Irans Revolutionswächter haben eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen einen Öltanker attackiert. Der Angriff sei in der Straße von Hormus erfolgt, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Der Supertanker habe sein Navigationssystem abgeschaltet und Warnungen der Marine missachtet, hieß es weiter.
Bereits am Sonntag hatten iranische Medien ein Video verbreitet, das eine Explosion an einem Supertanker zeigen soll. Den Angaben nach fuhr das Schiff auf eine Seemine in der Meerenge am Persischen Golf. Dem Vernehmen nach werden Minen mit Raketen direkt vor die Tanker gefeuert.
Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus in den vergangenen Tagen intensiviert. Sie attackieren dabei in der Regel Tankschiffe und Frachter, die sich auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste befinden. Seit mehreren Monaten begleitet die US-Marine dort zivile Handelsschiffe, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen.
Iran betrachtet die Route als »illegal« und fordert die Passage entlang der iranischen Küste. Die Islamische Republik blockiert seit Beginn des Krieges Ende Februar mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr weitestgehend. Auch das US-Militär hat wiederholt zivile iranische Schiffe attackiert. Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Straße von Hormus ist zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Iran und den USA geworden.
Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Irankrieg gestorbenen US-Soldaten ist nach Angaben des Pentagon auf 21 gestiegen. Bei den beiden neuen Todesfällen handele es sich allerdings nicht um im Kampf gestorbene Soldaten, teilte eine Regierungsbeamtin der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Person sei durch Suizid gestorben, eine weitere ohne Feindeinwirkung. Details zu den Umständen der Todesfälle waren zunächst nicht bekannt.
Nach Angaben führender Demokraten im US-Repräsentantenhaus handelt es sich bei der Nacherfassung um eine Korrektur, die auf Druck des Kongresses zustande kam. »Für einen Fehler dieser Größenordnung gibt es keine Entschuldigung«, hieß es in einer Mitteilung vom ranghöchsten Demokraten im Ausschuss für Streitkräfte, Adam Smith, und der Abgeordneten Chrissy Houlahan.
Besonders kritisierten sie Verteidigungsminister Pete Hegseth. »Dass Minister Hegseth es versäumt hat, das Problem unverzüglich in die Hand zu nehmen, ist zudem ein schwerer Schlag für die Männer und Frauen, die im Dienst für unser Land ihr Leben riskieren.«
Wie die »Washington Post« berichtet, kamen die beiden US-Militärs bereits im März und im September ums Leben. Nach Angaben des Pentagon wurden in dem Krieg insgesamt 865 US-Soldaten verwundet.
