der Libanon und diese Region so sehr verdienen«.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Laut WHO mehr als 1200 Tote in Iran, über 600 im Libanon
Seit Beginn des Krieges im Nahen und Mittleren Osten sind in Iran und im Libanon knapp 1900 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO mit Verweis auf Angaben nationaler Behörden in Iran und im Libanon.
In Iran seien demnach mehr als 1200 Menschen getötet und mehr als 15.000 verletzt worden. Schätzungen zufolge seien mehr als 100.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Das UNHCR schätzte am Vortag, in Iran gebe es zwischen 600.000 und eine Million Binnenvertriebene.
Im Libanon seien laut WHO über 600 Todesopfer und mehr als 1500 Verletzte gemeldet worden. Innerhalb des Landes seien demnach mehr als 800.000 Menschen auf der Flucht.
Im Libanon seien laut WHO über 600 Todesopfer und mehr als 1500 Verletzte gemeldet worden. Innerhalb des Landes seien demnach mehr als 800.000 Menschen auf der Flucht.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Dritte ballistische Rakete Richtung Türkei laut Ankara abgefangen
Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums hat ein im östlichen Mittelmeer stationiertes Nato-Luftabwehrsystem eine weitere ballistische Rakete abgefangen, die aus Iran in Richtung Türkei abgefeuert worden sein soll. Seit Beginn des Krieges ist das bereits der dritte Vorfall dieser Art. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
Die Türkei werde alle notwendigen Maßnahmen »entschlossen und ohne Zögern« ergreifen, hieß es weiter. Das türkische Verteidigungsministerium stehe in Kontakt mit Iran, um den Vorfall aufzuklären.
Die Türkei werde alle notwendigen Maßnahmen »entschlossen und ohne Zögern« ergreifen, hieß es weiter. Das türkische Verteidigungsministerium stehe in Kontakt mit Iran, um den Vorfall aufzuklären.
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Israelischer Sender zeigt beschädigtes US-Flugzeug in Tel Aviv
Bilder des öffentlich-rechtlichen Senders Kan aus Israel sollen das zweite US-Flugzeug zeigen, das in den Vorfall im Irak in der vergangenen Nacht verwickelt war. Die Maschine konnte offenbar beschädigt auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv landen.
Die USA hatten den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Irak gemeldet. Vier Besatzungsmitglieder starben. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandos waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere sei im Westen des Irak abgestürzt. Demnach habe dabei weder feindlicher Beschuss noch Eigenbeschuss eine Rolle gespielt.
Die USA hatten den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Irak gemeldet. Vier Besatzungsmitglieder starben. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandos waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere sei im Westen des Irak abgestürzt. Demnach habe dabei weder feindlicher Beschuss noch Eigenbeschuss eine Rolle gespielt.
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Merz kritisiert Trumps Sanktionswende
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Wende von US-Präsident Donald Trump bei den Sanktionen gegen Russland scharf kritisiert. »Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch«, sagte Merz am Freitag auf der norwegischen Insel Andøya.
Es gebe derzeit kein Mengenproblem, sondern ein Preisproblem beim Erdöl. »Insofern will ich gerne wissen«, sagte Merz, was die US-Regierung zu ihrer Entscheidung bewogen habe. Der Kanzler und sein Team wurden von der US-Erklärung offenbar überrascht.
Es gebe derzeit kein Mengenproblem, sondern ein Preisproblem beim Erdöl. »Insofern will ich gerne wissen«, sagte Merz, was die US-Regierung zu ihrer Entscheidung bewogen habe. Der Kanzler und sein Team wurden von der US-Erklärung offenbar überrascht.
Bundeskanzler Merz (2. v.r.) in Norwegen. Foto: Soeren Stache / dpa
Zudem erneuerte der Kanzler seine Zweifel an Ziel und Plänen der amerikanisch-israelischen Operation. Seine Fragen dazu seien noch nicht beantwortet, sagte Merz. Daher gebe es auch »keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege zu sprechen«. Merz betonte, dass Deutschland nicht Teil dieses Krieges sei. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte in Aussicht gestellt, dass Europäer für die Sicherheit von Handelsschiffen im Persischen Golf sorgen könnten, nach einem Waffenstillstand.
Merz ist am Donnerstagabend zu einem Antrittsbesuch nach Norwegen gereist. Im Mittelpunkt seines Besuchs steht die sicherheitspolitische und militärische Zusammenarbeit.
Die US-Regierung hat die im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine erlassenen Beschränkungen zum Handel mit russischem Öl in der vergangenen Nacht in Teilen ausgesetzt.
Die US-Regierung hat die im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine erlassenen Beschränkungen zum Handel mit russischem Öl in der vergangenen Nacht in Teilen ausgesetzt.
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Vier US-Soldaten bei Flugzeugabsturz getötet
Vier der sechs Besatzungsmitglieder eines US-Militärflugzeugs, das im Westen des Irak abgestürzt ist, sind laut Angaben des US-Militärs ums Leben gekommen. Die Rettungsmaßnahmen für die beiden übrigen Besatzungsmitglieder werden fortgesetzt.
Ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte war am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Nach Angaben des Militärs war ein weiteres Flugzeug an dem Vorfall beteiligt, die Maschinen sollen jedoch nicht beschossen worden sein.
Ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte war am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Nach Angaben des Militärs war ein weiteres Flugzeug an dem Vorfall beteiligt, die Maschinen sollen jedoch nicht beschossen worden sein.
US-Tankflugzeug KC-135 (Symbolbild). Foto: Hiro Komae / AP
»Die Umstände des Vorfalls werden derzeit untersucht. Der Verlust des Flugzeugs war jedoch nicht auf feindliches oder freundliches Feuer zurückzuführen«, heißt es in einer Erklärung des US-Zentralkommandos.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Iran seit 14 Tagen offline
Laut dem Portal Netblocks.org, das Netzsperren systematisch erfasst, dauert der Internetausfall in Iran nun schon 14 Tage an. »Nach 312 Stunden liegt die Internetverbindung immer noch bei 1 % des normalen Niveaus«, schreibt NetBlocks auf X.
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Explosion in Teheran nahe Al-Quds-Demonstration
In Teheran ist es offenbar in der Nähe einer Menschenansammlung zu einer Explosion gekommen, wie das iranische Staatsfernsehen berichtet. Auch der katarische Sender Al Jazeera meldet, dass mehrere Explosionen auf den Hauptstraßen von Teheran in der Nähe des Demonstrationsortes zu hören waren. Die iranische Nachrichtenagentur Nournews zeigt Aufnahmen von Rauchwolken, die offenbar nach dem Luftangriff zu sehen sind.
Demonstration in Teheran am Freitag. Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
Die Menschen hatten sich dort anlässlich des Quds-Tages zu einer Kundgebung versammelt, mit der das iranische Regierung ihre Unterstützung für die Palästinenser bekundet, wie aus Videos hervorgeht, die vom iranischen Staatsfernsehen verbreitet wurden.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er bereits gestern, das iranische Volk solle »die Feinde Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht«.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er bereits gestern, das iranische Volk solle »die Feinde Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht«.
Die israelische Armee hatte zuvor im Onlinedienst X dazu aufgerufen, bestimmte Teile von Teheran zu verlassen.
Die Kundgebungen finden jedes Jahr anlässlich des sogenannten Al-Quds-Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die »Befreiung Jerusalems«. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.
Die Kundgebungen finden jedes Jahr anlässlich des sogenannten Al-Quds-Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die »Befreiung Jerusalems«. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Türkisches Schiff passiert die Straße von Hormus
Ein türkisches Schiff durfte mit einer Sondergenehmigung iranischer Behörden die Straße von Hormus passieren. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu lokalen Medienberichten zufolge.
Nach Angaben Uraloğlus befinden sich 14 weitere Schiffe mit türkischen Eigentümern in der Region.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert.
Nach Angaben Uraloğlus befinden sich 14 weitere Schiffe mit türkischen Eigentümern in der Region.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert.
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Israel bombardiert strategisch wichtige Brücke im Libanon
Die israelische Armee hat in der Nacht die Srarieh-Brücke über den Litani-Fluss im Libanon angegriffen. Für die Schiitenmiliz Hisbollah soll sie ein wichtiger Übergang gen Süden, also nach Israel, gewesen sein. Die Miliz habe in der Nähe Abschussrampen stationiert und von dort aus Israel beschossen, hieß es in einer Erklärung des Militärs. Es hat somit gezielt zivile Infrastruktur angegriffen; auch viele Binnenflüchtlinge, die das Kampfgebiet verlassen, haben diese Brücke bisher genutzt.
Erst gestern Abend hatte Israels Generalstabschef Eyal Zamir erklärt, die Auseinandersetzung mit der Hisbollah im Libanon werde Zeit kosten. »Dieser Einsatz wird nicht kurz sein«, sagte Israels oberster Militär nach einer Lageeinschätzung im Grenzgebiet. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.
Erst gestern Abend hatte Israels Generalstabschef Eyal Zamir erklärt, die Auseinandersetzung mit der Hisbollah im Libanon werde Zeit kosten. »Dieser Einsatz wird nicht kurz sein«, sagte Israels oberster Militär nach einer Lageeinschätzung im Grenzgebiet. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.
Israels Generalstabschef Eyal Zamir. Foto: Ohad Zwigenberg / AP
Verteidigungsminister Israel Katz hatte sich erst kürzlich ähnlich geäußert und dem Libanon mit der Ausweitung des Einsatzes sowie mit der Einnahme von Gebieten gedroht. Sollte die Regierung in Beirut nicht in der Lage sein, die Hisbollah davon abzuhalten, auf israelische Orte zu feuern, werde Israels Armee »das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen«, sagte Katz.
Im Libanon sind nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums bislang rund 700 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen.
Welche gravierenden Folgen dieser Konflikt bereits jetzt hat, zeigt sich auch mit Blick in die Vereinigten Staaten. Wie US-Medien berichten, soll der Angriff auf eine Synagoge in einem Vorort von Detroit am Donnerstag mit dem Waffengang Israels in Zusammenhang stehen.
Ein Nachbar des Täters, der mit einem Pick-up in das jüdische Gotteshaus gerast und bei einem anschließenden Schusswechsel mit Sicherheitskräften zu Tode gekommen war, sagte der Lokalzeitung »Detroit Free Press«, er habe »kürzlich Familienmitglieder bei einem israelischen Angriff im Libanon verloren«. Aus der US-libanesischen Gemeinde in Michigan erfuhr der US-Sender CBS News, der Angriff sei »vor ungefähr zehn Tagen« erfolgt, und dabei seien »mehrere Familienmitglieder« des Täters getötet worden.
Welche gravierenden Folgen dieser Konflikt bereits jetzt hat, zeigt sich auch mit Blick in die Vereinigten Staaten. Wie US-Medien berichten, soll der Angriff auf eine Synagoge in einem Vorort von Detroit am Donnerstag mit dem Waffengang Israels in Zusammenhang stehen.
Ein Nachbar des Täters, der mit einem Pick-up in das jüdische Gotteshaus gerast und bei einem anschließenden Schusswechsel mit Sicherheitskräften zu Tode gekommen war, sagte der Lokalzeitung »Detroit Free Press«, er habe »kürzlich Familienmitglieder bei einem israelischen Angriff im Libanon verloren«. Aus der US-libanesischen Gemeinde in Michigan erfuhr der US-Sender CBS News, der Angriff sei »vor ungefähr zehn Tagen« erfolgt, und dabei seien »mehrere Familienmitglieder« des Täters getötet worden.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

China kündigt Hilfe für Eltern der getöteten Schüler in Iran an
Das chinesische Außenministerium hat angekündigt, dass das Chinesische Rote Kreuz dem iranischen Roten Halbmond 200.000 US-Dollar humanitärer Soforthilfe zukommen lassen will. Das Geld sei speziell für die Eltern der im Krieg getöteten Schüler bestimmt.
Wie Russland unterhält China eine strategische Partnerschaft mit Iran und kritisiert die Angriffe der USA und Israels.
Wie Russland unterhält China eine strategische Partnerschaft mit Iran und kritisiert die Angriffe der USA und Israels.
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Ölraffinerie im Irak von Drohnen getroffen
Westlich der Stadt Erbil ist irakischen Sicherheitskreisen zufolge die Lanaz-Raffinerie mit Drohnen angegriffen worden. Das Ausmaß der Schäden sei begrenzt, der Betrieb laufe weiter. Bislang gab es bei den Angriffen offenbar keine Opfer.
Erbil liegt im kurdisch dominierten Norden des Landes und ist seit Ausbruch des Krieges immer wieder von Iran angegriffen worden.
Erbil liegt im kurdisch dominierten Norden des Landes und ist seit Ausbruch des Krieges immer wieder von Iran angegriffen worden.
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Evonik-Chef Kullmann sieht Aufschwung gefährdet
Christian Kullmann, Chef des Essener Chemiekonzerns Evonik, sieht durch den Krieg im Nahen Osten massive Probleme auf die deutsche Wirtschaft zukommen. »Produkte, die stark an Energie- und Lohnkosten gebunden sind, werden wir in Deutschland nicht verteidigen können«, sagt der 56-Jährige dem SPIEGEL. »Wir werden ihre Herstellung nach und nach an das Ausland verlieren. Dieser Prozess läuft schon und wird sich durch den Krieg noch beschleunigen.«
Der Irankrieg vergrößere »wie unter einem Brennglas« die Probleme, die durch eine Kombination aus Konjunktur- und Strukturkrise in Deutschland und dem Zusammenbruch des regelbasierten globalen Handels entstünden. »Der Anstieg der Gas- und Ölpreise wird sich durch die gesamte Wertschöpfungskette fressen«, sagt Kullmann. Das Inflationsrisiko werde ebenso steigen wie der Druck auf Zentralbanken, eine restriktivere Politik zu verfolgen und möglicherweise die Leitzinsen zu erhöhen. »Die zarten Knospen einer Erholung der deutschen Konjunktur werden durch den Krieg in Nahost vielleicht nicht zertreten, aber doch deutlich lädiert.«
Der Manager warnte angesichts der explodierenden Preise für fossile Brennstoffe vor einem Abbremsen der Energiewende: »Wir brauchen in Deutschland eine Energieinfrastruktur, die stärker auf grüne Ressourcen ausgerichtet ist.« Es fehlten Tausende Kilometer an Stromleitungen, die Netze müssten dringend ausgebaut werden – »allerdings auf effiziente Art«, betont Kullmann. »Die Energiewende braucht einen Masterplan, den es bisher nicht gibt.«
Christian Kullmann. Foto: Malte Ossowski / Sven Simon / picture alliance
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Leseempfehlung: Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung
US-Präsident Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt allerdings nicht nur, was seine Strategie ist. Auch Meldungen über militärische Erfolge betrachtet Berlin mit Skepsis, schreiben meine Kollegen Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger. Hier lesen Sie den Bericht.
Werbetafel mit Donald Trump in Tel Aviv. Foto:AFP
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Kurzanalyse: Könnten die USA militärisches Gerät aus Ostasien abziehen, um es im Nahen Osten einzusetzen?
In den Blick gerät Südkorea, und dort die Basis in Seongju. Diese wurde vor neun Jahren zu einem wichtigen Standort, um sich im Fall eines Angriffs aus Nordkorea verteidigen zu können. Die USA installierten dort das Abwehrsystem THAAD als Teil ihres »Pivot to Asia«, um dem Aufstieg Chinas zu begegnen. Die Installation des THAAD-Systems hatte damals große Verwerfungen zwischen China und Südkorea zur Folge.
THAAD-System in Südkorea im März 2017 . Foto: Department of Defense Handout / AFP
Nun häufen sich Berichte, die USA könnten Teile der knappen Flugabwehranlagen abziehen, um sie im Krieg in Iran einzusetzen. »Sechs Startgeräte haben kürzlich die THAAD-Basis in Seongju verlassen und wurden zu einem anderen Stützpunkt gebracht«, sagte der Koreaexperte Joel Atkinson dem SPIEGEL. Ein Gerät sei inzwischen zurückgekehrt, bei den anderen fünf sei der aktuelle Standort unklar.
Für Atkinson hätte eine teilweise Verlegung des THAAD-Systems vor allem eine große symbolische Bedeutung. Einmal, weil sie verdeutlichen würde, dass die USA offenbar Schwierigkeiten hätten, genügend Abfangraketen zu produzieren, und deshalb auf ihre weltweiten Bestände zurückgreifen müssten.
Außerdem eine geostrategische. »In strategischen Debatten wird das oft als eine Art Indikator gesehen, in welche Richtung sich die amerikanische Politik entwickelt.« Peking und Pjöngjang dürften genau beobachten, inwieweit Washington die Pazifikregion aus dem Blick verliert.
Laut dem Militärexperten Franz-Stefan Gady hätte Südkorea eine Lücke in der Flugabwehr zwischen 25 und 150 Kilometer Höhe. Das Land wäre dann anfälliger für nordkoreanische Mittelstreckenraketen wie die Hwasong oder die Scud.
Alle Ressourcen, die Washington derzeit in Iran verwendet, können nicht auf China und den Indopazifik verwendet werden. Militärisches Gerät, das die USA in Iran einsetzen, fehlt gegebenenfalls in Südkorea oder vor Taiwan.
Außerdem eine geostrategische. »In strategischen Debatten wird das oft als eine Art Indikator gesehen, in welche Richtung sich die amerikanische Politik entwickelt.« Peking und Pjöngjang dürften genau beobachten, inwieweit Washington die Pazifikregion aus dem Blick verliert.
Laut dem Militärexperten Franz-Stefan Gady hätte Südkorea eine Lücke in der Flugabwehr zwischen 25 und 150 Kilometer Höhe. Das Land wäre dann anfälliger für nordkoreanische Mittelstreckenraketen wie die Hwasong oder die Scud.
Alle Ressourcen, die Washington derzeit in Iran verwendet, können nicht auf China und den Indopazifik verwendet werden. Militärisches Gerät, das die USA in Iran einsetzen, fehlt gegebenenfalls in Südkorea oder vor Taiwan.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Trump glaubt, Mojtaba Khamenei sei am Leben, aber »verletzt«
US-Präsident Donald Trump hat sich zum Zustand von Mojtaba Khamenei geäußert, dem neuen Obersten Führer Irans. »Ich denke, er ist verletzt, aber ich denke, er ist wahrscheinlich irgendwie am Leben«, sagte Trump in einem Interview mit »Fox News«.
Khamenei ist seit seiner Ernennung am Sonntag nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden. Eine erste Erklärung ließ er am Donnerstag im Staatsfernsehen von einem Moderator verlesen. Ein iranischer Beamter habe der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch gesagt, Khamenei sei leicht verletzt, führe seine Amtsgeschäfte aber weiter.
Khamenei ist seit seiner Ernennung am Sonntag nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden. Eine erste Erklärung ließ er am Donnerstag im Staatsfernsehen von einem Moderator verlesen. Ein iranischer Beamter habe der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch gesagt, Khamenei sei leicht verletzt, führe seine Amtsgeschäfte aber weiter.
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Zwei Menschen sterben bei Drohnenangriff in Oman
Im Norden Omans ist eine Drohne abgefangen worden und über einem Industriegebiet abgestürzt, dabei sind offenbar zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Das meldet die omanische Nachrichtenagentur. Eine zweite Drohne sei im offenen Gelände abgestürzt.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Irankrieg könnte Verkehr durch den Panamakanal beleben
Der Krieg in Iran und steigende Treibstoffkosten könnten dem Panamakanal zugutekommen: Höhere Preise machten die Route attraktiver, sagt Kanalchef Ricaurte Vásquez der Nachrichtenagentur AP.
Der Transport über Panama könne die Reisezeit je nach Route um 3 bis 15 Tage verkürzen und so den Treibstoffverbrauch senken. Sollten Lieferungen aus dem Nahen Osten ausbleiben, könnten sie laut Vásquez durch andere Quellen ersetzt werden, etwa aus den USA. Diese könnten einen Teil ihrer LNG-Fracht von Europa über Panama nach Asien umleiten. Ob solche Effekte tatsächlich einträten, hänge allerdings davon ab, wie lange die Instabilität in der Golfregion andauere.
Der Transport über Panama könne die Reisezeit je nach Route um 3 bis 15 Tage verkürzen und so den Treibstoffverbrauch senken. Sollten Lieferungen aus dem Nahen Osten ausbleiben, könnten sie laut Vásquez durch andere Quellen ersetzt werden, etwa aus den USA. Diese könnten einen Teil ihrer LNG-Fracht von Europa über Panama nach Asien umleiten. Ob solche Effekte tatsächlich einträten, hänge allerdings davon ab, wie lange die Instabilität in der Golfregion andauere.
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Russland: Weitere Lockerung der Ölrestriktionen unvermeidlich
Der Chefunterhändler von Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hat sich zu der US-Entscheidung geäußert, den Verkauf von russischem Erdöl vorübergehend zu erlauben. Angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich, schreibt Dmitrijew bei Telegram. Trotz des Widerstands einiger »Brüsseler Bürokraten«. Die Ausnahmegenehmigung der USA betrifft nach Angaben aus Moskau 100 Millionen Barrel.
Die USA haben eine 30-tägige Ausnahmeregelung erlassen, nach der Öl in Tankern auf See verkauft werden darf. So sollen die Energiemärkte stabilisiert werden. Die Internationale Energieagentur spricht von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.
Die USA haben eine 30-tägige Ausnahmeregelung erlassen, nach der Öl in Tankern auf See verkauft werden darf. So sollen die Energiemärkte stabilisiert werden. Die Internationale Energieagentur spricht von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.
Flaggen am Gebäude der US-Botschaft in Moskau. Foto: Sergei Ilnitsky / EPA
USA erlauben Verkauf von russischem Erdöl
Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise genehmigt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag (Ortszeit) eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erlaubt. Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, habe eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Ölförderung in Tatarstan (Russland). Foto: REUTERS
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Sirenen auf von Nato genutztem Luftwaffenstützpunkt Incirlik
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Südosten der Türkei, der auch von der Nato genutzt wird, sind am Freitagmorgen Sirenen zu hören gewesen. Das berichten türkische Medien sowie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Eine genaue Uhrzeit oder weitere Einzelheiten sind demnach nicht bekannt. Die türkischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Die Bewohner der Stadt Adana, die etwa zehn Kilometer von Incirlik entfernt liegt, wurden dem Nachrichtenportal »Ekonomim« zufolge gegen 3.25 Uhr von den Sirenen geweckt. Der Alarm dauerte demnach rund fünf Minuten. Videos in Onlinediensten zeigen ein leuchtendes Objekt am Himmel, bei dem es sich womöglich um eine Rakete handelt.
Seit Beginn des Irankriegs hat die Türkei bereits zweimal eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge von Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.
Die Bewohner der Stadt Adana, die etwa zehn Kilometer von Incirlik entfernt liegt, wurden dem Nachrichtenportal »Ekonomim« zufolge gegen 3.25 Uhr von den Sirenen geweckt. Der Alarm dauerte demnach rund fünf Minuten. Videos in Onlinediensten zeigen ein leuchtendes Objekt am Himmel, bei dem es sich womöglich um eine Rakete handelt.
Seit Beginn des Irankriegs hat die Türkei bereits zweimal eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge von Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.
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Nicolai Kwasniewski
Newsdesk

USA haben laut Bericht Munition für Jahre verbraucht
Einem Zeitungsbericht zufolge haben die USA seit Beginn des Krieges mit Iran Munitionsvorräte für mehrere Jahre verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die »Financial Times« unter Berufung auf Insider.
Die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, dass die USA für den Irankrieg über unbegrenzte Munitionsvorräte verfügten, wird von vielen Experten und auch von seinen politischen Gegnern, den Demokraten, infrage gestellt.
Ein US-Schiff feuert eine Tomahawk-Rakete ab. Foto: CENTCOM / AFP
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Trump droht Irans Führung mit vollständiger Zerstörung
US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Iran erneuert. »Wir zerstören das terroristische Regime Irans vollständig – militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.
Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. »Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert«, schrieb er – ohne seine Drohung näher zu erläutern.
Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an.
Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an.
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Wirtschaftsforscher befürchtet Anstieg der Inflation
Der Konjunkturchef des RWI-Leibniz-Institutes, Torsten Schmidt, warnt vor hoher Inflation, sollte der Irankrieg länger als vier Wochen dauern. »Hohe Ölpreise treiben die Verbraucherpreise. Bei einem längeren Krieg könnte die Inflation in diesem Jahr vorübergehend auf sechs Prozent steigen«, sagte Schmidt der »Rheinischen Post«. »Dann ist das Wirtschaftswachstum weg, Deutschland würde in das vierte Jahr der Rezession rutschen.
Sollte der Krieg mehr als vier Wochen dauern und Iran weiter Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten zerstören, komme es zu echten Engpässen auf dem Weltmarkt. »Dann halte ich auch einen Ölpreis von 150 Dollar pro Barrel für möglich«, sagte Schmidt.
Sollte der Krieg mehr als vier Wochen dauern und Iran weiter Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten zerstören, komme es zu echten Engpässen auf dem Weltmarkt. »Dann halte ich auch einen Ölpreis von 150 Dollar pro Barrel für möglich«, sagte Schmidt.
Torsten Schmidt. Foto: Jürgen Heinrich / IMAGO
Wäre der Krieg dagegen Ende des Monats beendet, stiege die Inflation nicht ganz so stark: »Die Inflationsrate wird im Sommer auf drei Prozent steigen, für das Gesamtjahr erwarten wir 2,6 Prozent.« Die Spritpreise werden aus Sicht von Schmidt hoch bleiben: »Die Preise für Benzin und Diesel werden zunächst auf hohem Niveau und bei zwei Euro pro Liter bleiben.«
Sorge bereitet dem Ökonomen die Lage beim Gas. 20 Prozent Füllstand in den Speichern seien sehr wenig. »Ich sehe das Risiko, dass wir die Gasspeicher bis zum Winter nicht vollbekommen – vor allem dann, wenn der Irankrieg länger dauert als gedacht.« Bei den hohen Preisen hätten Händler keinen Anreiz, Gas einzuspeichern.
Sorge bereitet dem Ökonomen die Lage beim Gas. 20 Prozent Füllstand in den Speichern seien sehr wenig. »Ich sehe das Risiko, dass wir die Gasspeicher bis zum Winter nicht vollbekommen – vor allem dann, wenn der Irankrieg länger dauert als gedacht.« Bei den hohen Preisen hätten Händler keinen Anreiz, Gas einzuspeichern.
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Iranische Staatsmedien: Mehrere Explosionen in Teheran
In Irans Hauptstadt Teheran haben sich iranischen Staatsmedien zufolge mehrere Explosionen ereignet. Bewohner der betroffenen Teile von Teheran hätten berichtet, dass ihre Häuser gebebt hätten, berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Die stärksten Explosionen seien im Süden der iranischen Hauptstadt zu hören gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf Iran begonnen. Am ersten Kriegstag wurden der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getötet. Iran greift seitdem mit Raketen- und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf Iran begonnen. Am ersten Kriegstag wurden der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getötet. Iran greift seitdem mit Raketen- und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.
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Ölpreise klettern weiter
Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs in Iran zeichnet sich an Ölmärkten keine Entspannung ab. Kampfansagen der Mullahs befeuern die Sorgen vor einer längeren Blockade der Straße von Hormus – und die Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) verpuffte an den Märkten.
Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren.
Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus liegt zwischen Iran und dem Oman und gehört zu den wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels. Laut IEA floss im vergangenen Jahr ein Viertel des weltweit verschifften Öls durch die Passage. Die IEA sprach mit Blick auf den Irankrieg von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.
Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren.
Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus liegt zwischen Iran und dem Oman und gehört zu den wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels. Laut IEA floss im vergangenen Jahr ein Viertel des weltweit verschifften Öls durch die Passage. Die IEA sprach mit Blick auf den Irankrieg von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.
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Saudi-arabische Armee meldet Zerstörung Dutzender Drohnen
Die saudi-arabische Armee hat eigenen Angaben zufolge Dutzende Drohnen in ihrem Luftraum abgefangen. »Zwölf Drohnen wurden abgefangen und zerstört, nachdem sie in den saudi-arabischen Luftraum eingedrungen waren«, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag im Onlinedienst X. In separaten Erklärungen meldete Riad den Abschuss von 16 weiteren Drohnen über seinem Territorium.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran begonnen. Am ersten Kriegstag wurden der Obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getötet. Iran greift seitdem mit Raketen- und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.
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Irakische Miliz will US-Tankflugzeug abgeschossen haben
Eine von Iran unterstützte Milizengruppe hat nach eigenen Angaben das US-Tankflugzeug abgeschossen, welches laut US-Angaben ohne Feindeinwirkung abgestürzt sein soll. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilte mit, der Abschuss sei »zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes« erfolgt.
Die iranische Armee teilte in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung mit, eine mit Teheran verbündete Gruppe im Irak habe das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Dabei sei die gesamte Besatzung getötet worden.
Das US-Militär hatte in der Nacht zu Freitag den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Irak gemeldet. Demnach habe dabei weder feindlicher Beschuss noch Eigenbeschuss eine Rolle gespielt.
Die iranische Armee teilte in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung mit, eine mit Teheran verbündete Gruppe im Irak habe das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Dabei sei die gesamte Besatzung getötet worden.
Das US-Militär hatte in der Nacht zu Freitag den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Irak gemeldet. Demnach habe dabei weder feindlicher Beschuss noch Eigenbeschuss eine Rolle gespielt.
US-Streitkräfte suchen nach abgestürztem Tankflugzeug
Im Westirak ist ein Tankflugzeug der US-Armee abgestürzt. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Maschine des Typs KC-135. Laut der Mitteilung des Militärs waren an dem Vorfall zwei Maschinen beteiligt; eine davon sei sicher gelandet, nach der anderen werde nun gesucht. Feindlicher oder versehentlicher Beschuss durch Verbündete seien nicht die Ursache des Absturzes.
Mehr zu dem Vorfall lesen Sie hier.
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Tankflugzeug vom Typ KC-135 (am 4. März). Foto: Jack Guez / AFP
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Französischer Soldat im Nordirak getötet
Bei einem Angriff in der autonomen Kurdenregion Erbil im Nordirak ist ein französischer Armeeangehöriger getötet worden. Der Stabsadjutant vom 7. Bataillon der Gebirgsjäger in Varces sei für Frankreich gefallen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron am Freitag im Onlinedienst X. »Der Krieg in Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen«, fügte Macron hinzu.
Mehrere französische Soldaten seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte Macron. Die Attacke auf die französischen Streitkräfte sei »inakzeptabel«. Die Soldaten befänden sich für den Kampf gegen den Terrorismus im Irak.
Zuvor hatte der Generalstab der französischen Armee berichtet, dass bei einem Drohnenangriff in Erbil sechs französische Soldaten verletzt worden seien. Der Angriff habe sich ereignet, während die französischen Soldaten zusammen mit irakischen Partnern Anti-Terror-Einsätze trainiert hätten.
Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil wurden bei dem Angriff zwei Drohnen eingesetzt. Der Angriff ereignete sich demnach auf einer Militärbasis in Mala Kara, rund 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.
Seit Beginn des Irankriegs vor knapp zwei Wochen ist auch die Kurdenregion im Nordirak immer wieder mit Drohnen attackiert worden. Die Angriffe wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Die meisten Geschosse wurden von der Flugabwehr abgefangen.
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USA erlauben Verkauf von russischem Erdöl
Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise genehmigt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag (Ortszeit) eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erlaubt. Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, habe eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Ölförderung in Tatarstan (Russland). Foto: REUTERS
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Irans Uno-Botschafter: Wir schließen Straße von Hormus nicht
Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. Uno-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärte, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr-News meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke.
Die iranischen Revolutionswächter hatten kurz zuvor mitgeteilt, sie hielten an ihrer Blockade der Straße von Hormus fest. Ihre Kommandozentrale erklärte laut der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folgt. Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
Die iranischen Revolutionswächter hatten kurz zuvor mitgeteilt, sie hielten an ihrer Blockade der Straße von Hormus fest. Ihre Kommandozentrale erklärte laut der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folgt. Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
Vereinigte Arabische Emirate: Fischerboote vor Öltankern südlich der Straße von Hormus. Foto: Kamran Jebreili / AP / dpa
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Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionswächter warnt die Bevölkerung des Landes vor neuen Massendemonstrationen. Irans Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar.
Der Geheimdienst kündigte an, »Vaterlandsverräter« rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der »böse Feind« Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.
Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. Ausgelöst worden waren die Demonstrationen durch eine massive Wirtschaftskrise. Einer der Protestrufe galt dem später bei amerikanisch-israelischen Angriffen getöteten Revolutionsführer Ali Khamenei: »Tod dem Diktator«.
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USA: Derzeit keine Schiffseskorte durch Straße von Hormus möglich
Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. »Wir sind einfach noch nicht bereit.«
Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte dem Sender Sky News, er sei überzeugt, dass die US-Marine das so bald wie militärisch möglich machen werde – »vielleicht zusammen mit einer internationalen Koalition«.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf (11. März). Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
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US-Streitkräfte suchen nach abgestürztem Tankflugzeug
Im Westirak ist ein Tankflugzeug der US-Armee abgestürzt. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Maschine des Typs KC-135. Laut der Mitteilung des Militärs waren an dem Vorfall zwei Maschinen beteiligt; eine davon sei sicher gelandet, nach der anderen werde nun gesucht. Feindlicher oder versehentlicher Beschuss durch Verbündete seien nicht die Ursache des Absturzes.
Mehr zu dem Vorfall lesen Sie hier.
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Tankflugzeug vom Typ KC-135 (am 4. März). Foto: Jack Guez / AFP
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Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilen der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Die französische Armee bestätigte den Vorfall. Die Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Soldaten waren den Angaben zufolge damit betraut, irakische Kräfte im Kampf gegen Terroristen zu trainieren.
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Revolutionswächter drohen USA mit Zerstörung regionaler Energieanlagen
Die iranischen Revolutionswächter haben vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes gewarnt. Im Fall des geringsten Angriffs werde Iran die Öl- und Gasvorkommen in der Region »in Brand setzen und zerstören«, hieß es laut der den Revolutionswächtern nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim.
Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hatte bereits am Mittwoch Vergeltungsschläge für Angriffe auf iranische Häfen angekündigt. Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher.
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Netanyahu: Khamenei ist »Marionette der Revolutionsgarden«
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat Mojtaba Khamenei als »Marionette der Revolutionsgarden« bezeichnet. Der neue Oberste Führer Irans könne »sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen«, sagte Netanyahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn.
Khamenei junior soll bei einem israelischen Angriff in Iran verletzt worden sein. Netanyahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde »keine Lebensversicherungen« für die Feinde Israels abschließen.
Israels Angriffe in Iran könnten nach Netanyahus Worten die Bedingungen für einen Sturz des iranischen Machtapparats schaffen. Dies hänge jedoch letztlich vom iranischen Volk ab. »Ich sage dem iranischen Volk: Der Moment, in dem ihr in die Freiheit hinausgehen könnt, rückt immer näher.«
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Reiche: Prüfen Kriseninstrument für Erdgasversorgung
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erwägt laut »Handelsblatt« staatliche Eingriffe in die Erdgasversorgung. Man werde »wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern«, sagte Reiche der Zeitung. Ihr Haus prüfe derzeit, »welches das geeignete Kriseninstrument« sei.
Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich derzeit noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche weiter. »Die Lage in Iran ist hochdynamisch.«
Katherina Reiche. Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa
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Lesetipp: Für Netanyahu ist es ein Lebenstraum, für Trump eine riskante Wette
Israels Premier hat dem US-Präsidenten den Krieg gegen Iran abgerungen. Doch meine Kollegin Julia Amalia Heyer sowie mein Kollege Thore Schröder schreiben, dass die Ziele von Benjamin Netanyahu und Donald Trump zunehmend auseinanderdriften. Wieso, lesen Sie hier.
Foto: Chip Somodevilla / Getty Images Europe
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Die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und dessen Verbündete fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden.
Die Ereignisse vom Donnerstag finden Sie hier.
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